Drittes Rückrunden-Remis

Claudio Pizarro war von den Freiburgern (hier Oliver Sorg) kaum in den Griff zu bekommen.
Sport-Club Freiburg
Sonntag, 05.02.2012 // 17:34 Uhr

Auch im dritten Anlauf im Jahr 2012 teilt sich Werder Bremen mit dem Gegner die Punkte. In einer unruhigen, aber unterhaltsamen Partie gingen die Grün-Weißen zweimal durch Top-Torjäger Claudio Pizarro in Führung (29./47.), kassierten aber durch Makiadi (32.) und Schmid (70.) jeweils den Ausgleich.
Nur eine personelle Veränderung in der Startelf: Für den gesperrten Philipp Bargfrede spielte Neuzugang Zlatko Junuzovic gleich von Beginn an. Der Österreicher begann im rechten Mittelfeld, während Clemens Fritz in die Viererkette und Aleksandar Ignjovski auf die „Sechs" rückte.

Auch im dritten Anlauf im Jahr 2012 teilt sich Werder Bremen mit dem Gegner die Punkte. In einer unruhigen, aber unterhaltsamen Partie gingen die Grün-Weißen zweimal durch Top-Torjäger Claudio Pizarro in Führung (29./47.), kassierten aber durch Makiadi (32.) und Schmid (70.) jeweils den Ausgleich.

Nur eine personelle Veränderung in der Startelf: Für den gesperrten Philipp Bargfrede spielte Neuzugang Zlatko Junuzovic gleich von Beginn an. Der Österreicher begann im rechten Mittelfeld, während Clemens Fritz in die Viererkette und Aleksandar Ignjovski auf die „Sechs" rückten.

Zlatko Junuzovic stand von Beginn an auf dem Platz und bereitete später sogar das 1:0 vor.

Bei eisigen Minus acht Grad, aber ansonsten guten Bedingungen trotzten beide Teams der Kälte durch viel Einsatz und lieferten sich eine Anfangsphase mit hoher Intensität und vielen Zweikämpfen. Werder erwischte den etwas besseren Start und spielte sich auch die erste nennenswerte Torgelegenheit heraus. Nachdem Trybull Rosenberg auf dem rechten Flügel geschickt hatte, gab der Schwede den Ball zu ungenau in die Mitte, wo der gut postierte Pizarro nicht an den Ball kam (10.).

Mitte der ersten Hälfte ließen die Grün-Weißen den SC jedoch durch zu ungenaues Spiel immer besser in die Partie kommen. Nach 18 Minuten wäre eine Nachlässigkeit von Ignjovski beinahe bestraft worden, doch Affolter klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Jendrisek (18.). Nur drei Minuten später verfehlte Makiadi das Tor nach einem Eckball um einen knappen Meter (21.), ehe Affolter unglücklich abwehrte, so dass Freiburgs Lumb aus 22 Metern halbrechter Position ans Leder kam und per Distanzschuss zunächst einen Mitspieler und dann den Außenpfosten traf (25.).

Erst fünfte Gelbe, dann Führungstor durch Pizarro

Tom Trybull gratuliert Claudio Pizarro zu seinem 14. Saisontor. Das 15. sollte wenig später folgen.

Bei Werder lief bis zu dieser Phase wenig zusammen. Bezeichnend: Pizarro erwischte beim Versuch der Balleroberung nicht die Kugel, sondern Gegenspieler Flum und kassierte mit seiner fünfte Gelbe Karte die Quittung für den übereifrigen Einsatz (28.). Doch keine 60 Sekunden später zeigte der Peruaner dann bei einer Zwei-gegen-Vier-Kontersituation wieder seine gewohnte Klasse und erzielte den 1:0-Führungstreffer. „Piza" hatte Junuzovic zunächst auf der linken Seite bedient, das Leder dann in Form einer mustergültigen Hereingabe in die Mitte zurückbekommen und schließlich aus der Drehung eingenetzt (29.).

Die Antwort der Breisgauer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einem scharf getretenen Eckball von Lumb, kam der völlig ungedeckte Makiadi aus vier Metern zum Kopfball und erzielte gegen den chancenlosen Wiese das 1:1 (32.). Nun war plötzlich richtig Stimmung in der Partie, doch genau so schnell beruhigte sich das Spiel wieder und es ging ohne weitere Torszenen in die Kabine.

"Piza" schnürt Doppelpack - "Rosi" vom Pech verfolgt

Was Ende der ersten Halbzeit noch fehlte, folgte dann aber sogleich nach Wiederanpfiff: Keine zwei Minuten waren gespielt als „Piza" erneut zugeschlagen hatte. Nach einer Balleroberung von Rosenberg und einer mustergültigen Vorarbeit von Ekici blieb Werders Tormaschine allein vor Keeper Baumann ganz cool und netzte per Außenrist zur 2:1-Führung ein (47.). Werder war nun am Drücker und drauf und dran die Vorentscheidung herauszuspielen. Nach einem Einwurf von Hartherz holte Rosenberg sich die Kugel und zog aus der Drehung blitzschnell ab, doch der Ball landete aus spitzem Winkel am Pfosten (53.). Was für ein Pech die Grün-Weißen und Markus Rosenberg: Bereits gegen Lautern und Leverkusen scheiterte der Schwede an der Torstange - der 14. Aluminium-Treffer für Werder!

Mehmet Ekici machte ein ordentliches Spiel und bereitete das zwischenzeitliche 2:1 vor.

In der Folge und nach ein paar Umstellungen beim SC, kamen die Gastgeber wieder zurück. Zunächst vergab Höhn eine Doppelchance (56.), ehe Wiese zuerst Jendriseks Distanzschuss parierte (62.) und dann gegen Reisinger beim Eins-gegen-Eins stark zur Ecke klärte (65.). Werder fand Mitte der zweiten Halbzeit nicht mehr in seinen Rhythmus und ließ Chance um Chance zu, so dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis Freiburg den Ausgleich erzielen sollte. In der 70. Minute war es dann so weit als Schmid im Sechzehner erst Hartherz stehen ließ und dann den kurzen Innenpfosten traf, von wo der Ball in die andere Ecke des Tores in Netz kullerte.

Trotz der Einwechslungen von Marko Marin (63.) und Lukas Schmitz (76.), gelang es den in der Schlussphase wieder aktiveren, aber in ihren Offensivbemühungen zu ungenauen Bremern nur selten, sich weitere Gelegenheiten herauszuspielen, so dass es beim verdienten 2:2-Remis blieb.


Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE