Spitzenspiel-Wochen: Erste Gedanken vor der Bayern-Partie

Abheben mit Naldo: Marko Arnautovic breitet die Arme aus und bejubelt gegen Stuttgart gemeinsam mit dem Brasilianer das 2:0.
Profis
Montag, 28.11.2011 // 12:01 Uhr

Die Vorbereitung auf diese wichtige Partie startete unmittelbar nach dem Spiel. Cheftrainer Thomas Schaaf schickte seine Spieler direkt zum Auslaufen und verordnete für Montag einen Tag Regeneration.

Tolle Wochen für Werder-Fans. Nachdem die Grün-Weißen mit dem Stuttgart-Sieg wieder ins Spitzenquartett der Bundesliga gerückt sind, gerät der Spieltag der Spitzenspiele am kommenden Wochenende wieder in den Fokus. Genau wie vor zwei Wochen stehen durch die Tabellenkonstellation erneut die Partien 'Erster gegen Zweiter' und 'Dritter gegen Vierter' auf dem Spielplan. Werder geht dabei als Vierter gegen den Rekordmeister FC Bayern (3.) München ins Rennen.

Während die Spieler am Sonntag unter Flutlicht ihre Runden drehten, kreisten die Gedanken des einen oder anderen schon um die Partie in der Allianz-Arena am Samstag, um 15.30 Uhr. "Wir sind wieder da, aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Wir haben ganz schwere Spiele vor uns, deswegen war der Stuttgart-Sieg doppelt wichtig. Jetzt muss die volle Konzentration der Partie gegen die Bayern gelten. Wir müssen versuchen, uns oben festzusetzen. Mit einem Sieg oder mindestens einem Punkt in jedem der restlichen Spiele würden wir einen großen Schritt weiterkommen", blickt Werders 108 km/h-Torschütze Naldo bereits auf das nächste Werder-Spiel.

Auch Kapitän Clemens Fritz freut sich schon auf die Partie. "Die Bayern sind das Nonplusultra der Bundesliga, was den Kader angeht. Doch wir haben genug Selbstvertrauen, dass wir uns dort nicht verstecken müssen." Aaron Hunt fügt an: "Natürlich fahren wir dahin, um etwas mitzunehmen. Die Bayern sind der Favorit, aber das ist keine unbezwingbare Mannschaft."

Zwei Dinge beeinflussen die positive Grundstimmung der Grün-Weißen. Einerseits haben sie nach dem Gladbach-Desaster - ergebnistechnisch und spielerisch - die Kurve bekommen, andererseits belegen zwei Niederlage in Folge des Rekordmeisters die These von Aaron Hunt. Geschäftsführer Klaus Allofs traut dem Team eine gute Leistung in München zu: "Wir haben unsere Ausgangslage wieder verbessert und darauf können wir aufbauen. In München müssen wir mutig, schlau und mit hoher Laufbereitschaft auftreten. Das ist zwar eine Voraussetzung für alle Spiele, aber in München gilt das besonders." Allofs weiter: "Wir haben gegen den VfB Stuttgart nicht über unsere Verhältnisse gespielt. Wir können noch einige Sachen verbessern."

Ob es am Samstag zu einem Duell der Bundesliga-Torjäger, Claudio Pizarro (11 Tore) und Mario Gomez (13 Tore) kommen wird, lässt sich am Montag noch nicht sagen. Geschäftsführer Klaus Allofs kündigte nach dem Spiel gegen Stuttgart an, dass Werder sich in diesem Punkt lange bedeckt halten wird. "In der letzten Woche ist es uns als Rumgeeiere ausgelegt worden, dass wir nicht gleich in Stuttgart angerufen haben, um beim Gegner Bescheid zu sagen, dass unser bester Torjäger ausfällt. Jetzt machen wir das ganz anders und sagen dazu gar nichts mehr. Selbst wenn ich Infos über eine Tendenz für Claudio hätte, würde ich jetzt nichts dazu sagen."

Fest steht, eine spannende Trainingswoche bricht an. Und sie wird mit einem heißen Spiel beendet. Ein Spiel, in dem sich die Grün-Weißen an den Bayern vorbei, auf Platz drei, schieben könnten.

von Michael Rudolph