Schaaf: "Keine Zeit zum Ausruhen"

Möchten, dass sich ihr Team gegen Stuttgart mal wieder mit drei Punkten belohnt: Klaus Allofs und Thomas Schaaf.
Profis
Freitag, 21.09.2012 // 17:50 Uhr

Wie wichtig es für den Werder-Coach ist, auf einen möglichst hohen Konkurrenzkampf bauen zu können, zeigt die Erfahrung vor dem „kleinen" Nordderby bei Hannover 96, als kurzfristig sowohl Zlatko Junuzovic (erkältet) als auch Sebastian Prödl (muskuläre Probleme) wenig bis gar keine Spielzeit erhalten konnten. „Besser kann man das nicht verdeutlichen", so Schaaf bezugnehmend auf den letzten Spieltag, als kurzerhand andere Akteure gefordert waren.

Der Ertrag war zuletzt nicht so, wie er sein sollte. Trotz aller spielerischer Klasse holten die Grün-Weißen aus den ersten drei Bundesligaspielen lediglich drei Punkte. Dieser Zustand soll sich am Sonntag gegen Stuttgart ändern. „Ein Sieg würde gut tun, wir wollen mehr Punkte haben", weiß deshalb auch Cheftrainer Thomas Schaaf. Eine Belohnung für die teils sehr guten Leistungen soll also her. Mit welchem Personal? Fast der komplette Kader steht dem Werder-Coach im Nord-Süd-Klassiker gegen den VfB zur Verfügung. „Jeder Spieler wird in dieser Saison gebraucht, das ist jedem bewusst. Wir haben einen guten Konkurrenzkampf im Team, es herrscht ein hohes Niveau. Wir haben aber auch keine Zeit zum Ausruhen. Diesen Zustand brauchen wir", sprach Schaaf auf der offiziellen Pressekonferenz am Freitag weiter.

Und so wurde auch in dieser Woche jede Trainingseinheit, jede Übung im Kraftraum und jede taktische Erläuterung dazu genutzt, um das Maximum nun im zweiten Heimspiel der Saison 2012/13 herausholen zu können. „Für mich war es wichtig zu sehen, dass die Mannschaft mit der Leidenschaft, mit dem Ehrgeiz und der Begeisterung weitergearbeitet hat, die sie in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Wir dürfen gegen Stuttgart nicht nachlassen, müssen wach sein und aufpassen", sagte der 51-Jährige.

Inwieweit Mehmet Ekici nach seiner kurzen Trainingsauszeit unter der Woche wieder ein Thema für das Stuttgart-Spiel sein kann, ist unklar. „Ich weiß nicht genau, wie Memo seinen grippalen Infekt überstanden hat und ob er gegen Stuttgart dabei sein kann", ließ sich der Fußball-Lehrer nicht in die Karten schauen, wen er nach dem Abschlusstraining am morgigen Samstag, 22.09.2012, das um 15.30 Uhr stattfindet, in den 18er Kader nominieren wird. Die Qual der Wahl hat er in jedem Fall.

von Timo Volkmann