Urlaub beendet, Köpfe frei, fit für Werder

Profis
Donnerstag, 05.07.2012 // 14:17 Uhr

Kurz nach zehn Uhr war für die meisten Werder-Profis die Sommerpause endgültig vorbei. In den neuen gold-anthrazit-farbenen Trainingsshirts pilgerten 27 Spieler zu Platz 11 am Weser-Stadion für den traditionellen Laktattest. Die Vorfreude war den meisten ins Gesicht gezeichnet.

Sebastian Prödl strahlte übers ganze Gesicht. „Seit einigen Tagen kribbelt es schon, bei mir geht das immer eine Woche vor dem Trainingsstart los", sagte der Österreicher, der eine ganz besondere Urlaubszeit hinter sich hat. „Das war eine richtige Auszeit, ich konnte endlich mal ohne Reha-Training den Kopf frei bekommen, völlig abschalten. Ich war zwei Mal im Urlaub mit Freundin und meinen Eltern und sonst ganz lange in Österreich. Ich konnte endlich mal wieder das Gefühl entwickeln, nicht nur in Bremen heimisch zu sein, sondern auch in der Steiermark. Es war total schön. Das bedeutet aber auch, dass ich jetzt besonders heiß bin."

Völlig abschalten konnte auch Kapitän Clemens Fritz in den zurückliegenden Wochen. Er nutzte die lange Pause für Aufenthalte in den USA und in Asien. „Ich habe nicht mal etwas von der EURO mitbekommen, denn die Spiele starteten in Vietnam immer um 2 Uhr nachts. Das Finale mit deutscher Beteiligung hätte ich mir angetan, aber dazu ist es ja nicht gekommen. Es war dennoch erstaunlich wie fußballinteressiert die Vietnamesen waren", staunte Fritz, der bei seiner Asienrundreise in den verschiedenen Hotels stets auf dem Laufband zu finden war. Bei der ersten Trainingseinheit hat er sein neues Team genau beobachtet. „Alle sind sehr offen, positiv und kommunikativ, das hat schon eine gewisse Bedeutung, wenn man Erfolg haben will. Das darf nicht nur ein erster Eindruck bleiben", so der 31-Jährige.

Einer, der dafür sorgen wird, dass die gute Laune in der Kabine einen festen Spind bekommt, dürfte Neuzugang Assani Lukimya sein. Sein Lächeln ist jetzt schon sein Markenzeichen. Für den Neuzugang aus Düsseldorf ist Werder ein Abenteuer. „Ich habe im Urlaub Kraft getankt und schon angefangen mich vorzubereiten. Ich bekomme hier die Chance bei einem der absoluten Topklubs in Deutschland zu spielen und die will ich nutzen", schwärmt „Luki", der auch neben dem Platz seine Hausaufgaben vor dieser Spielzeit gemacht hat. „Mein Ziel war es hier schnell heimisch zu werden. Also habe ich mich vor allem um meine Wohnung gekümmert. Die Suche war erfolgreich, es fehlen nur noch die Möbel, aber die sind auch schon ausgesucht. Bisher stehen nur ein Bett und ein Fernseher drin, aber das muss auch erstmal reichen. Jetzt kann ich voll konzentriert die Trainingslager angehen."

Fit gemacht für den Start am Osterdeich hat sich auch Aaron Hunt, der diesmal sein besonderes Vorbereitungsprogramm vor dem Trainingsstart nicht in Köln, sondern auf Ibiza durchgeführt hat. Ich war dort mit Familie, Sebastian Boenisch und ein paar Freunden, dabei war extra ein Trainer, der mit uns jeden Tag ein spezielles Programm durchgezogen hat. Jetzt bin ich hier und bereit. Wir haben ja einiges vor mit dieser Mannschaft", so Hunt.

Vom Trainingsauftakt berichten Michael Rudolph und Dominik Kupilas