Kloses Kompliment - "Vier-Vier-Zwei" mit Garcia

Santiago Garcia spricht im "Vier-Vier-Zwei" über Mate-Tee, seinen Zwillingsbruder und den Papst (Foto: WERDER.DE).
Profis
Samstag, 20.06.2015 // 14:15 Uhr

Dabei würde "Santi" am liebsten einmal im Leben Urlaub auf Hawaii machen und surfen gehen, wie der 26-Jährige im "Vier-Vier-Zwei"-Interview unmittelbar vor seinem Aufbruch in die spielfreie Urlaubszeit verriet. Vier Fragen zum Persönlichen, vier Fragen zum Sportlichen und zwei außergewöhnliche Fragen! Auch im dritten Teil der Serie nimmt WERDER.DE wieder einen Grün-Weißen genauer unter die Lupe.

Drei Hochzeiten, zwei Kurz-Urlaube auf Mykonos und Sardinien, sowie ein Besuch in der argentinischen Heimat - für Werder-Profi Santiago Garcia ist die Sommerpause ab dem ersten Tag reine Reisezeit. Mit seiner Freundin Carla absolviert der Linksverteidiger momentan eine echte Odyssee.

Vier persönliche Fragen

# Drei Dinge, die ich immer mit ins Trainingslager nehme...

"Mate-Tee, natürlich. Außerdem nehme ich immer typisch argentinische Musik wie Cumbia oder Salsa mit und natürlich einen Computer mit vielen Serien. Schon als ich vor fünf Jahren nach Europa gekommen bin, habe ich damit angefangen. Mittlerweile habe ich bestimmt schon hundert Serien gesehen. Aktuell gucke ich die Serie ‚Scandal‘."

# Einen Tag im Leben tauschen würde ich mit...

"... Joaquin, einem guten Freund von mir, der professioneller Kite-Surfer ist. Er ist immer am Strand, kann das Wetter genießen und hat ein echt schönes Leben (lacht). Ich glaube, ich würde mit ihm tauschen wollen."

# Ohne Mate-Tee ...

"... gibt es für mich kein Leben!"

# Abseits des Fußballs bedeutet Werder...

"Ich finde es schwer, das in Worte zu fassen. Werder ist tatsächlich wie eine Familie, für viele Menschen in Bremen sogar fast wie eine Religion. Das kann man am besten beurteilen, wenn man neu hierher kommt. Bei mir haben sich diese Gefühle schon verselbstständigt. Im Verein wird neben dem Fußball sehr viel für das Soziale in der Stadt getan. Das habe ich selber immer wieder durch Aktionen mitbekommen. Ich denke, Werder ist mit allem was dazugehört sehr, sehr wichtig für die Menschen in Bremen."

Vier sportliche Fragen

# Mein liebstes Tausch-Trikot...

"... ist von Miroslav Klose aus einem Spiel gegen Lazio Rom. Wir haben damals gewonnen und ich habe eine starke Leistung gezeigt. Er ist nach der Partie zu mir gekommen und hat gesagt: ‚Hier ist mein Trikot, du bist ein richtig guter Spieler.‘ Das war vor vier Jahren. Ich war jung und es war ein geiles Gefühl."

# Wenn ich mit meinem Zwillingsbruder die Positionen tauschen müsste...

"... würde mein Bruder (Torwart beim Club Atlético Rosario Central in Argentinien) vermutlich die bessere Figur abgeben. Wir haben tatsächlich mal bei Rosario getauscht. Ich bin als Torwart überhaupt nicht klargekommen und musste nach zehn Minuten raus, mein Bruder hat als Linksverteidiger ein gutes Spiel gemacht."

# Mein fußballerisches Vorbild...

"... war als ich jung war immer Diego Maradona. Ich denke, er ist für alle Argentinier, eigentlich für alle Fußballer auf der Welt, ein Idol. Vielleicht ist er heutzutage ein wenig abgedreht, aber wir Argentinier entschuldigen alles was er sagt oder tut. Er ist unser Gott. Auf meiner Position sind es heute eher Maxwell und Maicon. Ich mag ihre Spielweise sehr."

# Fans sind für mich...

"... sehr, sehr wichtig. Ohne Fans bestünde der Fußball nur aus 22 Leuten, die einem Ball hinterherlaufen. Es gäbe keine Stimmung, es wäre eine komplett andere Welt. Ich glaube nicht, dass man als Spieler das Stadion komplett ausblenden kann. Vielleicht ist man 80, 85 Minuten voll fokussiert, aber fünf bis zehn Minuten pro Spiel reißt einen die Stimmung mit. Da kann man sich nicht gegen wehren."

Zwei außergewöhnliche Fragen

# Mein Lieblingswort auf Deutsch ist...

"... komisch! Das gibt es im Spanischen, zumindest in Argentinien, überhaupt nicht. Es ist einfach ein 'komisches' Wort (lacht)."

# Papst Franziskus ist für mich...

"In meiner Kindheit und Jugend hat die katholische Religion eine große Rolle gespielt. Meine Familie ist durchaus religiös. Ich finde es sehr gut, wofür der Papst sich einsetzt. Er handelt nicht wie ein Papst oder ein Präsident, er spricht nicht formal, sondern wie ein ganz normaler Mensch. Franziskus ist ein Vorbild in meinem Leben."

Notiert von Yannik Cischinsky