(B)Logbuch 5: Danke, Norderney!

Huckepack über den Trainingsplatz: Das Norderney-Trainingslager geht zu Ende, der Spaß nicht.
Profis
Freitag, 13.07.2012 // 13:14 Uhr

Es war schon 21.15 als Clemens Fritz und „Basti" Prödl in der Gaststätte „Um Süd" ankamen. Eine Kultstätte für Fans, diese mit Fußballdevotionalien voll gestopfte kleine Pinte am Rande des Hafens. Unsere Spieler abends auf Kneipentour? Nur ausnahmsweise und quasi unter Aufsicht.

He! Werder ist wieder auf der Insel! Norderney macht wieder den traditionellen Anfang einer wichtigen Sommervorbereitung. Bereits zum elften Mal beziehen die Grün-Weißen bei den Ostfriesen Stellung. Fast immer mit dabei: Werders Mediendirektor Tino Polster. Auch dieses Jahr ist er mit dem Team vor Ort und bietet in seinem (B)Logbuch Hintergründiges, bunte Storys aus ungewöhnlichen Perspektiven und die eine oder andere Anekdote abseits der sportlichen Entscheidungen. 

 

Freitag, 13.07.2012, um 16.20 Uhr 

Es war schon 21.15 als Clemens Fritz und „Basti" Prödl in der Gaststätte „Um Süd" ankamen. Eine Kultstätte für Fans, diese mit Fußballdevotionalien voll gestopfte kleine Pinte am Rande des Hafens. Unsere Spieler abends auf Kneipentour? Nur ausnahmsweise und quasi unter Aufsicht.

Der Trainer war auch dabei, genauso wie Klaus Allofs. Ein „10-Jähriges" sollte gefeiert werden. Und Monika Vißer hatte alles liebevoll vorbereitet. Sie ist die Präsidentin des WFC Norderney. Der Fanclub existiert seit 2002, unserem ersten Aufenthalt auf der Insel. Zugegeben, es ist nicht der größte Fanclub, aber immerhin 30 Mitglieder wollten sich diesen Abend nicht entgehen lassen. Sie trugen alle Jubiläumsshirts und hatten sichtlich Spaß an unserem Besuch. Der kleine Clubraum im Lokal platzte aus den Nähten, Fragen über Fragen an die Mitglieder unserer Delegation. Und eine kleine Entschuldigung der Chefin. „Wir können leider nicht so häufig zu den Spielen kommen", erklärte Monika Vißer. Der Grund ist einfach: Die letzte Fähre ist meistens nicht mehr zu erreichen. Um 22.30 Uhr blickte Thomas Schaaf auf die Uhr, überrascht wie schnell die Zeit vergangen war. Es folgte der geordnete Rückzug ins Hotel.

7 Tage Norderney - da war einiges dabei. Sturm, Regen, Sonne - und eine Mannschaft, die etwas ausstrahlt. Zum Beispiel gute Laune trotz heftiger Belastung. Thomas Schaaf wirkt entspannt, dennoch sehr konzentriert und entschlossen. Und er bewertet, das, was die Mannschaft hier geleistet hat, sehr positiv. Werder packt es an. Nach diesem Motto werden alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Steht ein Auto unserem Bus bei der Ausfahrt vom Sportplatz im Wege, dann steigen die Trainer eben aus und versetzen die „Kiste" per Muskelkraft bis es passt. 

Berge versetzt hat auch das Personal unseres Mannschaftsquartiers auf der Insel. Das „Strandhotel Georgshöhe", geführt von Familie Sigges, hat sich als perfekt erwiesen. Tolle Mitarbeiter, große Herzlichkeit und Topküche von Ulf Kettler. Ein ganz dickes Dankeschön von uns allen. Das gilt auch für die Reederei Frisia, die uns Jahr für Jahr sicher auf die Insel befördert und zurück. Heute genießen wir sogar einen ganz besonderen Service. Das traditionelle Abschlussgespräch des Trainers mit den Medienvertretern dürfen wir ausnahmsweise aufgrund der Wetterkapriolen in einer Sitzecke auf der Brücke der Fähre Frisia I führen. Für Thomas Schaaf nicht nur Zeit zum Rückblick, sondern auch zur Vorschau: Morgen ist ein Tag für die Familien eingeplant. Am Sonntag geht es um 10 Uhr mit dem nächsten Training weiter. Anschließend geht's ins Zillertal, wo weiter auf allen Baustellen gearbeitet wird. Stoff genug für das nächste (B)Logbuch am Montag.

Tschüß Norderney!