Dem Nackenschlag getrotzt

Aaron Hunt erzielte auf Vorlage des eingewechselten Marko Arnautovic den 1:1-Ausgleichstreffer.
Profis
Samstag, 30.03.2013 // 19:55 Uhr

Der Wortwechsel des Bundesliga-Spieltags fand an diesem Samstag im Mainzer Mittelkreis statt. Werder-Stürmer Nils Petersen stand mit Kevin De Bruyne zum Anstoß bereit. "Viel Glück Kevin, ich hoffe, wir sehen uns heute hier nicht noch mal wieder", raunte Petersen seinem belgischen Teamkollegen zu, der nickte zustimmend.

„Und was passiert? 30 Sekunden später stehen wir schon wieder dort!", erzählt Petersen und hat inzwischen sein Lächeln wieder gefunden. „Das war schon unglaublich!"

Der früher Gegentreffer und andere Themen waren auch bei den Teamkollegen die Gesprächsthemen in der Mixed Zone nach dem Spiel.

Über den frühen Gegentreffer:

Aaron Hunt: „Wenn so etwas nach 13 Sekunden passiert, dann trägt das natürlich nicht zum Selbstvertrauen bei."

Thomas Schaaf: „Gegentreffer sind immer ärgerlich, ob sie nach 13 Sekunden fallen oder später. Für Luki war das sicher kein schöner Moment. Aber aufbauen oder mit ihm sprechen musste ich nicht. Wenn ich ihm in der Halbzeit auch noch erklären müsste, dass das ein Fehler von ihm war, dann müsste ich ihn einweisen lassen. Er kam damit sehr gut klar."

Thomas Eichin: „Nach dem Treffer waren meine ersten Gedanken bei Luki. Das ist ja für den weiteren Spielverlauf nicht so einfach für einen Verteidiger. Aber er hat sich gleich mit den folgenden Aktionen wieder rausgearbeitet und damit der Mannschaft ein ganz wichtiges Signal gegeben."

Über den Spielverlauf

Nils Petersen: „Am Ende war es ein offener Schlagabtausch, beide Teams wollten unbedingt den Dreier einfahren."

Aaron Hunt: „Das war heute ein richtig schweres Stück Arbeit. Die Mainzer haben 90 Minuten lang Pressing gespielt. Am Ende haben wir es selbstbewusster und cleverer gelöst. Aber es hat einige Zeit gedauert."

Thomas Eichin: „Das war eine sehr gute Leistung des Teams. Wie es diesen Nackenschlag überwunden hat und in der zweiten Hälfte das Zepter übernommen hat, das war beeindruckend. Da hat jeder mitgezogen. Dass wir in der ersten Hälfte nicht gleich die Akzente setzen konnten, war nach diesem Start doch normal. Da ging es darum erstmal Stabilität zu bekommen und wieder ins Spiel zu finden.

Thomas Schaaf: „Heute hat der Treffer verhindert, dass wir früher zu unserem Selbstvertrauen gefunden haben. Wir haben auch schon in der ersten Halbzeit konzentriert und diszipliniert gespielt, aber mit dem größeren Selbstvertrauen in Durchgang zwei, konnten wir darüber hinaus auch zusätzlich Dinge investieren und inszenieren."

Über die Tabellenkonstellation

Nils Petersen: „Dieser Punkt war ein ganz wichtiger. Er hat schon einigen Druck aus der Situation rausgenommen. Jetzt haben wir wieder ein Spiel weniger und steigen mit sieben Punkten Vorsprung in den Flieger, das hätten auch nur drei sein können. Das hätte heute alles passieren können."

Thomas Eichin: „Erleichterung verschafft mir nicht die Tabelle, sondern die Tatsache, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Dass sie sich nicht umwerfen ließ von diesem Gegentor und sich am Ende noch mit einem Punkt belohnt hat."


Über die kommende Trainingswoche

Thomas Eichin: „Ich denke, dass wir jetzt Ostern feiern können und dann positiv in die neue Woche gehen. Am Samstag wartet doch eine tolle Aufgabe mit der Partie gegen Schalke. Da gibt es wieder drei Punkte zu verteilen. Und ich glaube, dass wir unseren Fans mal wieder richtig etwas zeigen müssen.

Thomas Schaaf: „Morgen 10 Uhr Training! Frohe Ostern!"

 

Aus der Coface Arena berichteten Michael Rudolph und Yannik Cischinsky