"Wir sind so reif wie die anderen!"

Ein wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen: Werders Zlatko Junuzovic und Assani Lukimya (Foto: nph).
Profis
Sonntag, 28.07.2013 // 18:56 Uhr

Die Generalprobe ist geglückt! Werder gewinnt zum Abschluss eines mutmachenden Tags der Fans 2013 mit 1:0 (0:0) gegen den englischen Premier-League-Klubs FC Fulham und geht mit Rückenwind in die ...

Die Generalprobe ist geglückt! Werder gewinnt zum Abschluss eines mutmachenden "Tag der Fans 2013" mit 1:0 (0:0) gegen den englischen Premier-League-Klub FC Fulham und geht mit Rückenwind in die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspielstart. Nach der Partie äußerten sich die Werder-Profis zu folgenden Themen:

Einordnung des Sieges gegen Fulham

Robin Dutt: „Wir haben für die letzten beiden Spiele ergebnisorientiert gearbeitet, das heißt, die Trainingsbelastung darauf ausgerichtet. Wir haben heute knappe zwei Chancen zugelassen, viel Ballbesitz gehabt, gutes Pressing gespielt und ansprechende Pässe in die Tiefe gespielt. Es ist ein kleines Erfolgserlebnis, mehr nicht. Es wäre schön, wenn wir auch weiterhin so verteidigen wie heute. Aber ich bin auch ganz sicher, dass nach diesem Spiel heute keiner abhebt."

Thomas Eichin: „Fulham konnte sicher nicht so ein Tempo gehen, wie sie es gerne wollten. Wir bewerten die Partie nicht über. Wir standen gut in unserer Ordnung, wir hatten viele Chancen. Wir wollten ergebnisorientiert spielen, kein Tor zulassen und das ist aufgegangen. Wir können heute zufrieden sein, müssen aber schon morgen wieder analysieren und an Verbesserungen arbeiten."

Clemens Fritz: „Das war ein schöner Abschluss eines tollen Tages. Wir haben bei hohen Temperaturen ein sehr laufintensives Spiel geliefert. Wir haben die Kraft dazu. Das kann uns ja in Saarbrücken auch erwarten. Wir haben den Gegner früh unter Druck gesetzt und daraus Chancen kreiert und auch das Tor geschossen. Aber natürlich ist auch noch nicht alles gut. Fulham war heute körperlich noch nicht so weit wie wir, aber sie waren auch kein Fallobst."

Aaron Hunt: „Wir können das gut einschätzen, was heute hier passiert ist. Fulham war sicher noch nicht so weit. Sie starten erst eine Woche später ihre Pflichtspielsaison. Aber wir haben wieder wichtige Erkenntnisse gesammelt. Wir sind in der Lage unser Spiel durchzuziehen. Das wird uns weiter Selbstvertrauen geben."

Nils Petersen: „Die Generalprobe ist geglückt. Schön, dass wir die Vorbereitung mit einem Erfolgserlebnis abschließen konnten. Das hilft, um in der nächste Woche in Ruhe arbeiten zu können."

Stand der Vorbereitung

Robin Dutt: „Wir sind so reif, wie die anderen Teams auch. Es kann nicht die Rede davon sein, dass wir jetzt an den Details arbeiten. Wir haben einen Plan für das ganze Jahr. Wir müssen weiterhin am großen Ganzen arbeiten. Es gibt noch sehr viel zu tun."

Thomas Eichin: „Wir sind da, wo man sein muss. Wir können noch eine Woche arbeiten. Wir haben in sehr kurzer Zeit, sehr viel einstudiert und trainiert. Vieles davon konnte man heute schon sehen."

Clemens Fritz: „Wir müssen ganz realistisch sein. Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viel probiert, haben ein neues System, einen neuen Trainerstab. Heute konnten wir sehen, dass wir in die richtige Richtung unterwegs sind, aber noch lange nicht angekommen sind. Dennoch tun Siege gut und wenn sie, wie jetzt auch zwei Mal zu Null gelingen, stärkt uns das."

Aaron Hunt: „Wir können sehen, dass es Stück für Stück bergauf geht. Ich bin sicher, dass wir nächste Woche voll da sind, wenn wir die nächsten Tage weiter konzentriert arbeiten."

Nils Petersen: „In Saarbrücken sind wir bei 100 Prozent. Ich habe ein sehr gutes Gefühl."

Über die pessimistischen Werder-Prognosen der Medien

Nils Petersen: „Wir haben 13 Bundesliga-Spiele in Folge nicht gewonnen und in der Vorbereitung ein paar Niederlagen hinzugefügt, da kann man das nachvollziehen. Wichtig ist, dass die Mannschaft ein gutes Gespür hat, wie gut gearbeitet wurde. In den letzten beiden Spielen konnten wir die Prognosen sicher etwas verändern."

Robin Dutt: „Es ist ja meistens so, dass die angekündigten Tabellenletzten fast nie ganz hinten landen, insofern ist das nicht wichtig. Wir müssen alle richtig einschätzen. Die Stimmung war nicht schlecht nach den Niederlagen und sie ist jetzt nicht euphorisch nach den beiden Siegen. Fakt ist, wir haben auch mit diesem Sieg heute noch nicht die 2. Runde im Pokal erreicht und auch noch keine drei Punkte in der Bundesliga eingefahren."

Chancenverwertung und Standards:

Aaron Hunt: „An der Chancenverwertung müssen wir sicher noch arbeiten. Wir hatten viele Ecken, nach denen wir große Chancen bekommen haben. Leider ist keiner reingegangen. Daran müssen wir sicher noch arbeiten."

Clemens Fritz: „Wir hatten eine gute Spieleröffnung, allerdings müssen wir weiterhin an unserer Chancenverwertung arbeiten. Damit können wir nicht zufrieden sein."

Nils Petersen: „An der Chancenverwertung können wir noch schrauben. Ich bin sicher, dass der Knoten bald platzt. Es ist jetzt schon so, dass Elli (Elia) und Marko (Arnautovic) im Training die Netze kaputt schießen. Das wird auch bald im Spiel klappen."

Thomas Eichin: „Ich fand unsere Standrads heute sehr ansprechend. Wir müssen sie jetzt noch verwerten. Aber nach den Ecken war immer Gefahr im Strafraum von Fulham. Das sind ja auch keine kleinen Jungs, trotzdem waren wir immer am Ball."

Über den Torschützen Petersen:

Nils Petersen: „Jedes Tor tut mir gut, ob gegen einen Kreisligisten oder gegen den FC Fulham. Ich merke, dass ich wieder mehr Torgefahr ausstrahlen kann, dass ich wieder in die entscheidenden Situationen komme. Außerdem ist es auch wichtig für die Mannschaft, dass sie wieder Vertrauen zu mir aufbauen kann, dass sie merkt, da geht bei dem Petersen wieder etwas.

aus dem Weser-Stadion berichten Michael Rudolph, Timo Volkmann und Marcel Schmidt.