Die 5 schönsten Tore 2012

Heute präsentieren WERDER.DE und WERDER.TV die fünf schönsten Treffer aus 2012. So viel vorab: Der Schütze zum Tor des Jahres befindet sich auf diesem Bild...
Profis
Donnerstag, 27.12.2012 // 09:04 Uhr

Zwölf Monate sind wie im Flug vergangen. Höhen und Tiefen, Jubel und Enttäuschung, Abschiede und einige neue Gesichter. 2012 war ein Jahr des Umbruchs mit vielen Veränderungen. Nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten. Daher zeigt WERDER.DE im großen Rückblick noch einmal die außergewöhnlichsten grün-weißen Momente des Jahres. Heute im vierten Teil: die fünf schönsten Tore.

 

Markus Rosenberg, 1:0 gegen M’Gladbach

Werders ehemaliger Angreifer wollte es am Ende der Saison 2011/12 noch einmal wissen. Knapp die Hälfte seiner am Ende zehn Treffer erzielte er in den letzten fünf Spielen. Darunter das 1:0 gegen die Überraschungsmannschaft aus Mönchengladbach. In einer ansehnlichen Partie nutzte Werder gleich die erste dicke Chance zur Führung. Dante hatte bei einem Pizarro-Pass in die Tiefe geschlafen, so dass "Rosi" allein auf Borussias ter Stegen zustürmte und ihn aus 16 Metern kalt wie eine schwedischen Hundeschnauze zur Führung überlupfte. Der ansehnlichste Werder-Treffer der Rückrunde!

Die Grün-Weißen hätten die drei Punkte im Kampf um die Europa-League-Plätze gut gebrauchen können, doch Mike Hanke drehte den Spieß kurz nach der Pause mit einem Doppelpack um. Obwohl Werder über eine Stunde in Unterzahl spielten musste, gelang in der Schlussphase noch der 2:2-Ausgleich durch Naldo. Die Schaaf-Elf rutschte dennoch aus der Euro-Zone und schaffte es wegen eines enttäuschenden Saisonfinales nicht mehr, Platz sieben zurückzuerobern.

Marko Arnautovic, 2:0 gegen M’Gladbach

Aus grün-weißer Sicht erlebte Borussias Torhüter ter Stegen am achten Spieltag dieser Spielzeit ein Déjà-vu der besonders schönen Art in Bremen. Nach einem Traumpass von Aaron Hunt lief Marko Arnautovic, ähnlich wie Rosenberg sechs Monate zuvor, allein auf den inzwischen zum Nationalkeeper gereiften Schlussmann zu und schloss aus fast identischer Position ebenfalls per Lupfer ab.

"Arnis" Meisterstück brachte unmittelbar vor dem Pausentee die beruhigende 2:0-Führung ein, da Petersen zuvor bereits zum 1:0 eingenickt hatte. Im zweiten Durchgang spielte sich Werder in einen regelrechten Rausch und zeigte das beste Spiel der Hinrunde. Niclas Füllkrug machte den Sack nach vielen Werder-Chancen in der 76. Minute schließlich zu. Bei der Vorarbeit zum 3:0 glänzte einmal mehr der überragende Arnautovic, der bei seiner anschließenden Auswechslung mit Standing Ovations gefeiert wurde. Sein Landsmann Zlatko Junuzovic machte kurz vor dem Ende mit einem ebenfalls sehenswerten "Grätsch"-Schuss den höchsten Pflichtspielsieg im Jahr 2012 perfekt.

Aaron Hunt, 2:1 gegen Mainz

Fünf Minuten vor dem Ende einer Partie auf Augenhöhe erlöste Aaron Hunt die Werder-Anhänger mit diesem traumhaften Freistoßtor und brachte das Weser-Stadion beinahe zum Überkochen. Besonderes Pech hatte dabei Mainz-Keeper Wetklo, der nicht nur vergebens in die Mauer-Ecke eilte, sondern dort auch noch mit dem harten Alu-Pfosten Bekanntschaft machte.

Für den glänzend aufgelegten Werder-Kapitän war das spielentscheidende 2:1 der zweite Treffer an diesem Sonntag. Er hatte die Grün-Weißen nach Petersen-Assist mit seinem schwächeren rechten Fuß bereits mit 1:0 in Führung gebracht. Nach Szalais Ausgleich stand das Spiel eine halbe Stunde auf des Messer Schneide, bis Werders Mann mit der Nummer 14 mit seinem schönsten Tor des Jahres drei wichtige Punkte unter Dach und Fach brachte.

Kevin De Bruyne, 1:0 gegen Stuttgart

Alle vier Saisontreffer von Kevin De Bruyne waren auf ihre Art etwas für's Auge. Bei seinem 1:0 gegen den VfB Stuttgart passte jedoch von der Vorbereitung bis zum Abschluss alles. Mit jeweils nur einem Kontakt kombinierte sich der Belgier im Zusammenspiel mit Elia und Petersen in den Sechzehner und zirkelte den Ball, ohne ihn vorher anzunehmen, in die kurze Ecke. Stuttgarts starker Keeper Ulreich hatte keinerlei Abwehrchance.

In einem starken ersten Durchgang erhöhte Junuzovic sogar noch auf 2:0, doch leider gab Werder den scheinbar sicheren Sieg in Halbzeit zwei noch aus der Hand. Der Ex-Bremer Martin Harnik, der am Ende genau wie Bremens Lukimya noch vom Platz fliegen sollte, machte den Anschlusstreffer. Kurz vor dem Ende erzielte der eingewechselte Cacau den 2:2-Endstand und entführte damit zwei Punkte aus dem Weser-Stadion.

Marko Arnautovic, 4:1 gegen Hoffenheim

Der inoffizielle Titel zum Werder-Torschützen des Jahres geht an Marko Arnautovic. Der Österreicher machte am 15. Spieltag in Hoffenheim sein bestes Spiel im grün-weißen Dress und erledigte die TSG mit drei Buden beinahe im Alleingang. Werder hatte den Gastgeber über 45 Minuten an die Wand gespielt, es aber verpasst den Deckel schon in der ersten Hälfte drauf zu machen. So kam Hoffenheim zum Anschlusstreffer und schöpfte Mut, den Arnautovic mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 3:1 aber wieder zunichtemachte.

Seine herausragende Leistung krönte Matchwinner "Arni" mit einem absoluten Traumtor. Der 23-Jährige drang nach einem Doppelpass mit Akpala in den Strafraum ein und schlenzte den Ball in den Winkel, nachdem er zuvor die halbe Hoffenheimer Hintermannschaft ausgetanzt hatte.