Luki in Heiligenfelde statt Äquatorialguinea

Assani Lukimya steht Thomas Schaaf trotz Nominierung für den Kongo in der Abstellungsperiode weiter zur Verfügung.
Profis
Mittwoch, 10.10.2012 // 13:41 Uhr

Heiligenfelde in Norddeutschland statt Malabo in Äquatorialguinea! So heißt der nächste Spielort für Werders Innenverteidiger Assani Lukimya aus. Der 26-Jährige, der nach längerer Abwesenheit wieder ...

Heiligenfelde in Norddeutschland statt Malabo in Äquatorialguinea! So heißt der nächste Spielort für Werders Innenverteidiger Assani Lukimya aus. Der 26-Jährige, der nach längerer Abwesenheit wieder das Trikot der kongolesischen Auswahl hätte überziehen können, hat sich gegen das Abenteuer und für sein großes Ziel Bundesliga-Startelf entschieden. Der Neuzugang sagte die Einladung für seine Landesauswahl ab und hängt sich stattdessen im Training der Grün-Weißen voll rein. „Das war eine ganz bewusste Entscheidung von mir, denn ich habe immer gesagt, dass ich mich erst bei Werder durchsetzen möchte, bevor die Nationalmannschaft für mich in Frage kommt. Und gerade jetzt gibt es für mich die Möglichkeit, mich in den kommenden beiden Testspiele zu präsentieren", so Lukimya vor den Partien in Heiligenfelde und gegen Dynamo Kiew ehrgeizig.

Der Abwehrspezialist hat jedoch nicht nur die beiden Testspiele im Auge, sondern auch die nächste Pflichtspiel-Aufgabe im Fokus. Gegen Borussia Mönchengladbach würde er gern von Beginn an auflaufen. „Wenn ich jetzt die Reise nach Westafrika angetreten hätte, wären die Chancen darauf doch sehr gering gewesen. Ich war mir bewusst sein, dass ich dann einige Trainingseinheiten in Bremen verpasse. Das sind mehr als 10.000 Reise-Kilometer, da geht Zeit verloren, um sich jeweils an das Klima zu gewöhnen und sich mit den Mitspielern einzuspielen. Diese Zeit vor dem Gladbach-Spiel wollte ich nicht verlieren. Wir sind ja in der Bundesliga in einer Phase, in der wir endlich Ergebnisse einfahren müssen. Da sollten wir voll fokussiert sein. Ich werde in jeder Einheit Vollgas geben."

Mit seinem klaren Bekenntnis für die Grün-Weißen stieß Lukimya in seiner afrikanischen Heimat auf offene Ohren: „Ich habe mit den Verantwortlichen im Verband gesprochen und ihnen meine Situation erklärt. Sie haben mir dafür viel Verständnis entgegen gebracht", freut sich der Werder-Profi, der aber auch betont, dass ihn die Einladung zum Länderspiel gefreut hat. Es war die erste Einberufung in die kongolesische Nationalmannschaft nach mehreren Jahren. Das erste von drei Länderspielen bestritt er bereits am 20.08.2008. Für „Luki" selbst ein deutliches Zeichen, dass er sich wieder ganz im Fokus seiner Landesauswahl befindet und ein Vertrauensbeweis des Trainers Claude Le Roy.

Sportlich befindet sich die kongolesische Nationalmannschaft auch ohne Assani Lukimya auf einem guten Weg ihr nächstes Ziel, die Qualifikation für den Afrika-Cup in Südafrika zu erreichen. Im Rückspiel der entscheidenden Qualifikationsrunde gegen Äquatorialguinea müssen die Teamkollegen von Assani Lukimya, ein 4:0-Sieg aus dem Hinspiel verteidigen.

Von Yannik Cischinsky