2:3 - Werder scheitert knapp gegen den holländischen Meister

Profis
Freitag, 19.07.2013 // 23:18 Uhr

Der SV Werder Bremen hat am Freitagabend vor rund 7.146 Zuschauern gegen den holländischen Eredivise-Serienmeister Ajax Amsterdam mit 2:3 (0:2) verloren und damit die dritte Niederlage der Vorbereitung einstecken müssen. In der gut besuchten MEP-Arena in Meppen verkauften sich die Grün-Weißen gut, kassierten die Tore aber nach individuellen Fehlern.

Der SV Werder Bremen hat am Freitagabend vor rund 7.146 Zuschauern gegen den holländischen Eredivise-Serienmeister Ajax Amsterdam mit 2:3 (0:2) verloren und damit die dritte Niederlage der Vorbereitung einstecken müssen. In der gut besuchten MEP-Arena in Meppen verkauften sich die Grün-Weißen gut, kassierten die Tore aber nach individuellen Fehlern.

„Wir haben eigentlich gut gestanden, dann aber zwei unglückliche Gegentore kassiert. Es war heute viel Licht und auch viel Schatten dabei, aber dafür haben wir auch wieder viel ausprobiert und Ajax ist keine 0815 Mannschaft. Die haben die beste Formation aufgeboten", resümierte Geschäftsführer Thomas Eichin. Robin Dutt dazu: „Die Ergebnisse sind nicht so auschlaggebend, wir sind auf einem guten Stand. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir das gut gemacht, kassieren die Tore nach eigenen Fehlern. Am Ende hätte ich den Jungs noch den Ausgleich gegönnt."

Felix Kroos (hier im Zweikampf mit Bojan Krkic) lief gegen Amsterdam neben Cedrick Makiadi im defensiven Mittelfeld auf.

Das internationale Testspiel mit Europapokal-Charakter begann zunächst mit einem vorsichtigen Abtasten beider Mannschaften. Ajax hatte zwar schon früh mehr Ballbesitz und versuchte die Bremer unter Druck zu setzen, doch Werders Abwehr stand gut positioniert und wartete geduldig auf den Fehler der Holländer um schnelle Konter einleiten zu können. Die erste Chance hatte dann aber doch der Champions League-Teilnehmer: Nach einem Durcheinander im Bremer Strafraum fiel der Ball vor die Füße von Bojan Krkic, der aus knapp 10 Metern über das Tor zielte (9.).

Das erste offensive Lebenszeichen des SV Werder gab Aaron Hunt ab. Dessen Schuss aus halbrechter Position verfehlte das Tor nur knapp. Doch auch in der Folge blieb Ajax Amsterdam das Team mit den besseren Chancen. Vor allem über Viktor Fischer liefern immer wieder gefährliche Angriffe. Die Mannschaft von Robin Dutt schaffte es hingegen nicht, die kompakt stehende Hintermannschaft zu durchdringen, zu oft fehlte die Genauigkeit im Passspiel. Viele Ballverluste im Mittelfeld verursachten gute Konterchancen für die Mannschaft von Trainer Frank de Boer.

Nach dem Abseits-Treffer von Eriksen erzielte Blind in der 39. Minuten dann die 1:0-Führung für Ajax. Nach scharfer Hereingabe von Bojan Krkic hatte Daley Blind aus kurzer Distanz keine Mühe den Ball im Gehäuse unterzubringen. Und auch das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten: Dieses Mal war es Krkic selbst, der aus halbrechter Position zum Abschluss kam und platziert ins lange Eck traf. Dann war Pause.

Der Champions-League-Teilnehmer aus Amsterdam hatte am Freitag einmal mehr Grund zum Jubeln.

ach dem Seitenwechsel zeigte sich Werder deutlich stabiler als und zeigte schon früh gute Offensivaktionen, die aber nicht genutzt werden konnten. Als Robin Dutt nach einer Stunde gleich sieben Wechsel auf einmal vornahm, dachte jeder, dass der Faden nun gänzlich reißt. Doch die neue Elf war frisch und spielte gefällig nach vorne. Die klaren Chancen ließen zwar noch etwas auf sich warten, aber nach einigen vielversprechenden Spielzügen war es in der 84. Minute soweit: Den Schuss von Füllkrug konnte Vermeer nur abklatschen lassen, Akpala war zur Stelle und netze ein – nur noch 1:2. Der dänische Nationalspieler Christian Eriksen nahm dem SVW nur wenig später dann aber jede Hoffnung. Völlig allein vor dem Werder-Tor ließ er dem weit aufgerückten Mielitz keine Chance und verwandelte zum 3:1 (88.). Den Schlusspunkt setzte Petersen dann mit seinem Treffer zum 2:3 in der Schlussminute.

Aaron Hunt ärgerte sich vor allem über die Gegentore: „Bis zum ersten Treffer haben wir das gut gemacht. Dann verlieren wir einen entscheidenden Zweikampf und kassieren daraus ein Tor. Das hat uns dann einfach aus der Bahn gebracht. In der zweiten Halbzeit haben es dann die Spieler besser gemacht als wir in der ersten Hälfte", so der Vizekapitän. „Wir brauchen einfach Zeit bis es bei jedem einzelnen Spieler drin ist. Die Niederlage ist jetzt kein Weltuntergang, alle Teams sind an einem anderen Stand der Vorbereitung."