Werder verliert in Augsburg mit 1:3

Nichts zu holen in Augsburg. Makiadi (l.) und Prödl (r.) reisen enttäuscht nach Bremen.
Bundesliga
Samstag, 01.02.2014 // 17:21 Uhr

Das Spiel in Augsburg begann vielversprechend für Werder. Doch umso enttäuschender endete es. Mit 1:3 (1:1) unterlagen die Grün-Weißen dem FCA und verloren nicht nur wichtige Punkte, sondern auch Santiago García, der bereits zur Halbzeitpause mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Das Spiel in Augsburg begann vielversprechend für Werder. Doch umso enttäuschender endete es. Mit 1:3 (1:1) unterlagen die Grün-Weißen dem FCA und verloren nicht nur wichtige Punkte, sondern auch Santiago García, der bereits zur Halbzeitpause mit Gelb-Rot vom Platz musste. Ein Eigentor von Callsen-Bracker hatte die Dutt-Elf schnell in Führung gebracht, doch der Vorsprung hielt nicht lange. Werners Freistoß sorgte zeitnah für den Ausgleich, ehe die in Unterzahl spielenden Bremer weitere Tore durch Altintop und Hahn kassierten.

Nach dem enttäuschenden 0:0 aus der Vorwoche gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig wollten die Grün-Weißen nun in Augsburg wichtige Punkte mitnehmen. Keine leichte Mission, zumal der FCA sich während der aktuellen Saison stets bärenstark präsentierte. In Werders Startformation gab es zwei personelle Wechsel. Für Aaron Hunt, der kurzfristig ausfiel, kam Franco Di Santo ins Team. Und auch Cedrik Makiadi kehrte zurück, Bargfrede zunächst nur auf der Bank. Für Neuzugang Ludovic Obraniak kam die Partie in Augsburg noch zu früh. Auf Seiten der Gastgeber rückten Milik und Torwart Manninger für Bobadilla und Hitz (Bauchmuskelzerrung) nach.

SVW-Blitzstart, aber dann kommt Werner

Unhaltbar für Wolf, der Ausgleichstreffer von Tobias Werner.

Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da lagen die Bremer schon in Führung. Nach einer Ecke von Junuzovic verschätzte sich FCA-Keeper Manninger, so dass Basti Prödl verheißungsvoll zum Kopfball aufstieg. An die Kugel aber kam Augsburg-Verteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der den Ball unglücklich in die eigenen Maschen nickte (2.). Was für ein Blitzstart für die Grün-Weißen. Die Partie benötigte keine weitere Anlaufzeit. Auch in der nächsten Szene war ordentlich Zündstoff dabei. Einen Freistoß für die Hausherren hämmerte Tobias Werner an den rechten Pfosten, die hundertprozentige Nachschusschance vergab Halil Altintop (6.). Wenige hektische Momente später durfte Werner erneut zum Freistoß antreten. Und diesmal war er erfolgreich. Aus knapp 25 Metern fand der Ball, noch abgefälscht von Gebre Selassie, seinen Weg ins Tor. Flach, rechts unten. Unhaltbar für Wolf (11.).

Danach hatte Werder große Mühe, die gefährlichen Augsburger auf Abstand zu halten. In Minute 22 verpassten gleich mehrere Fuggerstädter, als Vogt eine scharfe Flanke vor das Werder-Tor gebracht hatte. Allen war zu diesem Zeitpunkt klar, dass die Weinzierl-Elf der Führung näher war, als der SVW. Weitere Chancen des FCA häuften sich. Auch, weil die Bremer oft mit (taktischen) Fouls den Spielfluss unterbrachen und ihrem Gegner damit zu aussichtsreichen Standards verhalfen. Doch trotz aller guten Möglichkeiten und Tendenzen - mit dem 1:1 ging es in die Pause. Für Santiago García allerdings war das Spiel nach 45 Minuten beendet. Er sah mit dem Halbzeitpfiff Gelb-Rot wegen gefährlichen Spiels, nachdem er mit gestrecktem Bein in Richtung Ball und Gegner flog, um den Ball ins Tor zu befördern (45.).

Blitzstart für Augsburg, Hahn legt nach

Nach dieser Szene war Schluss für Garcia und Werder nur noch zu zehnt.

Werder also nur noch zu zehnt in Durchgang Zwei. Dutt reagierte und brachte Lukas Schmitz und Philipp Bargfrede ins Spiel. Dafür blieben Kroos und Petersen draußen. In der Phase, in der sich die Werderaner noch sortierten, schlug Augsburg eiskalt zu. Nach guter Flanke von der rechten Seite segelte der Ball direkt auf den Fuß von Altintop, der direkt trocken abzog und aus halblinker Position im Strafraum verwandelte (48). Gebre Selassie hatte sich zuvor leicht verschätzt und den Torschützen so gewähren lassen. Augsburg von Beginn an zur Stelle. Und Werder half ordentlich mit. In der 55. Minute wollte Schmitz einen scheinbar ungefährlichen Ball in die Hände seines Schlussmannes Wolf trudeln lassen, doch kaum hatte dieser eine halbe Hand an der Kugel, war plötzlich Andre Hahn zur Stelle und spitzelte das Spielgerät locker in die Maschen. Was für eine Szene, die zum 3:1 für den FCA führte.

In der Folgezeit spielten die Hausherren weiter mutig nach vorn, aber Werder gab sich nicht auf und kämpfte engagiert wenngleich auch erfolglos, was die eigene Offensive betraf. Kaum Aktionen rund um den Augsburger Strafraum deuteten die drohende Niederlage immer mehr an. Und auch die Torschussbilanz sprach für sich: 20:3 für die Gastgeber. Nach einer wenig ereignisreichen Schlussphase pfiff der Unparteiische ab und besiegelte Werders bitteren Auswärtsauftritt. Der FC Augsburg zieht dem SVW in der Tabelle davon und darf auf die Europa-League-Plätze schielen, während Werder sich weiter ausschließlich auf sich selbst konzentrieren muss. Kommende Woche gastiert Borussia Dortmund im Bremer Weser-Stadion.

Von Cord Sauer

Nachberichte und Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE