Verantwortungsvoller Fritz lobt Teamkollegen und hat "hohe Ansprüche"

Clemens Fritz an der Strandpromenade auf Norderney.
Profis
Mittwoch, 06.07.2011 // 01:47 Uhr

Clemens Fritz gehört inzwischen zu den erfahrensten Spielern bei Werder. Seit Sommer 2006 ist der gebürtige Erfurter Werderaner und gehört damit zum Kreise der Dienstältesten bei den Grün-Weißen.

Clemens Fritz gehört inzwischen zu den erfahrensten Spielern bei Werder. Bereits seit Sommer 2006 ist der gebürtige Erfurter Werderaner und gehört damit auch zum Kreise der Dienstältesten Akteuren bei den Grün-Weißen.

Nicht nur aus diesem Grund zählt Fritz in der breiten Öffentlichkeit nach dem Weggang von Torsten Frings zu den Kandidaten auf die Nachfolge als Werder-Kapitän. „Für mich stellt sich diese Frage nicht. Per hat das in der Vergangenheit als Vize-Kapitän sehr gut gemacht, ich könnte mir deshalb auch gut vorstellen, dass er dieses Amt übernehmen könnte", macht Fritz deutlich.

Kapitänsamt hin oder her, bei Fritz und Co. ist derzeit die volle Konzentration auf das Training gerichtet, will man doch eine bessere Saison spielen, als die vergangene eine war. „Wir haben nach wie vor einen hohen Anspruch, aber dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen. Wir wissen natürlich, dass wir vor keiner einfachen Saison stehen", weiß der Außenverteidiger, der trotz der intensiven Arbeit auf der ostfriesischen Insel von einer positiven Stimmung in der Mannschaft berichten kann. „Wir wissen, dass wir hier die Grundlagen legen müssen. Deshalb arbeiten wir sehr hart und jeder zieht voll mit."

Dass er in der kommenden Saison als Führungsspieler besonders gefordert sein wird, ist dem 30-Jährigen bewusst. „Ganz klar, aber das war auch schon in der Vergangenheit so", macht Fritz deutlich. „Ich stand als Kassenwart und Mannschaftsratsmitglied immer in enger Verbindung mit „Lutscher" und Per und wir haben gemeinsam versucht, das Team noch weiter zusammenzuschweißen. Rückblickend kann man sagen, dass uns das gelungen ist und das wollen wir weiter beibehalten." Die Kapitänsfrage stellt sich für Fritz also nicht, die nach dem Amt des Kassenwarts hingegen schon. „Ich überlege derzeit, ob ich das auch in der kommenden Saison weiter machen möchte", schmunzelt er.

Nicht lange überlegen muss der ehemalige Nationalspieler bei der Frage nach den Neuzugängen. „Die neuen Spieler passen alle charakterlich und menschlich super zum Team. Alle sind sehr offen, stellen Fragen und integrieren sich sehr schnell", lobt Fritz seine neuen Teamkollegen und hat auch für Marko Arnautovic lobende Worte parat. „Ich habe bei Marko in den ersten Tagen das Gefühl, dass er allen zeigen möchte, was er drauf hat. Und er hat unheimlich viel drauf. Wenn er sich auf das Wesentliche konzentriert, dann werden wir noch viel Freude an ihm haben." Freude, die auch durch die Fritz‘sche Zielformulierung aufkommt: „Ich denke, wir können wieder um die internationalen Plätze spielen. Das sollte jedenfalls unser Anspruch sein."

Ziele für die anstehende Spielzeit vor Augen, Planspiele für die Zukunft im Kopf. "Ich kann mir schon vorstellen, meine Karriere bei Werder zu beenden, aber ich muss auch sagen, dass ich das Modell, wie Torsten es gemacht hat - nochmal nach Amerika oder nach Kanada zu gehen - auch sehr reizvoll finde", erklärte Fritz in Punkto Karriereende. Davon möchte er aber aktuell noch nichts wissen. "Aber es ist noch zu früh daran zu denken, außerdem fühle ich mich in Bremen sehr wohl und freue mich auf die anstehenden Aufgaben."

von Norderney berichtet Dominik Kupilas