Freitagspiel am 13. – Verloren, frustriert, dezimiert

Der Ex-Bremer Martin Harnik traf gegen die Grün-Weißen doppelt.
Profis
Freitag, 13.04.2012 // 22:48 Uhr

Werder-Fans gelten nicht als besonders abergläubig, aber diesen Freitag, den 13. Konnten sie nicht ignorieren. Neben einem ganz schwachen Spiel ihrer Mannschaft mussten sie am Ende der Partie noch weitere Hiobsbotschaften hinnehmen.

Der SV Werder ließ nicht nur drei Punkte liegen, sondern schadeten sich auch noch selbst mit unnötigen gelben Karten und mussten erneut Verletzungen beklagen. Die Themen in der Mixed-Zone:


Die Niederlage und ihre Gründe

Klaus Allofs:

„Wir haben gegen gute Stuttgarter gespielt. Es war klar, dass wir eine außergewöhnliche Leistung bringen mussten und wie alle gesehen haben, ist uns das nicht gelungen, trotz der guten Gelegenheit mit der Führung im Rücken. Wir haben nicht die entscheidenden Sprints gewonnen, sind unserem Mitspielern nicht genug zu Hilfe gekommen. Wir haben uns nicht zusammengerauft und wollten unbedingt etwas mitnehmen. Im Gegenteil: Nach der Führung haben wir noch mehr Fehler gemacht. Wir waren spielerisch und kämpferisch unterlegen."

Thomas Schaaf:

„Wir haben es nicht geschafft. Sicherheit über eine längere Phase des Spiels auszutsrahlen. Der VfB hat einen super Lauf, aber dennoch müssen wir die Dinge für uns regeln. Uns wehren uns gegenseitig mehr helfen."

Clemens Fritz:

„Wir haben den Stuttgartern zu große Räume gelassen, waren nicht konzentriert genug. Der Glaube hat gefehlt. Wir haben unsere Aktionen gar nicht abgeschlossen, die Bälle zu früh verloren. Da muss sich jeder einzelne an die Nase packen. Wir haben in keinster Weise das umgesetzt, was auch diese junge Mannschaft zeigen könnte. Wir sind alle sauer auf uns.

 Tim Wiese:

„Wir haben ordentlich angefangen und 1:0 geführt, doch dann gehen wir wie so oft in den letzten Jahren hier in Stuttgart unter. Hier ist irgendwie der Wurm drin. Wir haben uns viel zu wenig gewehrt, haben die Stuttgarter spielen lassen wie sie wollten. Wir waren völlig verunsichert. Das 1:2 vor der Pause hat uns dann völlig runtergezogen. Aber wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen."

Markus Rosenberg:

„An der taktischen Formation lag es nicht. Aber wenn wir sie so tief hinten drin stehend spielen, dann bist du als Stürmer schon oft allein.

Über die Personalsituation vor dem Bayern-Spiel

Klaus Allofs:

„Was soll man dazu sagen, wir haben fast keine Spieler mehr. Sokratis und Fritz fehlen mit Gelbsperre. Das ist leider ein gutes Beispiel, wie es nicht laufen soll. Wenn man weiß, dass man kurz vor so eine Sperre steht, sich dann auch noch die gelben Karten abzuholen, die am Ende völlig unnötig waren. Das ist unprofessionell. Jetzt fehlt uns der Kapitän und der beste Spieler der letzten Wochen. Boenisch fehlt noch nach der Roten Karte. Einige Spieler sind angeschlagen. Wir haben einfach gerade nicht diese Basis, um uns Automatismen anzueignen. Das ist keine Grundlage, um große Hoffnungen zu entwickeln. Aber es ist unsere Pflicht, uns gegen die Bayern nichts vorwerfen zu lassen. Unser Ziel ist es, auch die nächsten Spiele zu gewinnen, aber wir sind auch realistisch genug zu wissen, wie schwer die Aufgabe wird.

Tim Wiese:

„Gegen die Bayern haben wir jetzt gar nichts mehr zu verlieren. Sie waren schon voher Favorit, aber jetzt gehen wir als klarer Außenseiter in die Partie."

Markus Rosenberg:

„Das muss man etwas Positives rausziehen. Gegen die Bayern haben wir jetzt überhaupt nichts mehr zu verlieren. Alle haben doch nach dem heutigen Abend die Niederlage gegen die Bayern doch schon längst abgehakt."

 

 

Notiert von Michael Rudolph und Dominik Kupilas