Werder-Profis zum Freistoßspray: ''Eine gute Idee!''

Ab Ende August wird auch in der Bundesliga weißer Schaum zum Alltag in den Stadien gehören. Die DFL hat die Einführung des Freistoßsprays für die Spielzeit 2014/15 beschlossen (Foto: getty).
Profis
Dienstag, 12.08.2014 // 13:03 Uhr

In der kommenden Saison wird auf dem Rasen im Weser-Stadion und den anderen Plätzen der Bundesliga kräftig gesprüht. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Montag einstimmig beschlossen, dass bei ...

In der kommenden Saison wird aller Voraussicht nach auf dem Rasen im Weser-Stadion und den anderen Plätzen der Bundesliga kräftig gesprüht. Der Vorstand der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat am Montag einstimmig beschlossen, dass bei der Weltmeisterschaft in Brasilien getestete Freistoßspray auch in der Bundesliga einzuführen. Bereits am ersten Spieltag beim Auswärtsduell mit Hertha BSC könnten die Werder-Profis mit dem weißen Schaum in Berührung kommen. Zuvor muss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) allerdings noch letzte Detailfragen klären. Den Schiedsrichtern soll das Spray helfen, die Position des Balles und der Mauer eindeutig zu fixieren. Doch was halten die Profis von einer möglichen Einführung?

WERDER.DE hat mit einigen Grün-Weißen gesprochen und ihre Meinungen zum Freistoßspray zusammengefasst.

Izet Hajrovic: „Ich würde die Einführung für eine gute Idee halten. Bei der WM in Brasilien habe ich damit selbst gute Erfahrungen gemacht. Das Spray sorgt dafür, dass wir als Freistoßschützen den nötigen Abstand der Mauer zugesichert bekommen. Außerdem ist es schnell aufgesprüht und schnell wieder weg - es macht also überhaupt keine Probleme."

Raphael Wolf: „Ich fände das wirklich gut, weil dadurch unterbunden würde, dass der Ball ständig an eine andere Stelle gelegt wird und sich dadurch der Winkel ändert. Darüber gäbe es dann keine Diskussionen mehr. Für mich als Torhüter ist es einfacher, die Mauer zu stellen und festzulegen, wie viele Spieler in der Mauer stehen sollen."

Clemens Fritz: „Die Position der Mauer oder die des Balles wurde schon häufig verändert. Das Freistoßspray ist ein probates Mittel, diese Veränderungen besser zu kontrollieren und hoffentlich auch zu unterbinden. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien hat das gut geklappt. Ich bin sicher, dass es auch in der Bundesliga weiterhelfen würde."

Nils Petersen: „Ich stehe selbst oft in der Mauer und weiß, dass da in der Vergangenheit durchaus der ein oder andere Schritt nach vorne gemacht wurde. Bei der Qualität der Freistoßschützen, ist fast jede Standardsituation eine echte Torchance und wenn die Mauer dann nur sieben und nicht neun Meter weit weg steht, ist das ein Nachteil. Durch das Freistoßspray würde es für den Schiedsrichter einfacher, das zu kontrollieren. Ich hoffe, dass wir davon profitieren werden."

Fin Bartels: „Ich bin kein großer Standardspezialist und bisher haben wir im Training damit auch noch nicht geübt, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es den Schützen ein bisschen irritiert. Ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren. Vor der Mauer halte ich das Spray dagegen für sehr sinnvoll."