"Weiße Weste"- Mielitz bleibt Neuer auf der Spur

Gegen den HSV blieb der Werder-Keeper zum dritten Mal ohne Gegentor (Foto: nph).
Profis
Montag, 23.09.2013 // 15:39 Uhr

Mit seiner starken Leistung im Nordderby hat sich Sebastian Mielitz in diverse fiktionale Topteams des Spieltags gekämpft. Der 24-Jährige landete zum ersten Mal in dieser Spielzeit sowohl im „Kicker" als auch bei Statistik-Dienstleister IMPIRE in der „Elf des Tages". Der 25-Jährige sicherte mit starken Paraden vor allem nach einem Kopfball von Beister (49.) und Westermann (42.) sowie Distanzschuss von Rincon (57.) den Sieg in Hamburg.

Sebastian Mielitz genoss diesen großartigen Fußballnachmittag in aller Ruhe. In der Mixed Zone nach dem Schlusspfiff wollte er den Triumph nicht genießen. Dabei hätte „Miele" allen Grund gehabt forsch aufzutreten, denn der Werder-Keeper ist in der Wertung „Weiße Weste" (für Torhüter-Leistungen ohne Gegentreffer) inzwischen erster Verfolger von Bayern-Keeper Manuel Neuer. Der Titelverteidiger des „Weiße-Weste"-Rankings blieb mit dem Champions-League-Sieger bereits vier Mal unbezwungen. Danach folgt jedoch schon Sebastian Mielitz, der drei der ersten sechs Spiele nicht hinter sich greifen musste. Auf zwei Spiele ohne Gegentreffer kommen in dieser Tabelle nur Timo Hildebrand (Schalke 04), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) und Diego Benaglio (VfL Wolfsburg).

Beim Blick auf diese Wertung kann sich „Miele" ein Lächeln nicht verkneifen. Die Aussagekraft hält er zwar „für begrenzt, aber es ist schon ein Fingerzeig, dass unsere verstärkte Arbeit an der Defensive erste Früchte trägt. Zwar gab es die beiden Ausrutscher gegen Gladbach und Frankfurt, doch mit jedem weiteren Spiel ohne Gegentreffer, zeigen wir, dass es nicht mehr so leicht ist, gegen Werder zu treffen." Wie Recht er hat, zeigt auch ein Blick auf seine erste Saison als Stammkeeper. Im vergangenen Jahr kam er in 34 Einsätzen auf drei Partien ohne Gegentor. Diese Marke hat er jetzt schon erreicht. Gegen Nürnberg soll es am liebsten so weitergehen. „Nach dem Frankfurt-Spiel müssen wir wieder zeigen, dass wir es auch besser können", so Mielitz.

Von Michael Rudolph