Konsolidierungskurs mit Augenmaß

Der SV Werder Bremen verkündete auf der Mitgliederversammlung die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Profis
Montag, 18.11.2013 // 19:04 Uhr

Die Führung des Sport-Vereins „Werder" von 1899 e.V. unter Präsident Klaus-Dieter Fischer, Vize-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald und Schatzmeister Axel Plaat konnte den Mitgliedern einen Gewinn von 241.000 Euro (im Vorjahr -348.000 Euro) präsentieren und die Steigerung des Umsatzes auf 3,8 Mio. Euro (im Vorjahr 3,5 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote konnte damit auf 93 Prozent erhöht werden. Das Eigenkapital des Sport-Vereins „Werder" von 1899 e.V. konnte auf 12,4 Mio. Euro ausgebaut werden. Präsident Klaus-Dieter Fischer sagte dazu: „Zehn Jahre nach der Ausgliederung der Kapitalgesellschaft belegen diese Zahlen, dass wir diesen Prozess zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben. Werder ist eine Gemeinschaft, die sich mutig und selbstbewusst den Herausforderungen der Zukunft stellen kann. Der Verein steht ausgezeichnet da, wir sind sehr gesund. Die Werderaner können stolz sein."

Der SV Werder Bremen hat am Montagabend im Rahmen seiner jährlichen Mitgliederversammlung in Bremen seine wirtschaftlichen Eckdaten präsentiert. Dabei konnte der Sport-Verein „Werder" von 1899 e.V. erneut auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2012/2013 zurückblicken. Die ausgegliederte SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, deren 100-Prozent-Gesellschafter der Verein ist, konnte aufzeigen, dass die erste Etappe des eingeschlagenen Konsolidierungskurses erfolgreich absolviert wurde.

Auch die Geschäftsführung der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA legte dem Verein, der zu 100 Prozent Gesellschafter der Kapitalgesellschaft ist, am Montagabend die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres, das am 30.06.2013 endete, vor. Die Geschäftsführung konnte dabei in der Spielzeit 2012/2013 auf Gesamterträge von 87,9 Mio. Euro und ein Nachsteuerergebnis von -7,9 Mio. Euro verweisen (im Vorjahr noch -13,9 Mio. Euro).

Klaus Filbry, der erstmals als Vorsitzender der Geschäftsführung die Zahlen präsentierte, sagte zu diesem Ergebnis: „Wir haben im Vorjahr den Mitgliedern einen Konsolidierungskurs mit Augenmaß versprochen und zeigen jetzt, dass der erste Schritt gemacht ist. Wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn wir weiter hart arbeiten müssen. Unsere positive Eigenkapitalausstattung ermöglicht es uns, den Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres aus eigenen Mitteln auszugleichen."

Das Eigenkapital, welches im Wesentlichen aus Gewinnrücklagen der Vorjahre besteht, beträgt zum Stichtag 16,5 Mio. Euro. Dazu Klaus Filbry: „Dies entspricht einer sehr guten Eigenkapitalquote von 35,6 Prozent der Bilanzsumme. Das Unternehmen ist gesund und verfügt nach wie vor über eine hohe Liquidität, die es unter anderem gestattet, Transfers aus Eigenmitteln zu finanzieren."

Im Fokus der Grün-Weißen bleibt weiterhin, den Umbau des Fußball-Bundesliga-Kaders weiter voranzutreiben, ohne die sportlichen Ziele aus den Augen zu verlieren: „Wir haben zum einen konsequent die Kaderkosten reduziert und gleichzeitig in die sportliche Qualität der Mannschaft investiert. Unsere Herausforderung ist es, dass wir auf der einen Seite Schritt für Schritt die Ausgaben den Einnahmen anpassen und auf der anderen Seite sicherstellen, dass wir sportlich erfolgreich sind", so Filbry.

Dass dieser Umbau der Mannschaft erste Früchte trägt, präsentierte Werders Geschäftsführer Sport, Thomas Eichin, am Montagabend. „Wir haben unter schwierigen Bedingungen einen sportlichen Neuanfang gewagt und wollen ihn konsequent fortsetzen. Wir setzen auf gezielte Verstärkungen und die eigenen Talente. Die Ergebnisse der laufenden Saison bestätigen uns auf diesem Weg."