Werder gewinnt 7:0 gegen SV Heiligenfelde

Das Einlaufen beider Teams zum VILSA-Testspiel am Donnerstagabend.
Profis
Donnerstag, 11.10.2012 // 21:26 Uhr

Im ersten von zwei Testspielen innerhalb von drei Tagen hat der SV Werder Bremen beim SV Heiligenfelde mit 7:0 gewonnen. Als Torschützen trugen sich am Donnerstagabend auf dem Sportplatz Heiligenfelde (Syke) Nils Petersen (3), Aaron Hunt, Lukas ...

Im ersten von zwei Testspielen innerhalb von drei Tagen hat der SV Werder Bremen beim SV Heiligenfelde mit 7:0 gewonnen. Als Torschützen trugen sich am Donnerstagabend auf dem Sportplatz Heiligenfelde (Syke) Nils Petersen (3), Aaron Hunt, Lukas Schmitz, Assani Lukimya und Florian Nagel in die Liste ein. Die Grün-Weißen nutzten das VILSA-Freundschaftsspiel gegen den Kreisligisten, um in der länderspielfreien Zeit sowohl im taktischen als auch im personellen Bereich zu testen.

Es dauerte auch keine 240 Sekunden, ehe Nils Petersen den Torreigen der Gäste eröffnete. Nach einer schönen Flanke von rechts nahm der Stürmer den Ball erst gar nicht an, sondern zog direkt - und für den SVH-Schlussmann Christian Gerlach unhaltbar - ins rechte untere Eck ab. 1:0 für Werder. Nach weiteren Chancen durch einen Kopfball von Lukimya sowie Eljero Elia, der gleich zweimal im Strafraum an Teufelskerl Gerlach scheiterte, stand Nils Petersen in der 17. Minute nach einer Elia-Hereingabe über links erneut goldrichtig und netzte aus kurzer Distanz per Kopf zum 2:0 ein.

Nils Petersen erzielte gegen Heiligenfelde drei Treffer.

In der Folge waren die Werderaner immer wieder in der Offensive zu finden und erarbeiteten sich folgerichtig Torchance um Torchance. Die bis dato größte hatte Florian Trinks (29.). Zunächst schnibbelte Elia die Kugel auf Werders Nummer 35, doch Trinks konnte den Ball aus vollem Lauf nicht mehr richtig drücken und setzte das Leder über den Kasten.

Acht Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs erhöhte Aaron Hunt mit einem feinen Lupfer auf 3:0 - mehr passierte in den ersten 45 Minuten nicht. Der SVW verabschiedete sich überlegen, souverän und mit einer Vielzahl an großartigen Chancen in die Halbzeitkabine, während das Team - insbesondere Torwart Gerlach - von Frank Fischer aufopferungsvoll kämpfte und sich nahezu in jeden Ball warf. „Es waren sicherlich schwierige Bedingungen auf dem seifigen Untergrund. Dafür haben wir aber sehr gut kombiniert und vor allem in der ersten Halbzeit auch noch ein gutes Direktspiel gezeigt", meinte Werders Chefcoach hinterher.

Zum Auftakt der zweiten Halbzeit tauschte Thomas Schaaf gleich dreimal. Für Sebastian Mielitz stand fortan Raphael Wolf im Tor, außerdem kam der senegalesische Testspieler Mor Pouye zu seinem ersten Einsatz im Werder-Dress. „Er wollte seine Qualitäten aufzeigen, das ist ihm gelungen. Er hat sehr engagiert gespielt", befand Schaaf. Für den Nachwuchskicker musste Aaron Hunt, der den verletzten Clemens Fritz als Kapitän vertrat, weichen. Zudem spielte Cimo Röcker für den 17-jährigen Marnon Busch, der zuvor als Rechtsverteidiger aufgelaufen war. Auf diese Position rückte Philipp Bargfrede.

Werder begann, womit es am Ende der ersten Halbzeit aufgehört hatte: mit bedingungsloser Offensive. Der Druck vom SVW wurde auch prompt belohnt, indem Lukas Schmitz auf 4:0 erhöhte (50.). Kurz darauf gab auch Youngster Julian von Haacke sein Debüt bei den Profis. Der Kapitän der U 19 kam für Elia in die Partie (59.).

Alexander Hahn, Julian von Haacke, Florian Nagel und Cimo Röcker kamen gegen Heiligenfelde zum Einsatz.

Nur 180 Sekunden später machte Petersen seinen Dreierpack perfekt. Heiligenfelde konnte den Offensivaktionen von Werder nun nichts mehr entgegensetzen, dennoch kamen die Grün-Weißen trotz zahlreicher Chancen nicht zum Torerfolg. Das lag auch an Gerlach, der bis zu seiner Auswechselung für Patrick Kuder in der 71. Minute überragend hielt. Ersatztorwart Kuder setzte die Leistung seines Vorgängers uneingeschränkt fort und verhinderte mit starken Paraden eine höhere Niederlage der Hausherren. „Heiligenfelde hat auf jeden Fall kein Torhüter-Problem", lobte Schaaf das Torhütergespann.

Eine Viertelstunde vor dem Ende musste aber auch Kuder hinter sich greifen, als Lukimya nach einem Eckstoß die Kugel zum 6:0 ins Tor bugsierte. Doch es sollte nicht beim halben Dutzend bleiben, denn der eingewechselte Florian Nagel setzte kurz vor dem Abpfiff mit dem siebten Treffer den Schlusspunkt. „Das war eine unheimlich engagierte Leistung. Jeder hat heute versucht sich einzubringen und ist mit der richtigen Einstellungen in die Partie gegangen. Wir haben stark nach vorne gespielt. Ich bin zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft", resümierte der Cheftrainer.

Schon am Samstag, 13.10.2012, um 15.30 Uhr, steht für den SVW das nächste Testmatch auf dem Programm. Dann geht es in der Cloppenburger „TimePartner Arena" gegen den ukrainischen Rekordmeister Dynamo Kiew. „Dort erwarten uns natürlich andere Voraussetzungen. Die Ukrainer werden sicherlich anders aufgestellt sein. Das Ergebnis am Samstag ist dabei zweitrangig. Ich möchte in erster Linie, dass die Spieler vor allem unsere Spielweise umsetzen", blickte Schaaf auf Sonnabend voraus.

Aus Heiligenfelde berichten Timo Volkmann und Yannik Cischinsky