Nach Anschlusstreffer wieder aufgestanden

Gemeinsam stark: Die Werder-Profis bedanken sich nach tollen 90 Minuten für die Unterstützung bei den Anhängern.
Profis
Sonntag, 02.12.2012 // 19:41 Uhr

Dreifach-Torschütze Marko Arnautovic wusste genau wie wichtig dieser Triumph für das ganze Team war. „Das war ein großartiger Sieg für die ganze Mannschaft. Wir haben uns wieder oben rangespielt. Jetzt müssen wir endlich auch mal nachlegen. Die Partie gegen Frankfurt in der kommenden Woche wird eine ganz wichtige für uns. Wir haben den 15. Spieltag und können uns bis zur Winterpause richtig oben reinkämpfen. Wenn wir gegen Frankfurt einen Dreier holen, sieht es gut aus.“ Der zweite österreichische Torschütze des Tages blickte ebenfalls auf die Tabelle: „Unsere große Stärke ist es in diesem Jahr nach Rückschlägen sofort wieder aufzustehen. Das ist uns jetzt schon ein paar Mal gelungen. Jetzt müssen wir  den nächsten Schritt machen.“

Doch nicht nur die Tabellensituation war Thema in der Mixed-Zone. WERDER.DE hat reingehört. Hier die Stimmen über ...

... den Spielverlauf:

Thomas Schaaf:

"Das war eine tolle Leistung der Mannschaft. Das war selbstbewusster, überzeugender als am Mittwoch, als wir nicht in die Partie gekommen sind. Heute war mehr Feuer drin. Wir waren gleich besser in den Zweikämpfen drin. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Fehler gemacht zurückzugehen statt nach vorn. Das gibt dem Gegner Raum und schon kann sich die Partie drehen. Wir müssen daran arbeiten diese Phase immer weiter zu verkürzen. Zufrieden bin ich jedoch damit, wie sich die Mannschaft nach der Anfangsphase in der zweiten Halbzeit wieder zusammengerissen hat. Zwischenzeitlich hatten wir ja nur die Kugel blind nach vorn gedroschen, die dann wie ein Bummerang immer wieder zurückkam. Am Ende hat die Mannschaft wieder gezeigt, was sie kann, wenn der Ball rollt."

Clemens Fritz:

"Das war die richtige Antwort auf das Spiel am Mittwoch. Wir haben in der ersten Halbzeit super gespielt und hätten da die Tore drei und vier machen müssen. Bis auf die Chancenverwertung hat alles gepasst. In der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, was passiert, wenn wir nicht aggressiv genug auf dem Platz stehen. Sofort fiel der Anschlusstreffer und dann wurde es noch mal eng."

Sebastian Prödl:

"Ich bin sehr erfreut. Das war heute nicht so einfach, wie es über weite Strecken aussah. Kurz nach der Halbzeit konnte man sehen, was Hoffenheim drauf hat, wenn sie ins Spiel kommen. Insgesamt haben wir heute den Schuss Begeisterung gezeigt, der uns am Mittwoch ein wenig gefehlt hatte. Über meinen Treffer freue ich mich sehr, ich war ja schon einige Mal knapp dran in dieser Saison."

Sebastian Mielitz:

"Wir wollten diesen Sieg unbedingt. Das konnte jeder sehen. Aber hinten wird man schon verrückt, wenn du nach solch einer starken Halbzeit nur 2:0 führst. In der zweiten Halbzeit muss man allen ein großes Kompliment machen, wie wir uns aus dem Abwehr-Bollwerk, das wir da bilden mussten, wieder herausgespielt haben. Danach haben wir nichts mehr anbrennen lassen. So müssen wir auswärts weiter punkten."

Lukas Schmitz:

"In der zweiten Halbzeit hatten wir nach unserem starken Auftritt im ersten Durchgang ein paar Probleme. Ich glaube, das lag daran, dass jeder von uns noch die beiden Riesenchancen zum 3:0 und 4:0 kurz vor der Pause vor Augen hatte. Jeder kam dann auf den Platz und dachte nur, hoffentlich jetzt kein schnelles Gegentor bekommen. Und genau das passiert dann fast zwangsläufig."

 

 

... die andere Helden des Nachmittags neben Arnautovic und Prödl:

Sebastian Mielitz:

"Alle sprechen zurecht über Marko Arnautovic, aber ich muss auch mal Aleks Ignjovski und Lukas Schmitz nennen, die ein ganz starkes Spiel gemacht haben. Ich müsste auch jeden anderen aufzählen, aber die beiden will ich mal hervorheben. Iggy hat gefühlt 95 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen und das super gemacht."

Thomas Schaaf:

"Das war keine leichte Aufgabe für die Mannschaft und Aleksandar Ignjovski. Immerhin galt es mit Aaron Hunt und 'Zladdi' Junuzovic zwei Spieler zu ersetzen, die bisher unser Spiel entscheidend geprägt hatten. Das zeigt aber auch, wie man belohnt wird, wenn man wie Iggy immer dran bleibt, immer weiter arbeitet, immer nachlegt. Mit dieser Partie hat er sich selbst belohnt."

Aus Hoffenheim berichtet Michael Rudolph