Der Dank gilt auch 'Mama' De Bruyne

Sein Treffer am vergangenen Samstag ebnete den Weg zum Klassenerhalt: Kevin De Bruyne.
Profis
Montag, 13.05.2013 // 16:35 Uhr

Mit seinem Post hat ‚Hammed RM‘ allen Werder-Fans aus der Seele gesprochen: „Ich wünsche der Mutter von de Bruyne alles Gute, ohne ihn wären wir abgestiegen", lautete sein Kommentar unter ...

Mit seinem Post hat Hammed RM allen Werder-Fans aus der Seele gesprochen: „Ich wünsche der Mutter von de Bruyne alles Gute, ohne ihn wären wir abgestiegen", lautete sein Kommentar unter dem Muttertags-Post auf der offiziellen Facebook-Seite des SV Werder. Mit 36 ‚Likes' hatte der Facebook-User auch am Montagnachmittag noch die Führung der Kommentarliste inne, und machte es seinem Helden De Bruyne nach. Denn: Werders Belgier zog mit seinem Tor gegen die Eintracht - neben Nils Petersen - in der grün-weißen Scorerwertung an die Spitze (acht Treffer, neun Assists). Und noch viel wichtiger: Sein Tor in der 22. Minute sorgte mit dafür, dass die Grün-Weißen alle Abstiegssorgen ad acta legen konnten.

Erleichterung, Freude und Entspannung: Als Kevin De Bruyne noch Minuten nach Spielende auf dem Rasen stand und Richtung Ostkurve schritt, dachte der 21-Jährige zurück an seine Zeit vor Werder. „Es war fast das gleiche Gefühl, wie damals, als ich mit Genk um den Titel gespielt habe. Ein Unentschieden hätte uns gereicht und wir spielten dann tatsächlich Remis. Wir holten zwar damals die Meisterschaft, aber wenn man sich wieder einmal diese unglaubliche Atmosphäre hier in Bremen angeschaut hat, war das für mich ebenso wunderschön", beschreibt der Offensivallrounder seinen ganz persönlichen Moment im Weser-Stadion.

Schaaf: "Wir haben das schon etliche Male von ihm erlebt"

Händeklatschend und mit einer Verbeugung bedankte sich der Nationalspieler bei den grün-weißen Anhängern, ehe er weiter Richtung Stadion-Katakomben schritt, wo er auch direkt zum ‚Volkswagen Man oft he Match‘ gekürt wurde. Nach einer wiederholt sehr guten Partie in dieser Saison. Für Cheftrainer Thomas Schaaf alles andere als eine Überraschung: „Was wir heute von ihm gesehen haben, ist für mich nichts Neues. Wir haben das schon etliche Male erlebt.

In seinem ersten Jahr an der Weser spielte De Bruyne 32 Mal für den SVW und reifte in dieser Zeit zu einer arrivierten Stammkraft. So erzielte er die letzten beiden wichtigen Werder-Treffer und war Sinnbild des Bremer Auftretens in den letzten Wochen. Er kämpfte, er rackerte und er zerriss sich für Grün-Weiß. „Wir hatten viel Pech in dieser Saison. Auch gegen Frankfurt hätten wir gewinnen können, aber das ist die Geschichte unserer Saison. Wir sind jetzt glücklich, denn wir haben es auch verdient, in der ersten Liga zu spielen", sagt der 22-Jährige.

Ziele erreicht - was nun?!

Zwei Ziele hatte er also geschafft: Mit dem SV Werder in der Bundesliga zu bleiben und persönlich als Fußballer weiter zu reifen. „Für mich ist es wichtig, Fußball zu spielen. Auf dem Platz bin ich richtig glücklich. Ich habe in Bremen eine gute Entwicklung genommen und insgesamt einen großen Schub gemacht. Ich möchte dem Trainerteam einen großen Dank aussprechen, denn es hat mich vor allem körperlich nach vorne gebracht", weiß der belgische Nationalspieler.

Das Leihgeschäft mit dem FC Chelsea läuft zum Saisonende aus - eine Weiterbeschäftigung an der Weser steht in den Sternen. „Hier weiß keiner, wie seine Zukunft aussieht. Es weiß auch keiner, ob es das letzte Heimspiel von Kevin im Weser-Stadion war", so Schaaf, der anfügt: „Es freut mich, dass wir ihm auf seinem Weg ein bisschen was mitgeben konnten." Werders Facebook-User Hamed RM hätte sicherlich nichts dagegen, seinen Post über De Bruyne in einem Jahr zu wiederholen.

von Timo Volkmann