Deutliche Niederlage gegen clevere Mainzer

Der Bremer Florian Hartherz zog im Duell mit dem Mainzer Toschützen Adam Szalai den Kürzeren.
Profis
Samstag, 31.03.2012 // 17:35 Uhr

Werder Bremen hat im Weser-Stadion mit 0:3 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 verloren und rutschte am 28. Spieltag auf Platz sieben ab. Über die gesamte Spielzeit hatten die Grün-Weißen zwar mehr von der Partie, doch gefährlich wurde es dabei viel zu selten. Besser machten es die Mainzer, die in Person von Szalai (19.) und Choupo-Moting (48./74.) ihre wenigen Chancen konsequent nutzten.

Drei von fünf Rückkehren in der Startelf: Bei den Grün-Weißen kehrten neben dem zuletzt gesperrten Claudio Pizarro auch die Wiedergenesenen Tim Wiese und Philip Bargfrede in die Anfangsformation zurück. Zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten dafür Niclas Füllkrug, Sebastian Mielitz und Lukas Schmitz. Für Naldo und Marko Marin kam ein Einsatz von Beginn an zu früh - beide feierten ihr Comeback als Einwechselspieler in der zweiten Halbzeit.

Werder Bremen hat im Weser-Stadion mit 0:3 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 verloren und rutschte damit am 28. Spieltag auf Platz sieben ab. Über die gesamte Spielzeit hatten die Grün-Weißen zwar mehr von der Partie, doch gefährlich wurde es dabei viel zu selten. Besser machten es die Mainzer, die in Person von Szalai (19.) und Choupo-Moting (48./74.) ihre wenigen Chancen konsequent nutzten.

Drei von fünf Rückkehren in der Startelf: Bei den Grün-Weißen kehrten neben dem zuletzt gesperrten Claudio Pizarro auch die Wiedergenesenen Tim Wiese und Philip Bargfrede in die Anfangsformation zurück. Zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten dafür Niclas Füllkrug, Sebastian Mielitz und Lukas Schmitz. Für Naldo und Marko Marin kam ein Einsatz von Beginn an zu früh - beide feierten ihr Comeback als Einwechselspieler in der zweiten Halbzeit.

Bargfrede trifft den Pfosten, Szalai das Tor

Adam Szalai nutzte die erste gute Chance der Mainzer eiskalt.

Werder knüpfte zunächst an die gute Leistung aus der zweiten Hälfte gegen Augsburg an und übernahm von Beginn an das Kommando. Bissig in den Zweikämpfen und entschlossen im Spiel nach vorn, dauerte es nach zwei Warnschüssen von Ignjovski (7.) und Junuzovic (8.) keine Viertelstunde bis zum ersten Hochkaräter. Nach einer Flanke von Trybull köpfte Bargfrede das Leder aus sechs Metern an den langen Pfosten (13.).

Mainz kam in der ersten Hälfte zu gerade einmal 20 Prozent Ballbesitz und beschränkte sich ausschließlich aufs Kontern. Aber das machten die Gäste zum Leidwesen der Grün-Weißen ausgezeichnet. Ivanschitz überraschte die aufgerückten Bremer mit einem langen Ball auf Szalai, der Affolter im Sechzehner einfach aussteigen ließ und das Leder aus acht Metern unter die Latte nagelte (19.). Selten was die Phrase „ein Tor aus dem Nichts" so treffend.

Nach dem Gegentreffer änderte sich wenig. Werder dominierte weiterhin alle Statistiken und zeigte bis zum Sechzehner ansehnlichen Fußball, agierte aber in Tornähe gegen die sehr tief stehenden Gäste zu einfallslos. Einzig Trybulls Kopfball nach starker Ignjovski-Hereingabe sorgte für Gefahr, aber Wetklo parierte sicher (35.). Die Gäste ließen sich weiterhin nur ganz selten in der Bremer Hälfte blicken. Aber wenn, dann wurde es richtig gefährlich. So wie in der 41. Minute als Ivanschitz einen Freistoß ans Lattenkreuz zirkelte. Den Abpraller köpfte Bungert aufs Tor, aber Wiese war in höchster Not auf dem Posten.

Bis zum Pausenpfiff erhöhten die Bremer noch einmal die Schlagzahl und kamen nach feinem Doppelpass zwischen Pizarro und Junuzovic noch zu einer guten Gelegenheit, aber Wetklo parierte stark gegen Werders Österreicher (42.).

Mainzer Joker im Glück, Pizarro im Pech

Pizarro erbost: Der Unparteiische pfiff sein 17. Saisontor zurück.

Zur zweiten Hälfte brachte Thomas Schaaf Marin für Ignjovski, nachdem Mainz-Coach Tuchel unmittelbar vor der Halbzeit Choupo-Moting für den verletzten Szalai eingewechselt hatte. Schaafs Pendant hatte dabei offenbar das glücklichere Händchen: Beim ersten Angriff nach der Pause netzte der Mainzer Joker zum 0:2 ein. Nach einer Flanke von Zabavnik räumte der Kameruner Hartherz mit einem Schubser einfach aus dem Weg und ließ Wiese anschließend aus zehn Metern Torentfernung keine Abwehrchance (48.).

Werders Cheftrainer reagierte prompt und brachte Naldo und Füllkrug für Affolter und Trybull. Doch auch die frischen Kräfte konnten zunächst nicht verhindern, dass das Tempo der Partie etwas nachließ. Erst Mitte der zweiten Halbzeit gab es wieder einen Aufreger, als Pizarro einen Freistoß von der Mittellinie mitnahm und anschließend zum vermeintlichen 1:2 ins Tor bugsierte (64.). Doch Schiedsrichter Kircher entschied auf Handspiel bei der Ballannahme und der Treffer zählte nicht.

Lichtblick: Naldo kam nach überstandener Verletzung erstmals im Jahr 2012 zum Einsatz.

Wenig später verpasste Baumgartlinger nach einem Konter das 0:3 (68.), bevor Naldo bei einem Freistoß nach Foul an Marin den Hammer auspackte. Doch Wetklo lenkte den Schuss aus etwa 20 Metern gerade noch über die Latte (72.). Fast im direkten Gegenzug machten die Mainzer alles klar. Nach einer harmlosen Flanke von links behinderten sich Fritz und Wiese gegenseitig, so dass Choupo-Moting plötzlich einen Meter vor dem leeren Kasten an den Ball kam und zum 0:3 abstaubte (74.). Der „geschenkte" Treffer war die endgültige Entscheidung einer Partie, die die Mainzer aufgrund ihrer größeren Cleverness und höheren Effektivität verdient gewonnen haben.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE