Der Blick geht nach vorne

Viktor Skripnik erwartete diese Woche eine Reaktion seiner Schützlinge auf die Ergebnisse der letzten Spiele (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 01.10.2015 // 18:06 Uhr

An die Englische Woche denkt beim SV Werder niemand gerne zurück. Zum einen deshalb nicht, weil alle drei Partien verloren gingen, zum anderen weil der Blick bei den Grün-Weißen längst wieder auf die kommende Aufgabe gerichtet ist. „Wir haben in den letzten Spielen unsere Leichtigkeit vom Saisonbeginn verloren", blickt Viktor Skripnik entsprechend knapp auf die letzte Woche zurück. Deutlich lieber spricht der Bremer Coach von der Gegenwart. Und damit ist der 45-Jährige sehr zufrieden. Eine Reaktion auf die drei Niederlagen binnen weniger Tage hat der Cheftrainer von seiner Mannschaft erwartet - und wurde nicht enttäuscht.

Durch die engagierte und professionelle Einstellung seiner Profis während der Trainingseinheiten der letzten Tage, unter anderem fand eine Zusatzschicht am Dienstag statt, zeigte sich Skripnik durchaus zuversichtlich in Hinsicht auf die Partie gegen Hannover 96 am Samstag, 03.10.2015. „Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Mannschaft am Montag, Dienstag und Mittwoch trainiert hat. Sie hat genau richtig auf diese Situation reagiert", erzählte Skripnik. Doch für den Ukrainer stand schon vor dieser wichtigen Woche eines fest: „Diese Reaktion habe ich auch vom Team erwartet!"

„Kein Spaziergang" in Hannover

Gegen Hannover, den aktuellen Tabellenletzten, soll sich im Vergleich zu den letzten drei Partien einiges ändern. „Ich möchte, dass meine Mannschaft auftritt, als wären wir der Favorit. Das sind wir nämlich. Dann wird es auch ein gutes Spiel", so der Trainer. Einen Selbstläufer gegen die Niedersachsen im „kleinen Nordderby" erwartet indes niemand. Der Gegner konnte zwar noch keine Partie der bisherigen Saison für sich entscheiden, aber genau deswegen muss der SV Werder besonders Acht geben. „Spiele gegen Teams, die unter Druck stehen, sind immer sehr schwierig. Wir erwarten keinen Spaziergang", weiß Skripnik. Für das Spiel der Grün-Weißen, so Skripnik weiter, „ist es egal, was der Gegner macht. Wir müssen einfach mit Selbstvertrauen auftreten und unsere Stärken ausspielen."

Am Ende der Woche sind alle Analysen und Gespräche dann allerdings nebensächlich. „Wichtig ist Samstag. Das ist die Prüfung, und die müssen und wollen wir bestehen", erklärte der Trainer, der weiß, was seine Mannschaft zu leisten im Stande ist. „Wenn wir 100 Prozent gehen, können wir jeden Gegner schlagen. Das weiß ich", setzte sich Skripnik fest. Von der Reaktion der Mannschaft werden sich 6.000 mitreisende Werder-Fans beim „kleinen Nordderby" selbst überzeugen.

Von Svend-Philipp Kallmayer