Breite Brust gegen breite Brust - "Ein heißer Tanz"

Ackern, beißen, kämpfen: Nils Petersen und der SVW wollen gegen Freiburg mit vollem Körpereinsatz punkten (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 19.03.2014 // 17:49 Uhr

Zwei Torschüsse, zwei Treffer. Mit seinem Doppelpack beim 4:1 gegen Eintracht Frankfurt war Karim Guédé ganz klar der Freiburger Matchwinner. Dafür gab es nicht nur Anerkennung aus den eigenen Reihen, sondern auch von einem Freund, knapp 600 Kilometer nördlich: Cedrick Makiadi.

„Ich habe ihn angerufen und ihm zu seinen Treffern gratuliert. Es hat mich sehr für ihn gefreut", erzählt Makiadi. Anderthalb Jahre kickten Stürmer Guédé und Mittelfeldmotor Makiadi gemeinsam beim Sport-Club, es entstand eine echte Freundschaft. Im Sommer 2013 wechselte Makiadi an die Weser, sein Kumpel blieb an der Dreisam. Am Freitagabend kommt es zum Wiedersehen der beiden.

Guédé, Slowake mit togolesischen Wurzeln, war gegen Frankfurt aber nicht nur Doppeltorschütze und Wegbereiter des ersten Freiburger Dreiers nach sechs sieglosen Partien, sondern auch laufstärkster (12,9 km) und engagiertester (42 Zweikämpfe) Akteur des SCF - als Stürmer, wohlgemerkt. Damit steht Guédé sinnbildlich für die Freiburger Mannschaft und ihre Tugenden. „Sie werden uns läuferisch und kämpferisch alles abfordern", erwartet Makiadi von seinem Ex-Verein.

Der deutliche Erfolg dürfte der Elf von Trainer Christian Streich zusätzlichen Rückenwind bescheren. „In der Höhe war der Erfolg für mich schon überraschend. Die Freiburger haben sehr viel Selbstvertrauen getankt und werden mit breiter Brust auftreten. Aber, wir haben auch eine breite Brust", findet Makiadi.

Gladbach, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Stuttgart - fünf Spiele ohne Niederlage stehen bei den Grün-Weißen auf der Haben-Seite. Im Breisgau soll Nummer sechs folgen. „Wir werden selbstbewusst nach Freiburg fliegen, das haben wir uns in den letzten Spielen hart erarbeitet. Momentan sind wir kein angenehmer Gegner für unsere Kontrahenten, wie die letzten Ergebnisse zeigen", pflichtet Nils Petersen seinem Teamkollegen Makiadi bei. Und weiter: „Mit einem Sieg könnten wir uns weiter befreien und die Serie fortsetzen. Allerdings wird Freiburg alles daran setzen, uns wieder mit in den Strudel des Abstiegskampfes hineinzuziehen. Ich freue mich auf einen heißen Tanz."

Personell kann das Trainerteam aus dem Vollen schöpfen. Eljero Elia, der zu Wochenbeginn noch mit einer Zehenprellung ausfiel, konnte am Mittwoch wieder trainieren. Und auch Lukas Schmitz (pausierte Montag aus privaten Gründen) stand wieder auf dem Platz. „Wir haben seit einigen Wochen fast alle Spieler an Bord, haben also die Qual der Wahl. Das alles kommt uns entgegen", freut sich Co-Trainer Damir Buric im Interview auf WERDER.DE darüber.

Von Yannik Cischinsky