Keine Punkte in der Hauptstadt - 2:3 gegen Hertha

Bundesliga
Freitag, 13.12.2013 // 22:28 Uhr

Zwei Auswärtstore und doch keine Punkte. Werder Bremen hat die Partie beim Aufsteiger Hertha BSC mit 2:3 (2:2) verloren. Für die Grün-Weißen besorgte Nils Petersen die Führung (15.), aber ein Doppelschlag von Adrian Ramos ...

Zwei Auswärtstore und doch keine Punkte. Werder Bremen hat die Partie beim Aufsteiger Hertha BSC mit 2:3 (2:2) verloren. Für die Grün-Weißen besorgte Nils Petersen die Führung (15.), aber ein Doppelschlag von Adrian Ramos (17./26.) brachte die Berliner wieder in Front. Trotz des Ausgleichs von Aaron Hunt (32.) gewann Hertha durch das Tor von Ronny (48.) kurz nach Wiederanpfiff.

Eine Viertelstunde brauchten beide Mannschaften im nebligen und nasskalten Berliner Olympiastadion um warm zu werden. Doch einmal heiß gelaufen, ging es schlagartig hoch her. Mit der allerersten Chance des Spiels sorgte Werder gleich für den ersten Torjubel. Einem schönen Dribbling von Cedrick Makiadi folgte der Pass von Aaron Hunt in den Rückraum auf Nils Petersen. Werders Top-Torjäger vollstreckte mit einem wuchtigen Distanzschuss zum 0:1 (15.).

Der Ausgleichstreffer zum 2:2 von Aaron Hunt, der sein 200. Bundesliga-Spiel für Werder absolvierte. (Foto: NPH)

Doch keine Minute später stellte sich Theodor Gebre Selassie, der den am Oberschenkel verletzten Clemens Fritz als Rechtsverteidiger ersetzte, im Zweikampf mit Per Skjelbred im Sechzehner sehr ungeschickt an. Die logische Konsequenz: Elfmeter für Hertha. Adrian Ramos ließ sich diese Chance nicht entgehen und versenkte flach zu seinem 9. Saisontor. (17.) Jetzt brannte das Olympiastadion förmlich. Mit dem Wiederanstoß hatte Elia eine Riesenchance zur erneuten Bremer Führung. Nach Flanke von Santiago Garcia köpfte der Holländer nur Zentimeter über die Latte. Franco di Santo, der auf dem linken Flügel wirbelte, sorgte mit einem Flachschuss aufs kurze Eck für die nächste gute Bremer Chance (23.). Doch statt eines zweiten Werder-Treffers, gab es das zweite Tor für die Hauptstädter - und das zweite für Adrian Ramos. Der Kolumbianer setzte sich gegen Luca Caldirola durch und netzte in der 26. Minute zum 2:1 ein.

Gut zehn Minuten nach der Auswärtsführung war Werders Super-Start in die Partie wieder passé. Doch wer glaubte, Hunt, Garcia und Co. ließen nach dem Rückschlag die Köpfe hängen, wurde eines Besseren belehrt. Ein astrein vorgetragener Konter bescherte den erneuten Ausgleich. Dieses Mal legte Petersen für Hunt auf. Der Kapitän grätschte in seinem 200. Bundesliga-Spiel das Leder in die Maschen (32.) zum 2:2. Es war wieder alles offen in dieser feurigen Begegnung.

8.000 Werder-Anhänger unterstützten die Grün-Weißen in Berlin. (Foto: NPH)

Und das Auf und Ab in der Gefühlswelt der 8.000 mitgereisten Werder-Fans setzte sich auch in Durchgang zwei fort. Nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel staubte Herthas Spielmacher Ronny zum 3:2 ab. Zuvor hatte Raphael Wolf einen Kopfball noch von der Linie kratzen können, doch gegen Ronnys Nachschuss konnte auch der Bremer Keeper nichts mehr ausrichten. Der dritte Gegentreffer gab den Werderanern offenbar zu denken: Das Team von Robin Dutt musste sich einige Minuten sammeln.

In dieser Phase passte bei keinem Team offensiv viel zusammen. Es war stattdessen ein kampfbetontes, enges Match mit energischen Zweikämpfen und zähem Spielfluss. Die einzigen nennenswerten Chancen hatten Herthas Fabian Lustenberger, dessen Schuss aber abgeblockt wurde (61.), und Marcel Ndjeng, der knapp am Kasten von Wolf vorbeizog (71.).

Werder wachte erst eine Viertelstunde vor dem Ende wieder auf: Caldirola versuchte es mit einer artistischen Direktabnahme. Der italienische Innenverteidiger schoss aber über das Tor. Es war der Startschuss für ein allerletztes Aufbäumen der Bremer. Ein Freistoß von Hunt, der gegen Hertha die Kapitänsbinde trug, lenkte Keeper Thomas Kraft mit großer Mühe an den Innenpfosten, auf der Linie rettete Leven Kobiashvilli (88.). Trotz fünfminütiger Nachspielzeit blieb es aber beim Ergebnis. Werder konnte somit keine Punkte aus der Hauptstadt entführen. 

Von Yannik Cischinsky

Stimmen und Nachberichte zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE.