Petersen spürt den Konkurrenzkampf im Team

Voller Einsatz: Nils Petersen und Theodort Gebre Selassie geben auch bei widrigen Bedingen alles.
Profis
Donnerstag, 28.02.2013 // 17:53 Uhr

Zwei Tage vor dem wichtigen Heimspiel gegen den FC Augsburg tobt bei den Grün-Weißen der Konkurrenzkampf. Der schwache Auftritt in München und die Rückkehr von Sokratis haben die Situation in dieser Woche positiv aufgeladen.

Jeder will am Samstag dazugehören, wenn die Werder-Profis ihr anderes Gesicht zeigen wollen. Stürmer Nils Petersen bestätigt: „Natürlich spürt man, dass die Ersatzspieler ihre Chance wittern und gut drauf sind. Das tut dem Training sehr gut, das bringt zusätzliches Feuer rein." Auch Vize-Kapitän Aaron Hunt vernimmt diese Schwingungen. „Das ist ein extrem wichtiges Spiel für das Team. Jedem ist klar, dass wir eine Reaktion zeigen müssen. Jeder will dabei sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass es uns so auch gelingt."

Es ist auch der Kampf um das eigene Selbstvertrauen, dass nicht vollends verloren gehen darf. „Wir wollen uns die Sicherheit langsam im Training wiederholen und dafür arbeiten wir in jeder Einheit. Es ist klar, dass man nach diesen beiden Spielen etwas verkrampfter ist, aber wir versuchen das mit Willen, Ehrgeiz, Disziplin und Kampf wieder wettzumachen", so Petersen, der am Samstag nach sieben Toren in den letzten sechs Heimspielen auf jeden Fall mit breiter Brust auflaufen wird.

Die lässt er sich auch nicht durch die schonungslose Aufarbeitung des vergangenen Wochenendes nehmen. 90 Minuten Videoanalyse zeigten noch einmal alle Defizite auf. „Wir haben uns auch angeschaut, was wir individuell falsch gemacht haben um das endgültig anzustellen", berichtet Petersen. Und weiter: „Es war wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzt haben und uns vor Augen gehalten wurde, was wir in den Situationen falsch gemacht haben. Das ist der richtige Weg, um es im nächsten Spiel besser zu machen."

Die aufgedeckten Fehler gilt es jetzt gegen Augsburg abzustellen. „Wir wissen was auf uns zukommt und lassen uns nicht davon blenden, dass sie auf dem drittletzten Platz stehen. In unseren Augen kommt eine richtig gute Mannschaft, die eine extrem starke Phase hat", sagt der 24-Jährige. "Wir erschrecken uns nicht, wenn Augsburg hier aggressiv zur Sache geht und besinnen uns von Anfang an darauf, dass wir die drei Punkte hier behalten und hinten mal wieder zu Null zu spielen", kündigt der Stürmer an.

Auf Kapitän Clemens Fritz muss der Cheftrainer dabei aller Voraussicht nach verzichten. Der 31-Jährige konnte nach seiner gestrigen Laufeinheit am Donnerstag nicht wieder mittrainieren. Die Grippe zwingt den Routinier weiter zum Aussetzen. „Wir haben die Hoffnung gehabt, dass er diese Woche wieder einsteigen kann, aber sein Laufen war nicht erfolgreich. Nach derzeitigem Stand wir er am Wochenende leider ausfallen", bedauerte Schaaf.

Von Yannik Cischinsky