Wolf: "Konkurrenzkampf muss dich beflügeln!"

Nach der langen Vorbereitung ist die Vorfreude auf den Rückrunden-Start bei Raphael Wolf groß (Foto: nph).
Profis
Freitag, 30.01.2015 // 10:03 Uhr

WERDER.DE: Wie groß ist die Vorfreude auf den Bundesliga-Start?

In zwei Tagen startet der SV Werder in die Bundesliga! Werders Nummer eins, Raphael Wolf, kann es kaum erwarten. Er brennt auf den Rückrundenstart. Mit WERDER.DE spricht er über erarbeitetes Selbstvertrauen, mentale Stärke und den Konkurrenzkampf mit seinen beiden Torhüterkollegen.

Raphael Wolf: "Sie ist sehr groß! So eine Vorbereitung zieht sich schon extrem hin. Jetzt wird wieder um Punkte gespielt (lacht). Jetzt hat man zumindest einen kleinen Einfluss auf die Schlagzeilen. Wenn wir gewinnen, haben wir alles richtig gemacht!"

WERDER.DE: Rund um die Torhüterposition konnten ja einige Schlagzeilen gelesen werden, wie hast du das verfolgt, der als Nummer eins mitten auf dieser Bühne stand, die da permanent von den Medien ins Rampenlicht gerückt wurde.

Raphael Wolf: "Ja, das war schon eine besondere Vorbereitung! Da gab es einiges zu lesen. Ich konnte mich aber immer auf die Aussagen unserer sportlichen Leitung verlassen. Ich habe das ja schon in einem Interview Mitte der Woche anklingen lassen. Thomas Eichin und Viktor Skripnik haben mich frühzeitig in die Pläne und Gedanken eingeweiht."

Wolf: "Mit den Teamkollegen im Angriffsmodus"

WERDER.DE: „Wolf schlägt zurück" hieß die reißerische Schlagzeile!

Raphael Wolf: "Das ist ja auch völlig in Ordnung, aber ich hätte lieber gelesen „Werder und Wolf schlagen zurück", denn ich bin mit all meinen Teamkollegen im Angriffsmodus. Wir haben intensive Wochen hinter uns, haben auf dem Platz hart gearbeitet. Wir haben einige interessante Neuzugänge. Und die Ergebnisse unter Viktor Skripnik machen uns selbstbewusst! Jetzt wollen wir das fortsetzen, was wir vor der Winterpause begonnen haben."

WERDER.DE: Du hast die Neuzugänge angesprochen, dazu zählen auch zwei neue Torhüterkollegen. Wie ist die Stimmung in diesem Trio!

Raphael Wolf: "Das setzt natürlich neue Impulse. Jeder will sich zeigen, wir sind alle hochkonzentriert im Training. Torwarttrainer Christian Vander fordert einiges ab! Aber die Stimmung ist super. Wir wollen uns auch alle drei neben dem Platz besser kennenlernen und gleichzeitig auf dem Platz Gas geben. Das ist schon eine reizvolle Situation."

WERDER.DE: Kann diese neue Situation auch zur Belastung werden?

Raphael Wolf: "Profisport ist nie einfach. Da musst du mental auf der Höhe sein. Aber genau hier sehe ich ja meine Stärken. Da ist in meinem ersten Jahr zwischen den Pfosten viel drüber geschrieben worden, das war immer ein großes Plus von mir. Konkurrenzkampf muss dich beflügeln, sonst kommst du nicht weit. Ich brenne auf die Rückrunde, ich bin die Nummer eins und werde alles daran setzen, mich immer weiter zu verbessern. Ich bin zu Werder gekommen und habe mich trotz Verletzungsrückschlägen gegen die Konkurrenz durchgesetzt, ich habe mich im Sommer als Nummer eins behauptet und ich weiß, dass man sich in der Bundesliga nie ausruhen kann. Es wird immer Konkurrenz da sein. Wir entwickeln uns nur weiter, wenn auf allen Positionen der Beste spielt und der will ich sein. Man muss das Vertrauen des Trainers spüren, aber man darf keine Garantien erwarten. Das wäre die falsche Denkweise."

WERDER.DE: Gegen Hertha seid ihr im Sommer mit einem 2:2 gestartet! Wie geht es am Sonntag aus?

Raphael Wolf: "Ich tippe auf einen Sieg! Gerade zu Hause waren wir zuletzt bärenstark!"