Werder braucht Bremen und Bremen braucht Werder!

Profis
Dienstag, 30.04.2013 // 13:48 Uhr

Der Probelauf war erfolgreich. Am Samstag wird sie es wieder tun. Dann für 24 Stunden. Bereits am Montag wehte die Werder-Flagge ganz oben auf dem Dach, auf dem höchsten Punkt des Parkhotels. Zweimal vier Meter groß, in grüner Farbe, darauf die weiße Raute.

Jens Wehrenberg, stellvertretender Direktor, tauschte wenige Augenblicke zuvor die Bremer „Speckflagge" gegen die Werder-Fahne aus. „Ich glaube, dass hat es in der Geschichte des Parkhotels noch nie gegeben. Ich finde die Aktion richtig klasse. Die Flagge wird am Freitag wieder gehisst und dann bis zum Werder-Spiel wehen", so Wehrenberg, ehe er - noch auf dem Dach stehend - an alle restlichen Bremer und Anhänger des SV Werder appellierte: „Schließt euch an und zeigt Flagge!" Eine Aktion mit Symbolcharakter, das Motto vor den drei letzten Bundesliga-Spielen ist klar: ‚Werder braucht Bremen und Bremen braucht Werder!‘

Dabei war das Parkhotel die letzte Station, die das Team von WERDER.TV ansteuerte. Zuvor tingelte die Bewegtbild-Crew bereits kreuz und quer durch die Stadt. Das Ziel: Bremerinnen und Bremer zu finden, die Farbe und Flagge zum SV Werder bekennen und alle anderen mit ins Boot holen. Ob der Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt, die Fleischerei im ‚Viertel‘, der nette Nachbar von nebenan, ob jung oder alt, ob Männlein oder Weiblein - alles völlig egal, es zählte nur die Prämisse ‚Wir sind Werder Bremen und zeigen dies ab jetzt auch demonstrativ nach außen‘.

So wurde die Werder-Flagge auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke gehisst, der Esel der Bremer Stadtmusikanten durfte sich über einen grün-weißen Schal freuen, der Bremer Roland wurde mit Werders Emblem geschmückt. Die Resonanz war dabei durchweg positiv, Ein Fußgänger, im Herzen grün-weiß, brachte es auf den Punkt: „Bremen ohne Werder geht nicht! Das ist wie Suppe ohne Salz."

So schwappten also ein Stück weit die Emotionen über, die mehr als 3.000 Werderaner bereits am vergangenen Samstag noch lange nach Spielabpfiff in Leverkusen erzeugten. Ein Gänsehautmoment. Einer, bei dem es ‚Klick‘ gemacht hat. Es war ein Klimawandel, der grün-weißer nicht hätte sein können. Die klare Botschaft: Wir unterstützen euch, wir stehen hinter euch, gemeinsam werden wir die Situation meistern.

Und genau diese Stimmung gilt es in die Hansestadt, und bis Samstag ins Weser-Stadion, zu transportieren. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat das Werder-Team die Chance, den direkten Abstieg abzuwenden. Unvorstellbar, dass die Stadt ohne ihren Fußballverein in der Bundesliga auskommen muss. Denn: ‚Werder braucht Bremen und Bremen braucht Werder!‘