1:3 auf Schalke: Ganz bittere Niederlage kurz vor Schluss

Samstag, 09.11.2013 // 19:16 Uhr

War das bitter! Trotz einer verdienten Pausenführung, die Felix Kroos mit seinem ersten Bundesliga-Tor überhaupt besorgt hatte (22.), verlor Werder Bremen am Samstagnachmittag beim FC Schalke 04....

War das bitter! Trotz einer verdienten Pausenführung, die Felix Kroos mit seinem ersten Bundesliga-Tor überhaupt besorgt hatte (22.), verlor Werder Bremen am Samstagnachmittag beim FC Schalke 04 in dessen ausverkaufter Arena schlussendlich mit 1:3 (1:0). Trotz Kevin-Prince Boatengs Kopfball-Ausgleichstreffer (64.) hielten effektiv und diszipliniert auftretende Grün-Weiße den vielen Angriffen der Königsblauen in der Schlussphase lange stand, ehe Boateng nur wenige Minuten vor dem Schluss wiederum per Kopf das Spiel zu Ungunsten der Bremer entschied (86.). Der eingewechselte Jefferson Farfan sorgte in der Nachspielzeit für den Endstand.

Cheftrainer Robin Dutt vertraute in seiner Startformation den gleichen elf Spielern, die auch schon am vergangenen Sonntag das Heimspiel gegen Hannover 96 begonnen hatten. Und die Grün-Weißen knüpften mit einigem neuen Selbstvertrauen an die fulminante Energieleistung der Vorwoche an. Allen voran in der Defensive agierten die Bremer hochkonzentriert, verteidigten konsequent und aufmerksam, hielten denn Ball größtenteils von der eigenen Gefahrenzone entfernt.

Felix Kroos gelingt sein erstes Bundesliga-Tor

Werders Innenverteidiger Assani Lukimya im Zweikampf mit Adam Szalai (Foto: nph).

Zwar konnten die Königsblauen in den ersten 45 Minuten der Partie insgesamt nur wenig konstruktive Akzente in der Offensive setzen, dennoch sollten auch sie zu Torchancen kommen. Am Ende des ersten richtig gut vorgetragenen Spielzuges zeichnete sich Werder-Torhüter Sebastian Mielitz einmal mehr in dieser Saison exzellent aus, als er Julian Draxlers gut 18 Meter vor dem Tor abgegebenen, zielgenauen Abschluss aus dem Eck fischte (17.).

Kurz darauf wurde sein ganzes Können noch einmal ungewollt vom eigenen Innenverteidiger Luca Caldirola auf Herz und Nieren geprüft (21.). Das Tempo der Partie hatte merklich zugenommen und genauso gedankenschnell wie hinten sein Torwart reagierte sogleich Felix Kroos, indem er erst Sascha Neustädter an der Schalker Strafraumgrenze den Ball abluchste, nach innen einharkte und abgezockt zum 1:0 aus Gästesicht ins rechte Eck schlenzte (22.). Werder hatte sich diese Führung und Kroos sein erstes Bundesliga-Tor redlich verdient. Ihnen gegenüber standen elf durchaus beeindruckte Königsblaue. Einen Schritt zu spät kam Zlatko Junuzovic, nachdem Cédric Makiadi über rechts kommend scharf in die Mitte gepasst hatte, S04-Schlussmann Hildebrand allerdings noch rechtzeitig zur Stelle war (30.). Gleiches gelang Hildebrand gegen Eljero Elias guten Versuch (33.).

Trotz großer Gegenwehr - Boatengs Kopfbälle drehen die Partie

Schalkes zweifacher Torschütze Boateng im intensiven Duell mit Cédric Makiadi (Foto: nph).

Durchatmen hieß es in der Schlussphase eines intensiven ersten Durchgangs: Nicht nur für Linksverteidiger Santiago Garcia, der nah an der Gelb-Roten-Karte wandelte und von Robin Dutt vorsichtshalber ausgewechselt wurde (41.), sondern auch bei Adam Szalais nur äußerst knapp das Tor verfehlenden Schusses aus elf Metern (43.). In der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff besaßen die Schalker Ballbesitzhohheit, fanden aber kein richtiges Mittel, um Werders Defensiv-Achse aus den Angeln zu hebeln. Auf der Gegenseite hatte Elia dann nach Hildebrands Fehler urplötzlich die richtig große Gelegenheit, Werder sogar mit 2:0 in Führung zu bringen. Doch der Niederländer rutschte auf dem Weg zum Tor aus (60.).

Doppelt ärgerlich, denn nur vier Minuten darauf mussten die Grün-Weißen den Ausgleich hinnehmen. Der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Kevin-Prince Boateng köpfte Draxlers feine Vorbereitung gegen Mielitz' Laufrichtung ins Netz (64.). Aber die Bremer verfielen ob des Gegentreffers nicht in Lethargie. Auf dem Rasen der Schalker Arena beeindruckte die gesamte Werder-Mannschaft durch ihr riesiges Pensum sowie unermüdlichen Kampf und Willen. Die Partie war temporeich und bis weit in die Schlussphase offen, was ihren letztendlichen Ausgang anbelangte. Als die Uhr schon weit fortgeschritten war, sollte jedoch unglücklicherweise der FC Schalke das bessere Ende für sich beanspruchen. Christian Fuchs hohe Flanke fand erneut Boateng, der abermals per Kopf den Bremern ein zweites, entscheidendes Gegentor beibrachte (86.). Der eingewechselte Jefferson Farfan legte nach einem Konter in der Nachspielzeit auch noch den bitteren 1:3-Endstand aus Gästesicht nach.

von Maximilian Hendel


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