Werder testet bei "Fast-Aufsteiger"

Vor sechs Monaten gab es das Duell zuletzt: Damals gewannen Elia und Co. mit 2:1 in Osnabrück. (Foto: nph)
Testspiel
Freitag, 12.07.2013 // 16:41 Uhr

Kaum eine Verschnaufpause für die Grün-Weißen! Nach der Rückkehr aus dem Zillertal wartet auf den SV Werder am kommenden Sonntag, 14.07.2013, bereits das ...

Kaum eine Verschnaufpause für die Grün-Weißen! Nach der Rückkehr aus dem Zillertal wartet auf den SV Werder am kommenden Sonntag, 14.07.2013, bereits das vierte Testspiel innerhalb von zwölf Tagen. Um 18 Uhr (ab 17.45 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE und live bei WERDER.TV) ist das Team von Robin Dutt zu Gast beim VfL Osnabrück in der osnatel ARENA. Mit den Niedersachsen bekommt es Werder mit keinem Geringen als dem Drittplatzierten der vergangenen Drittligasaison zu tun. Dort scheiterte der VfL erst in der Relegation gegen Dynamo Dresden und verpasste damit den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse.

In der neuen Spielzeit will das Team von Maik Walpurgis aber erneut angreifen und hat sich auf einigen Positionen verstärkt. „Das wird die nächste größere Aufgabe. Der VfL Osnabrück ist wieder ein Team, das deutlich früher als wir in den Punktspielbetrieb startet. Und generell sind Drittligisten auch zu starken Auftritten fähig. Dennoch wollen wir erfolgreich spielen", äußerte sich Dutt kurz vor der Abreise aus dem Zillertal. Gegen den frischgebackenen Regionalligisten KFC Uerdingen bestätigten die Niedersachsen diese Annahme und wussten zu überzeugen - 4:0 hieß es am Ende für den VfL.

Letztes Pflichtspiel-Duell 1980/81

Niedergeschlagen: VfL-Offensivmann Gaetano Manno nach dem verpassten Aufstieg gegen Dynamo Dresden. (Foto: nph)

Und auch die lila-weißen Anhänger werden sicherlich wieder zu einer erfolgreichen Saison beitragen wollen und ihr Team schon in der Vorbereitung gut unterstützen. Bislang konnten für den Test gegen Werder zwar erst rund 1.200 Tickets abgesetzt werden, insgesamt rechnet der VfL aber mit circa 5.000 Zuschauern. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams, welches erst sechs Monate zurückliegt, war der Besucherandrang ähnlich. Beim 2:1-Testspielsieg des SVW im Januar dieses Jahres fanden knapp 4.500 Fans den Weg in die Arena. Trotz der zu erwartenden Osnabrücker Unterstützung möchte Dutt das Spiel gewinnen, auch wenn er weiß, wie schwer das werden kann: „Man muss die Partie einordnen können. Nach meinen Erfahrungen müsste das Team jetzt nach zwei Wochen Vorbereitung in der Lage sein, 30 Minuten hohes Tempo zu spielen. In zwei Wochen wollen wir 60 Minuten Vollgas gehen können und zum Ligastart in vier Wochen muss das über die gesamte Spielzeit möglich sein."

So zeitlich nah das letzte Testspiel beider Mannschaften auch zurückliegt, so weit hinten muss man in der Historie kramen, ehe der treue Anhänger auf Daten zum letzten Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel trifft. Am 26. Spieltag der Saison 1980/81 standen sich die norddeutschen Klubs gegenüber: Werder gewann damals in Osnabrück mit 4:1 und stieg am Ende der Saison, nach dem einzigen Zweitligajahr der Geschichte, umgehend wieder in die erste Liga auf. Bis heute spielten der VfL und der SVW achtmal gegeneinander. Fünfmal siegten die Grün-Weißen, zwei Partien gingen verloren und einmal trennten sich die Vereine unentschieden.

Zu Ehren des Präsidenten

Mit vollem Einsatz im Januar 2013 dabei: Werders Zlatko Junuzovic. (Foto: nph)

Eine Partie zwischen Werder und Osnabrück bedeutet also auch immer alte Zeiten aufleben zu lassen. Mit der saisonvorbereitenden Partie geht trotz Freude aber in diesem Jahr auch Trauer einher: Im Zuge des 100-jährigen Jubiläums der Piepenbrock Unternehmensgruppe hatte Osnabrück das Testspiel gegen den Bundesligisten aus Bremen auf die Beine gestellt. Das traditionsreiche Duell wird allerdings durch den Tod des ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafters Hartwig Piepenbrock überschattet. Piepenbrock war zwischen 1977 und 1996 als Präsident des VfL Osnabrück im Einsatz und verstarb vergangene Woche im Alter von 76 Jahren.

Auch zu Ehren des ehemaligen Präsidenten wird das Osnabrücker Team alles in die Waagschale werfen, um durch eine gute Leistung das Schaffen Piepenbrocks in all den Jahren zu würdigen.

von Marcel Schmidt