Elia-Interview: Vorfreude auf Werder, Arnautovic und das Nordderby

Der Moment der Ankunft auf Norderney: Elero Elia ist Montagmittag zur Mannschaft gestoßen.
Profis
Dienstag, 10.07.2012 // 08:30 Uhr

Am Montagmittag, 09.07.2012, traf Eljero Elia im Trainingslager auf Norderney ein. Der Niederländer surinamischer Herkunft ist der sechste Neuzugang und soll die Offensive des SV Werder verstärken...

Am Dienstagmorgen war es soweit. Eljero Elia ist Werderaner. Der Niederländer surinamischer Herkunft ist der sechste Neuzugang und soll die Offensive des SV Werder verstärken. WERDER.DE begleitete den 25-Jährigen am vergangenen Sonntag zur medizinischen Untersuchung im Rehazentrum Bremen und nutzte die Gelegenheit, um mit Elia über die Rückkehr in die Bundesliga, die Ziele mit den Grün-Weißen und die Besonderheit der Nordderbys zu sprechen.

Hallo Eljero, herzlich willkommen bei Werder. Du hast dich trotz mehrerer Angebote für den SVW entschieden. Was hat den Ausschlag gegeben?

Eljero Elia: Ich hatte tatsächlich mehrere Angebote aus England und aus der Bundesliga. Ich habe mich aber für Werder entschieden, weil ich dabei ein sehr gutes Gefühl habe. Die Gespräche mit Klaus Allofs und Thomas Schaaf haben mich überzeugt. Außerdem ist Werder eine offensiv ausgerichtete Mannschaft, die mir liegen wird - das Gesamtpaket hat hier einfach am besten gepasst.

Durch den Wechsel nach Bremen kehrst du nach einem Jahr in der italienischen Serie A in die Bundesliga zurück. Wie groß ist die Freude?

Eljero Elia: Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen und ich freue mich sehr auf die Saison. Durch die offensive Ausrichtung der Mannschaften werde ich meine Stärken wieder besser einbringen können. Das war in Italien schwer - hier sind die Teams sehr auf eine stabile Defensive bedacht.

War das Jahr bei Juventus Turin trotzdem ein Fortschritt für dich?

Eljero Elia: Geht man nur von den Spielanteilen aus, war es sicher kein gutes Jahr für mich. Aber als Persönlichkeit gehe ich gestärkt aus diesem Jahr heraus. Ich habe durch die Situation sehr viel gelernt und nehme für mich einiges mit. Und durch das viele Defensiv-Training habe ich auch in diesem Bereich dazugelernt (lacht).

Am zweiten Spieltag triffst du im Nordderby auf deinen Ex-Klub, den HSV. Ist das ein besonderes Spiel für dich?

Eljero Elia: Ich freue mich auf jedes Spiel in der Bundesliga. Die Stadien sind immer voll, es herrscht eine tolle Atmosphäre. Aber natürlich ist das Spiel gegen den HSV eine besondere Partie. Ich habe zwei Jahre in Hamburg gespielt, habe noch Kontakt zu einigen Spielern, wie zum Beispiel zu Dennis Aogo, Bruma oder Gökhan Töre. Seit meinem Wechsel nach Turin haben wir es aber nicht geschafft, uns zu treffen. Das wird sich am zweiten Spieltag ändern.

Bevor es mit der Bundesliga losgeht, steht aber zunächst die Vorbereitung an. Freust du dich auf Norderney?

Eljero Elia: Ich freue mich, dass es wieder losgeht und ich Fußballspielen kann (lacht). Außerdem bin ich gespannt auf die Kollegen.

Auf einen Mitspieler dürftest du dich besonders freuen. Denn bei Werder triffst du auf Marko Arnautovic, den du aus deiner Zeit bei Twente Enschede kennst.

Eljero Elia: Marko ist ein Freund von mir, wir haben sehr viel miteinander zu tun gehabt und stehen auch immer noch in regelmäßigem Kontakt. Als ich noch in Hamburg gespielt habe, kam Marko mich auch öfter besuchen. Ich freue mich, wieder mit ihm zusammenzuspielen.

In Enschede habt ihr eine erfolgreiche Zeit gehabt. Was hast du dir in deiner Zeit bei Werder vorgenommen?

Eljero Elia: Ich möchte helfen, dass wir in der nächsten Saison wieder international spielen. Werder gehört in einen europäischen Wettbewerb. Darüber hinaus möchte ich dazu beitragen, dass wir offensiven, attraktiven Fußball spielen - dafür steht Werder.

Mit der holländischen Nationalmannschaft bist du 2010 Vize-Weltmeister geworden, bist zuletzt aber nicht mehr berücksichtigt worden. Ist die Rückkehr ins Nationalteam ein persönliches Ziel von dir?

Eljero Elia: Natürlich möchte ich wieder zum Kreise der Nationalmannschaft gehören. Aber ich weiß, dass das nur über gute Leistungen im Verein möglich ist und darauf möchte ich mich nun konzentrieren.

Das Nationalteam hat einen neuen Trainer, Luis van Gaal. Kennt ihr euch?

Eljero Elia: Seit dem er Nationaltrainer ist, habe ich noch nicht mit ihm gesprochen. Ich kenne ihn bisher nur aus der Zeit, als er Trainer beim FC Bayern war. Da hatte er mal Interesse an mir bekundet.

 

Das Interview führte Sonja Dundon.