Bitterer Hinrundenabschluss auf Schalke

Wie im Vorjahr erwischte Schalkes Raúl gegen Werder einen absoluten Sahne-Tag und erzielte drei Treffer hintereinander
FC Schalke 04
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen hat seine letzte Hinrundenpartie verdient mit 0:5 (0:2) beim FC Schalke 04 verloren. Wie im Vorjahr war Weltstar Raúl von den Grün-Weißen in der Veltins-Arena nicht in den Griff zu bekommen. Nach zwei Treffern in der ersten Halbzeit (16., 20.) legte der Spanier im zweiten Durchgang ausgerechnet in Werders bester Phase nach (63.). Nach dem vorentscheidenden 0:3 war von Bremen nichts mehr zu sehen, so dass Papadopoulos (67.) und Huntelaar (69.) fast ungestört erhöhen und den Endstand herstellen konnten.

Werder Bremen hat seine letzte Hinrundenpartie verdient mit 0:5 (0:2) beim FC Schalke 04 verloren. Wie im Vorjahr war Weltstar Raúl von den Grün-Weißen in der Veltins-Arena nicht in den Griff zu bekommen. Nach zwei Treffern in der ersten Halbzeit (16., 20.) legte der Spanier im zweiten Durchgang ausgerechnet in Werders bester Phase nach (63.). Nach dem vorentscheidenden 0:3 war von Bremen nichts mehr zu sehen, so dass Papadopoulos (67.) und Huntelaar (69.) fast ungestört erhöhen und den Endstand herstellen konnten.

Nach dem erfolgreichen Wolfsburg-Spiel in der Vorwoche musste Cheftrainer Thomas Schaaf eine Veränderung in der Startelf vornehmen: Für den nach seiner fünften Gelben Karte gesperrten Sokratis begann Sebastian Prödl auf der rechten Abwehrseite.

Früher Raúl-Doppelpack bringt S04 auf Siegerstraße

Tim Wiese konnte Raúls Abstauber-Tor zum 0:1 nicht mehr vehindern.

Werder versteckte sich zu Beginn nicht und legte in der ausverkauften Schalker Veltins-Arena eigentlich einen ordentlichen Start hin. Aus einer zunächst geordneten Defensive heraus kamen die Bremer sogar zu den ersten Torgelegenheiten, doch sowohl Naldo (3.), als auch Bargfrede (8.) verfehlten den Kasten.

Nach etwas mehr als zehn Minuten fanden die Gastgeber jedoch deutlich besser ins Spiel und spielten sich hochkarätige Chancen im Minutentakt heraus. Zunächst köpfte Pukki das Leder aus spitzem Winkel haarscharf am langen Pfosten vorbei (11.), ehe der vollkommen freie Huntelaar an einer Jurado-Hereingabe vorbeisegelte (12.) und Höger den Kasten - ebenfalls per Kopf - verfehlte (14.).

Zwei Minuten später versuchte es Huntelaar nach einer Standardsituation mit dem Fuß und knallte den Ball an den langen Pfosten. Von dort sprang die Kugel zunächst zu Wiese zurück, der jedoch nur noch abprallen lassen konnte, so dass Raúl das Leder aus zwei Metern problemlos zum 0:1 über die Linie busgierte (16.). Nachdem der Bann gebrochen war, legten die Königsblauen nach und drückten Werder weiterhin in die eigene Hälfte.

Werders Defensiv-Abteilung hatte große Mühe, sich gegen den Schalker Sturmlauf ab der zehnten Minute zu wehren.

Der zweite Treffer ließ folglich nicht lange auf sich warten. Nach schnellem Doppelpass mit Sturmpartner Huntelaar war erneut Raúl zur Stelle und schob aus naher Distanz zum 0:2 ein (20.). Ärgerlich: Der Spanier stand beim Anspiel im Abseits, eine Situation, die das Schiedsrichtergespann um Manuel Gräfe falsch bewertet hatte. Ebenfalls ärgerlich: Vier Minuten später wurde Claudio Pizarro im Schalker Strafraum wegen einer angeblichen Abseitsposition zu Unrecht zurückgepfiffen. Allerdings hatte der Peruaner den Ball ohnehin am Kasten vorbeigeschossen.

Nach Schalkes Doppelschlag beruhigte sich die Partie wieder. Bei den Grün-Weißen fehlten in der Offensive bis zum Ende der ersten Halbzeit die zündenden Ideen, nennenswerte Torchancen sprangen folglich nicht mehr für die Schaaf-Elf heraus. Königsblau, das das Spiel weiter kontrollierte, machte es besser und baute die Führung nur deshalb nicht weiter aus, weil Geburtstagskind Wiese gleich zwei Großchancen der Schalker (42. Pukki und 44. Huntelaar) mit Weltklasse-Paraden vereitelte.

Werder nach Wiederanpfiff besser, aber S04 trifft

Markus Rosenberg hatte die beste der wenigen Bremer Torchancen.

Nach der Pause reagierte Schaaf und brachte Marko Arnautovic für seinen Landsmann Sebastian Prödl. Und die Maßnahme schien zunächst zu fruchten: Die Bremer kamen deutlich engagierter und offensivstärker aus der Kabine, waren vor dem Tor aber einfach nicht abgezockt genug. Zunächst köpfte Naldo nach Trinks-Ecke auf das Tornetz (49.), bevor Rosenberg aus der zweiten Reihe verfehlte (51.) und kurz darauf nach feiner Pizarro-Vorlage Werders größte Chance der Partie im Eins-gegen-Eins gegen Schalke-Keeper Unnerstall vergab (53.).

Die Grün-Weißen rückten nun weit auf, da die Viererkette dabei meist sehr hoch stand, ergaben sich für die Gastgeber gute Kontergelegenheiten. Die erste Chance eröffnete sich Pukki, der den Ball in der 55. Minute jedoch am kurzen Pfosten vorbeischob. Wenig später fiel aber dennoch die Vorentscheidung: Nach einer eigentlich harmlosen Fuchs-Flanke aus dem linken Halbfeld kam Raúl am langen Pfosten aus zwölf Metern unbedrängt zum Flugkopfball und machte seinen Dreierpack perfekt (63.).

Vertauschte Rollen: Am Samstag traf nicht Top-Torjäger Pizarro, sondern Schalkes Defensiv-Spezialist Papadopoulos.

In der Folge machte es die Schaaf-Elf den Schalkern zu leicht. Zunächst setzte sich Jurado mühelos auf dem rechten Flügel gegen Ignjovski durch und bereitete Papadopoulos' Kopfballtor zum 0:4 vor (67.), ehe sich auch noch S04-Top-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar in die Torschützenliste eintragen durfte. Wenige Sekunden nachdem der Holländer aus Abseitsposition traf, kam er nach einem langen Ball erneut frei vor Wiese zum Schuss und lupfte das Leder zum 0:5-Endstand gegen den machtlosen Torwart in die lange Ecke (69.).

Erst nach dem fünften Treffer zogen sich die Bremer wieder weiter zurück, so dass das Spiel dem Schlusspfiff entgegenplätscherte. Trotz der 0:5-Klatsche überwintern die Grün-Weißen hinter Bayern, Dortmund, Schalke und Gladbach auf Tabellenplatz fünf. Die Rückrunde beginnt für Werder am 21. Januar 2012 in Kaiserslautern.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE