Ohne Wolf nach Leverkusen

Werders Innenverteidiger fällt aufgrund eines kleinen Muskelfaserrisses im Oberschenkel für die Partie in Leverkusen aus.
Profis
Freitag, 12.08.2011 // 18:40 Uhr

„Andreas Wolf fällt für das Spiel am Sonntag in Leverkusen aus. Er hat sich einen kleinen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zugezogen." Mit dieser Nachricht überraschte Werder-Coach Thomas Schaaf zu Beginn der Pressekonferenz am Freitagmittag, 12.08.2011, die Medienvertreter.

Nach der geglückten Rückkehr der sechs grün-weißen Auswahlspieler am Vortag, die allesamt verletzungsfrei von ihren Nationalmannschaften in Bremen ankamen und auch am Freitag wieder auf dem Trainingsplatz standen, fehlte Andi Wolf folglich und wird auch beim ersten Auswärtsspiel der neuen Saison am Sonntag in Leverkusen nicht zur Verfügung stehen.

Die Gedankenspiele, die sich darauf in den Köpfen der Journalisten abspielten, mit welcher Formation der SVW in Leverkusen antreten wird, sind natürlich auch „bei uns schon längst vorhanden. Wir gehen alle Möglichkeiten durch, die Formation zu bilden. Es gibt aber noch ein paar Fragezeichen, die noch geklärt werden müssen", gab Werders Trainer zu verstehen.

Nur noch kleine Fragezeichen für einen Einsatz gibt es dagegen bei der Personalie Sebastian Prödl. „Sebastian ist näher dran. Er war jetzt eine längere Zeit im Training dabei und hat eine Verbesserung im Fitnessbereich erzielt. Wichtig ist, dass es bei ihm keine Reaktion gab und er konstant eine Heilung erzielen konnte." Prödl selbst sagte: „Ich fühle mich gut. Ich habe in den letzten beiden Wochen alles im Training gegeben. Ob ich spiele, entscheidet jedoch der Trainer."

Vorsichtiger reagiert Thomas Schaaf dagegen noch bei seinem brasilianischen Abwehrmann Naldo. „Vom Gefühl her wird es bei Naldo von Tag zu Tag besser. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass er einen unglaublich langen Zeitraum kein Spiel mehr bestritten hat. Im Training kann er kontrolliert und bewusst handeln, im Spiel ist das aber anders", äußerte sich Schaaf zu Naldo.

Auf eine baldige Rückkehr von Philipp Bargfrede ins Mannschaftstraining hofft Werders Coach zwar, doch für die Partie in Leverkusen „wird es mehr als eng. Er wird eher nicht dabei sein." Kurz vor der Nominierung in den Kader steht unterdessen Claudio Pizarro. „Claudio hat die ganze Woche trainiert. Er wird zumindest im Kader dabei sein", kann Schaaf auf die Dienste des Peruaners in der BayArena bauen.

Freude bereitet dem Bremer Übungsleiter der Serbe Aleksandar Ignjovski. „Er ist eine Option für den Kader. Er war ‚ruckzuck' in der Mannschaft. Ich habe nicht das Gefühl, dass ‚Iggy' sich noch zurechtfinden muss. Er ist sehr ehrgeizig und freut sich, bei uns zu sein", so Schaaf über den bisher letzten Neuzugang der Werderaner, der unter der Woche Spielpraxis in Serbiens U 21-Nationalmannschaft sammeln konnte.

von Timo Volkmann