Ende einer Serie: Werder verliert 1:3 in Freiburg

Bundesliga
Freitag, 21.03.2014 // 22:31 Uhr

Werder Bremen wollte in Freiburg auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben, doch diese Mission wurde nicht erfüllt. Stattdessen feierte der SC Freiburg hochverdient seinen 100. Bundesliga-Heimsieg und kämpfte die Grün-Weißen mit 3:1 (1:0) nieder.

Werder Bremen wollte in Freiburg auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben, doch diese Mission konnte nicht erfüllt werden. Stattdessen feierte der SC Freiburg hochverdient seinen 100. Bundesliga-Heimsieg und kämpfte die Grün-Weißen mit 3:1 (1:0) nieder. Julian Schuster und Felix Klaus überraschten die Dutt-Elf jeweils zu Beginn beider Halbzeiten mit ihren Treffern und sorgten für Jubelstimmung bei den rund 20.000 Zuschauern im Mage-Solar-Stadion. Mehmedi erhöhte für die Elf von SCF-Coach Christian Streich zwischenzeitlich sogar auf 3:0, ehe der eingewechselte Nils Petersen für Werder den Ehrentreffer erzielte.

Aufstellung und Formation: Eine Veränderung in der Startelf: Werder-Trainer Robin Dutt ließ seinen treffsichersten Stürmer Nils Petersen (5 Tore) auf der Bank und entschied sich für einen „zweiten spielerischen Stürmer" neben Franco Di Santo im 4-4-2-System. Aaron Hunt sollte diese Rolle ausfüllen. Die Hunt-Position im offensiven Mittelfeld bekleidete deshalb Cedrick Makiadi, der damit sein Startelf-Comeback gab. Ansonsten keine Veränderungen bei den Grün-Weißen. Bis auf Santiago García (Innenbandverletzung) stand Dutt der volle Kader zur Verfügung.

Höhepunkte des Spiels

Auch Bargfrede konnte Julian Schusters Führungstreffer nicht verhindern.

15. Minute: 1:0 Freiburg durch Julian Schuster. Guedé tankt sich mit viel Glück in den Bremer Strafraum, vier Grün-Weiße können die Situation nicht entschärfen. Erst Prödl kriegt den Ball schließlich halbherzig geklärt und spielt ihn direkt vor die Füße von Schuster, der aus 19 Metern abzieht und ins lange Eck zur Führung trifft. SVW-Keeper Wolf chancenlos.

27. Minute: Das Spiel im ersten Durchgang eher ereignisarm und geprägt von vielen Zweikämpfen und zaghaften Freiburger Offensivversuchen. Werder aber kämpft sich zusehends rein in die Partie. Nach Foul von Lukimya und Spielunterbrechung durch Schiedsrichter Weiner sieht Philipp Bargfrede seine fünfte Gelbe Karte wegen Meckerns.

45. Minute: Quasi mit dem Abpfiff einer ersten schwachen Halbzeit verbucht Werder die bis dahin beste Chance. Di Santo setzt den Ball nach einer Drehung um die eigene Achse im Freiburger Fünfmeterraum aber knapp neben den rechten Pfosten. Seitenwechsel.

46. Minute: Ein Freistoß von Junuzovic segelt gefährlich in den Freiburger Strafraum. Prödl touchiert leicht mit dem Kopf und SCF-Keeper Baumann muss zur Ecke retten. Eine Ecke, die nichts einbringt. Im direkten Gegenzug dafür muss Freiburg das 2:0 machen, doch die aussichtsreiche Drei-gegen-Eins-Situation entschärft Bargfrede, indem er den Querpass von Darida abfängt.

53. Minute: 2:0 Freiburg, Felix Klaus. Admir Mehmedi kommt mit Tempo und toller Vorarbeit über die linke Seite, legt von der Grundlinie ab auf den im Rückraum lauernden Felix Klaus, der nur noch überlegt einschieben muss.

59. Minute: 3:0 Freiburg durch Admir Mehmedi. Klaus will sein zweites Tor und zieht aus 20 Metern zentraler Position ab. Lukimya blockt den Schuss noch ab, leistet dabei aber unfreiwillig Vorarbeit für den mitgelaufenen Mehmedi, der Wolf lässig überwindet.

69. Minute: Petersen trifft zum 1:3. Nach katastrophalem Fehlpass von Ginter, der Aaron Hunt unbedrängt im eigenen Strafraum anschießt, legt Werders Spielmacher überlegt auf den eingewechselten Petersen, der mit seinem zweiten Ballkontakt die Kugel über die Linie drückt.

90. Minute: Abpfiff. Werder verliert auch in der Höhe verdient mit 1:3 beim SC Freiburg und kassiert die erste Niederlage im Breisgau seit 2001. Alle Highlights des Spiels gibt es im Video von WERDER.TV.

Analyse des Spiels

Konnten mit ihrem Team nicht zufrieden sein: Robin Dutt und Thomas Eichin.

Auffälligkeiten des Spiels:
- Freiburg hatte von Beginn an die besseren Werte, was Zweikämpfe, Ballbesitz und Passgenauigkeit betraf und belohnte sich mit einer frühen Führung. Werder biss sich danach in die Partie, aber speziell nach dem Seitenwechsel und weiteren zwei Gegentreffern war das Spiel für die Bremer gelaufen.

- Kaum Strafraumszenen und ausbleibende Kreativmomente führten dazu, dass sich Aaron Hunt schon Mitte des ersten Durchganges ins Mittelfeld zurückfallen ließ, um seinen Mitspielern im Spielaufbau zu helfen. Das gelang jedoch nur bedingt.

- Nach zuletzt starken Defensivleistungen der Bremer in der Rückrunde war der Auftritt ein klarer Rückschritt. Dutt reagierte nach gut einer Stunde Spielzeit und brachte Petersen und Gebre Selassie für Di Santo und Obraniak. Vielleicht waren es diese Wechsel oder die verfrühte Siegessicherheit der Freiburger, aber Werder zeigte in der Schlussviertelstunde mehr Kampf und Leidenschaft als in den 75 Minuten zuvor. Die Einwechslung von Elia für Bargfrede (80. Minute) brachte nichts mehr ein.

Werder-Spieler des Spiels:
Man mag nach einer solch deutlichen Niederlage kaum einen Bremer herausheben. Dennoch: Basti Prödl machte mit 100% gewonnenen Zweikämpfen und den meisten Ballkontakten (63) eines Bremer Spielers positiv auf sich aufmerksam, wenngleich auch seine Passquote (72%) kein Topwert des Abends war. Um ein Haar hätte er unmittelbar nach Wiederanpfiff das wichtige 1:1 erzielen können, scheiterte aber knapp.

Szene des Spiels:
Schusters Traumtor zur 1:0-Führung gehört sicher zur engeren Auswahl, wenn es um den Saisonrückblick geht. Aus Bremer Sicht sah man hingegen wenig Erwähnenswertes.

Fazit:
Werder verliert aufgrund der schwächsten Rückrundenleistung mit 1:3 in Freiburg und bleibt mit 29 Zählern vorübergehend auf Tabellenplatz 12, kann aber bei einem Sieg von Eintracht Frankfurt noch auf Rang 13 rutschen. Gegen starke Wolfsburger ist am kommenden Dienstag, den 25.3.2014 um 20 Uhr im Bremer Weser-Stadion Wiedergutmachung angesagt. Philipp Bargfrede wird dann gelbgesperrt fehlen.


Von Cord Sauer

Highlights und Stimmen des Spiels folgen im Laufe des Abends auf WERDER.TV und WERDER.DE