Ein Verein mit vielen Namen

Auch in Liga zwei dabei: Alexander Hauser (l.) bleibt den Wacker-Fans trotz des Abstiegs erhalten (Foto: getty).
Profis
Dienstag, 22.07.2014 // 11:18 Uhr

FC Wacker Innsbruck, FC Tirol Innsbruck, FC Wacker Tirol und am Ende doch wieder FC Wacker Innsbruck - der erste Testspielgegner des SV Werder im Zillertal hat eine bewegte Geschichte hinter sich ...

FC Wacker Innsbruck, FC Tirol Innsbruck, FC Wacker Tirol und am Ende doch wieder FC Wacker Innsbruck - der erste Testspielgegner des SV Werder im Zillertal hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nicht nur hinsichtlich des Vereinsnamens. Am Mittwoch, 23.07.2014, spielt die Historie aber keine Rolle, wenn ab 18 Uhr der Ball im Parkstadion in Zell am Ziller rollt. Zu verfolgen gibt es die Partie zwischen den Grün-Schwarzen aus Österreich und den Grün-Weißen von der Weser wie gewohnt im Live-Ticker auf WERDER.DE.

Es ist noch gar nicht so lange her, da trug der FC Wacker Innsbruck den Namen FC Wacker Tirol. Nachdem die Innsbrucker aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten im Jahr 2002 Konkurs anmelden mussten, folgte die Neugründung des Klubs unter dem Namen FC Wacker Tirol. Fünf Jahre später entschloss sich die Vereinsführung allerdings, wieder den traditionellen Namen des Klubs zu verwenden, um an die erfolgreiche Vergangenheit anzuknüpfen. Vor allem in den 80er-Jahren trumpften die Innsbrucker auf, als sie fünf ihrer insgesamt zehn „Meisterteller" in der österreichischen Bundesliga gewinnen konnten.

Neuanfang für den Traditionsverein

Thomas Bergmann (r.) im Duell mit Christopher Drazan von Rapid Wien (Foto: getty).

Von derartigen sportlichen Erfolgen sind die Grün-Schwarzen aktuell weit entfernt. Mit nur fünf Siegen aus 36 Spielen belegte Wacker Innsbruck in der abgelaufenen Saison den letzten Platz in der Bundesliga und stieg ab. Für den Achten der Ewigen Bundesligatabelle Österreichs ein harter Rückschlag. Insgesamt war es der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte, zweimal davon stiegen die Innsbrucker seit der Neugründung 2002 ab.

Den Abschied aus der Bundesliga konnte auch Michael Streiter nicht verhindern. Der aktuelle Coach, der im Dezember 2013 das Amt von Roland Kirchler übernommen hatte, war von 1986 bis 1998 Spieler beim FC Wacker Innsbruck und will mit seinem Team schnellstmöglich zurück ins Oberhaus. Der 48-Jährige sammelte zuvor Erfahrung als Co-Trainer bei Red Bull Salzburg und dem aktuellen Ligakonkurrenten SV Horn.

Fehlstart für Wacker

Bekanntes Terrain für Werder: Der Test gegen Innsbruck findet im Parkstadion von Zell am Ziller statt.

Dass die Mission „direkter Wiederaufstieg" schwer werden könnte, musste Streiter direkt am ersten Spieltag der neuen Saison feststellen. Beim SV Mattersburg unterlag das Team des ehemaligen österreichischen Nationalspielers mit 0:2. Die Mannschaft, die sich fast nur aus Österreichern zusammensetzt, steht somit beim kommenden Heimspiel gegen Austria Lustenau mächtig unter Druck. Nur zwei Tage nach der Testbegegnung mit Werder, am Freitag, müssen die Innsbrucker wieder in der Liga antreten.

Für den SV Werder stellt die Partie am Mittwochabend nach zahlreichen schweißtreibenden Trainingseinheiten einen echten Härtetest dar. Doch nicht nur für Werder-Coach Robin Dutt kommt der Test zum richtigen Zeitpunkt, um neben dem Konditionellen auch taktische und spielerische Abläufe verbessern zu können. Auch für Wacker Innsbruck und Michael Streiter bietet das Spiel die Möglichkeit, die Formkurve nach oben zu korrigieren. Beste Voraussetzungen also für eine spannendes Match.

Alle Highlights der Partie gibt es am Donnerstagabend auf WERDER.TV.

von Marcel Kuhnt