Als 'glücklicher Sieger' zum Gewinner des Spieltags

Die Mannschaft feiert gemeinsam mit den Fans vor dem Auswärtsblock den 2:1-Sieg (Foto: nph).
Profis
Sonntag, 30.03.2014 // 23:40 Uhr

„Die Nummer eins im Norden sind wir", hallte es aus dem Bremer Fanblock in der HDI-Arena, als Schiedsrichter Markus Schmidt die Partie gegen Hannover 96 abpfiff. Umgehend liefen die ...

„Die Nummer eins im Norden sind wir", hallte es aus dem Bremer Fanblock in der HDI-Arena, als Schiedsrichter Markus Schmidt die Partie gegen Hannover 96 abpfiff. Umgehend liefen die Werder-Profis zu ihren Anhängern, um einen ganz wichtigen Sieg zu feiern. Ein Sieg, bei dem am Ende, neben einer kämpferisch und spielerisch starken Leistung, auch das Glück auf Werders Seite war.

„Heute sind wir in doppelter Hinsicht der glückliche Sieger. Hätte Hannover am Ende gewonnen, wäre es nicht unverdient gewesen. Aber damit möchte ich die Leistung meiner Mannschaft in keinster Weise schmälern. Wir haben in der ersten Halbzeit einige Dinge sehr ordentlich gemacht, sind aber ärgerlicherweise mit einem Rückstand in die Pause gegangen. In der zweiten Halbzeit wurde Hannover stärker, aber wir haben uns immer gewehrt und gezeigt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten", lobte Cheftrainer Robin Dutt eine abermals tadellose Mentalität seiner Mannschaft.

Trotz der Tatsache, dass die Grün-Weißen zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt kurz vor der Pause einen Treffer kassierte, gab sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt auf. Eine Einstellung, die nach Abpiff der Partie auch Werders Geschäftsführer Sport, Thomas Eichin, lobend in den Vordergrund stellte. „Wir haben sehr gut gespielt. In erster Linie haben wir vor allem über die Zweikämpfe in die Partie gefunden und an Sicherheit in unseren Aktionen gewonnen. Das sind solche Spiel, bei denen du nicht nachlassen darfst, und das haben wir nicht. Das war extrem wichtig."

Was die Bremer Spieler und Verantwortlichen zum Abschluss des 28. Spieltags noch zum Spielverlauf sagten, welche Bedeutung dieser Sieg für die kommenden Aufgaben und für die Moral hat, können Sie den folgenden Stimmen, die WERDER.DE aus der Mixed Zone notiert hat, entnehmen.

Zum Spielverlauf:

Clemens Fritz: „Ich denke, wir waren von Anfang an gut im Spiel. Wir waren wach, haben Hannover unter Druck gesetzt und uns gute Möglichkeiten herausgearbeitet. Wir waren immer wieder gefährlich, sind dann aber eher unglücklich in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit haben wir schließlich Moral bewiesen. Natürlich gehört da auch ein Quäntchen Glück dazu. Es war jedoch deutlich zu sehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten."

Raphael Wolf: „Das war ein verdienter Sieg. Man hat gesehen, dass wir auf dem Punkt genau gut eingestellt waren. Wir haben uns viel vorgenommen. Davon hat auch vieles gut geklappt, einiges müssen wir aber noch verbessern. Es war ein Schritt nach vorne."

Zlatko Junuzovic: „Wir waren heute die bessere Mannschaft. Hannover war überwiegend über Standards gefährlich. Wir haben den Ausgleich dann spielerisch erzwungen. Das zweite Tor war natürlich etwas glücklich, aber verdient. Wir haben uns das Glück erzwungen. Gegen Wolfsburg hatten wir das nicht. Wir waren entschlossen und wollten was mitnehmen."

Elia: „Ich freue mich über diesen Erfolg. Wir haben sehr gut gespielt, der Sieg ist wichtig. Der Trainer hat in der Halbzeitpause gesagt, dass so weiter machen müssen wie in der Ersten. Am Ende haben wir das Spiel gedreht und gewonnen. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und so weiter machen."

Eichin: „Wir haben sehr, sehr gut gespielt. Das war ein richtig schwieriges Spiel, aber wir haben nicht nachgelassen. Zuletzt wurden wir häufig für unsere Spielweise kritisiert. Heute haben wir gezeigt, dass wir es können."

Prödl: „Unser Leitsatz war vor der Partie, dass wir den Abstand nach unten vergrößern wollten. Heute haben wir das Spiel dominiert, waren agiler und aktiver. Das war ein hartes Stück Arbeit und sehr intensiv für den Kopf."

Zur Moral der Mannschaft:

Robin Dutt: „Wir haben eine ganz tolle Moral, wissen um unsere Rückschläge. Wir schaffen es immer wieder, bei Null und mit einem freien Kopf in den Spieltag reinzugehen. Das ist eine große Qualität, die diese Mannschaft hat. Das freut mich unglaublich für sie."

Aaron Hunt: „Wir haben als Team eine große Mentalität und einen guten Charakter, das ist unser großes Plus. Wir schaffen es immer wieder, voll da zu sein, wenn wir sehr unter Druck stehen. In diesen Spielen ist das unser größter Trumpf."

Zlatko Junuzovic: „Wir müssen den Druck immer hoch halten. Bei aller Kritik sind wir eine Mannschaft, die unter Druck bestehen kann. Wir haben da einen Vorteil gegenüber den anderen Teams."

Zur Bedeutung des Siegs für die kommenden Aufgaben:

Prödl: „Heute waren wir der Gewinner des Spieltags. Bei den letzten beiden Spieltagen waren wir der Verlierer des Spieltags. So ist der Abstiegskampf und wir tun gut daran, an diese Leistung anzuknüpfen."

Clemens Fritz: „Wir sind immer noch im Abstiegskampf, das dürfen wir nicht vergessen. Wir haben ein sehr schwieriges Restprogramm. Wir müssen bis zum Ende kämpfen. Dennoch nehmen wir dieses positive Gefühl von heute gerne für die nächsten Aufgaben mit."

Aaron Hunt: „Das war ein sehr wichtiger Sieg, weil wir gegen einen direkten Konkurrenten gespielt haben. Die anderen Ergebnisse waren nicht so optimal für uns. Wir sind noch nicht durch, es ist alles noch sehr eng. Wir haben ein schweres Restprogramm vor der Brust. Der Sieg heute war jedoch ein Schritt in die richtige Richtung."

Raphael Wolf: „Wir habe eine wichtigen Schritt gemacht. Es sind noch sechs Spiele. Da müssen wir sehen, dass wir die Konkurrenz auf Abstand halten. Für uns ist es ganz wichtig und entscheidend, dass wir im Verein viel Ruhe haben und viel Sicherheit auch von außen bekommen. Der Verein, die Geschäftsstelle, die Stadt stehen hinter uns. Das spürt man. Wir bekommen immer tolle Unterstützung von den Fans. Was die heute gemacht haben, war wieder einmal bemerkenswert. Das bringt Spaß."

Robin Dutt: „Für uns war das ein wichtiger Spieltag. Wir haben jetzt etwas mehr als ein kleines Polster Abstand auf die gefährlichen Positionen. Das ist aber noch keine Sicherung. Mit solch einem Sieg im Rücken habe ich auch die Hoffnung, dass wir noch ein, zwei Spiele gewinnen. Wir glauben auch daran."


aus der HDI-Arena berichten Timo Fresen und Timo Volkmann