Werder kassiert Ausgleich in letzter Sekunde

Bereitete den Führungstreffer durch "Rosi" vor: Werders Lennart Thy.
Testspiel
Dienstag, 26.07.2011 // 21:18 Uhr

In letzter Minute hat sich Werder Bremen, am Dienstagabend, 26.07.2011, um den wohlverdienten Testspiel-Sieg gegen Olympiakos Piräus gebracht. In der Generalprobe vor dem DFB-Pokal-Duell beim 1. FC Heidenheim am kommenden ...

In letzter Minute hat sich Werder Bremen, am Dienstagabend, 26.07.2011, um den wohlverdienten Testspiel-Sieg gegen Olympiakos Piräus gebracht. In der Generalprobe vor dem DFB-Pokal-Duell beim 1. FC Heidenheim am kommenden Samstag führten die Grün-Weißen bis zur 89. Minute nach einem Tor von Markus Rosenberg (58.) mit 1:0 in Meppen, bevor Francois Modesto in der Nachspielzeit den Ausgleich für den griechischen Serienmeister markierte.

"Die Partie war in Ordnung. Man hat gesehen, dass wir die Dinge schon ganz gut hinbekommen. Wir sind heute wesentlich besser aufgetreten, als am Wochenende in Southampton und konnten viel von dem umsetzten, was wir in den Wochen der Vorbereitung angesprochen haben", äußerte sich Werder-Coach Thomas Schaaf nach Spielende.

"Das war heute ein gutes Spiel. Leider haben wir in allerletzter Sekunde noch den Ausgleich kassiert. Es wäre natürlich schöner gewesen, dieses Spiel siegreich und ohne Gegentor zu beenden. Aber wir haben heute gut kombiniert und den Ball gut laufen lassen. Und das gegen eine gute Mannschaft, gegen die wir in der Vergangenheit in Pflichtspielen häufig nicht gut ausgesehen haben. Wir wissen aber, dass uns nach wie vor wichtige Spieler fehlen. Da wird sich noch einiges tun, aber wir haben auch jetzt schon einige Möglichkeiten und sind körperlich voll auf der Höhe", bilanzierte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs.

Beim Führungstreffer von Rosenberg war die Werder-Welt noch in Ordnung.

Im Gegensatz zum Blitzturnier in Southampton, wo die Grün-Weißen - von Reisestrapazen geplagt - in ihren beiden jeweils 45-minütigen Auftritten gegen den Gastgeber und Athletic Bilbao keinen positiven Eindruck hinterlassen konnten, traten die Bremer in der MEP-Arena wesentlich engagierter und zielstrebiger auf. Vor allem in der Anfangszeit ließen sie den Ball blitzsauber durch die Reihen zirkulieren und setzten mit steilen Pässen immer wieder kleine Nadelstiche.

Bereits nach drei Minuten eröffnete sich Marko Marin dadurch eine gute Torchance, nachdem er zuvor von Tim Borowski angespielt wurde. Marins Schuss ging leicht abgefälscht knapp am Kasten von Piräus Tormann Costanzo Franco vorbei. Auch die anschließende Ecke von Aaron Hunt köpfte Andreas Wolf neben das Tor. Zehn Minuten später war erneut Marin die Hauptperson in der nächsten Angriffsaktion des SVW. Über die Stationen Hunt, Rosenberg und Thy gelangte die Kugel zum quirligen Mittelfeldakteur, dessen strammer Schuss aus zentraler Position nur haarscharf über den Querbalken strich. Olympiakos fand dagegen weiterhin nicht in die Partie. Ein Fernschuss von Albert Riera landete in der zweiten Etage und der Schussversuch vom Ex-1860er José Holebas wurde von Werders Defensive schon im Ansatz zunichte gemacht. Bei Werder gefiel vor allem Markus Rosenberg als Initiator einiger Angriffe und mit guter Defensivarbeit.

Eine Standardsituation brachte schließlich die größte Chance für den griechischen Rekordmeister: Rieras Versuch aus 20 Metern ging nur wenige Zentimeter am Gehäuse von Torwart Tim Wiese vorbei. Doch dieser Standard hatte Signalwirkung für Piräus, denn die Akteure aus der griechischen Hafenstadt wurden zum Ende des ersten Durchgangs zunehmend stärker und in der Offensive aktiver, ohne dabei jedoch Zählbares herausspringen zu lassen.

Löcher stopfen und Angriffe initiieren: Philipp Bargfrede erledigte seine Aufgaben in Meppen souverän.

Im zweiten Durchgang hatte zunächst Olympiakos die erste Möglichkeit zur Führung. Der Ball rutschte durch zu Riera, dessen Schuss allerdings zu hoch angesetzt war. Doch wer jetzt dachte, dass Piräus dem 1:0 näher war, als die Grün-Weißen, der sah sich getäuscht. So beschenkte sich Rosenberg für seine sehr gute Leistung mit der Führung für Werder selbst. Zuvor nutzte Thy einen Fehler in der Griechen-Verteidigung, zog in den Sechzehner der Rot-Weißen, schoss allerdings zu ungenau, sodass Costanzo parieren konnte. Jedoch landete das Leder direkt vor den Füßen von Rosenberg, der sich mit dem 1:0 bedankte.

Die für ein Testspiel üblichen Wechsel brachten den Spielfluss im Anschluss sichtlich zum Erliegen. Der eingewechselte Arnautovic (72.) mit einem Schuss weit über den Kasten, Wagner (79.), der nach einer schönen Flanke von Hunt zu spät kam sowie Javito aufseiten der Griechen, der Wiese aus der Distanz prüfte, machten noch einmal auf sich aufmerksam.

Kurz vor Abpfiff der von Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati geleiteten Partie hatte Olympiakos Piräus noch zwei große Möglichkeiten. Zunächst entschärfte Wiese einen gefährlichen Drehschuss von Javito, dann rettete ein SVW-Akteur auf der Linie, ehe Francois Modesto in der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich für die Gäste erzielte und Werder damit um den verdienten Erfolg brachte. "Der späte Ausgleich muss uns natürlich ärgern, aber auch das 1:1 ändert nichts an unserer guten Leistung. Dennoch muss man immer wach sein, auch in der letzten Sekunde. Aber jetzt müssen wir uns beweisen, am Samstag geht es los. Da müssen wir die Leistung bestätigen, denn es wird kein einfaches Spiel gegen kompakte Heidenheimer", forderte Schaaf noch mehr Konzentration, gerade im Hinblick auf das erste Pflichtspiel in Heidenheim am Samstag, 30.07.2011, 15.30 Uhr, ein.

aus der MEP-Arena in Meppen berichten Timo Volkmann und Dominik Kupilas

 

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