Schnelles Comeback oder Rückkehr auf Raten?

Dritter Streich in drei Monaten: Erst die Hochzeit, dann das Kind - und jetzt das sportliche Comeback? (Foto: nph)
Profis
Mittwoch, 26.11.2014 // 17:59 Uhr

Philipp Bargfrede ist zurück. Über ein halbes Jahr lang konnte der 25-Jährige kein einziges Mannschaftstraining absolvieren, doch am letzten Donnerstag stieg Bargfrede wieder ein. Was in der Vorbereitung auf das ...

Philipp Bargfrede ist zurück. Über ein halbes Jahr lang konnte der 25-Jährige kein einziges Mannschaftstraining absolvieren, doch am letzten Donnerstag stieg Bargfrede wieder ein: zurück auf dem Platz, zurück bei den Mitspielern und vor allem mitten unter ihnen. Was in der Vorbereitung auf das Nordderby noch eine Randnotiz war, wird im Hinblick auf das Duell mit Liganeuling Paderborn am kommenden Samstag (ab 15.15 Uhr im Tipico-Ticker auf WERDER.DE) immer wichtiger.

Denn angesichts der verletzten und gesperrten Akteure wäre eine Rückkehr des Mittelfeldmotors für das Team ein positives Signal. „Ich habe keinerlei Probleme und es wird von Tag zu Tag besser", berichtet Bargfrede gegenüber WERDER.DE, schränkt jedoch zugleich ein: „Natürlich ist es ein großer Unterschied zwischen den Reha-Einheiten und dem normalen Training. Zwischen Training und Pflichtspiel ist es dann noch ein weiterer Sprung. Es ist also zu früh, eine Prognose bezüglich Samstag abzugeben, da ich erst drei, vier Einheiten gemacht habe und sehr lange draußen war."

Doch auch in der Vergangenheit kam der gebürtige Zevener mit nur kurzer Anlaufzeit zurück. So zum Beispiel vergangene Saison, als er nach 152 Tagen Pause aufgrund seines Außenmeniskusrisses nur wenige Einheiten nach der Trainingsrückkehr wieder in der Bundesliga auflief - und beim 4:4 in Hoffenheim sogar den eminent wichtigen Ausgleichstreffer in der Schlussminute beisteuerte. Es war sein allererster Treffer im Fußball-Oberhaus.

Allerdings bleibt auch Coach Viktor Skripnik vorsichtig. „Es ist die eine Sache, wieder schmerzfrei laufen zu können, aber eine gänzlich andere über 90 Minuten Zweikämpfe zu führen, zu grätschen, sich wieder aufzurappeln", so der Cheftrainer. Gleichzeitig machte er deutlich: „Ich wäre froh, wenn er wieder auflaufen kann. Ob das schon Samstag ist, müssen wir abwarten." Wie vormittags ließ Bargfrede auch bei der Nachmittagseinheit keine Zweifel daran aufkommen, dass das mit der Zweikampfführung schon wieder ganz gut klappt.

Von Yannik Cischinsky