Wechsel von Merte ein „großer Verlust"

"Sportlich und charakterlich ein großer Verlust": Clemens Fritz über seinen Freund zum Abschied.
Profis
Mittwoch, 31.08.2011 // 18:10 Uhr

Per Mertesacker verlässt Werder Bremen. In ihm geht eine Identifikationsfigur, ein Leistungsträger und der Kapitän des Vereins von Bord. „Der Wechsel von Per ist charakterlich und sportlich ein großer Verlust für uns", sagte Clemens Fritz am Dienstag, noch ehe der Wechsel überhaupt perfekt war. „Wenn man den Kapitän und einen Spieler, der in der deutschen Nationalmannschaft einen Stammplatz hat, verliert, dann ist das ein Riesenverlust", pflichtete Klaus Allofs bei.

„Er hat beständig auf hohem Niveau gespielt und hatte durch seine internationale Erfahrung uns seine Persönlichkeit einen hohen Stellenwert in der Gruppe. Wir mussten Per nicht um jeden Preis verkaufen, aber wir konnten ihm das nicht ausschlagen, zumal auch unsere finanziellen Forderungen erfüllt worden sind. Deshalb sollten wir uns freuen, dass ein toller Spieler so lange bei uns war und das war er mit ganzen Herzen", so der Geschäftsführer weiter, der den Wechsel von „Merte" als "Einschnitt" bezeichnete.

„Es ist bedauerlich, dass er uns verlässt, aber der Abgang muss nun im Kollektiv aufgefangen werden", fordert Allofs und weiß: „Der Wechsel eines Leistungsträgers bietet immer auch Chancen für andere Spieler in diese Rolle hineinzuwachsen und mehr Verantwortung zu übernehmen." Vor allem Clemens Fritz, Claudio Pizarro und Tim Wiese sieht der Werder-Geschäftsführer nun in der Pflicht, „aber auch alle anderen im Team sind gefordert." Allofs verdeutlichte auch nochmal, dass „wir keine Angst haben. Das wäre auch die falsche Reaktion. Wir haben großes Vertrauen in die Abwehrspieler, die uns noch zur Verfügung stehen. Mit Andreas Wolf, Sokratis und Basti Prödl sind wir gut aufgestellt. Und wenn Naldo wieder fit ist, dann erleichtert er uns diese Entscheidung."

Um sich vernünftig von seinen Mitspielern zu verabschieden, wird der 26-Jährige „nach den Länderspielen noch mal nach Bremen kommen", so Allofs, der „Merte" auf der Insel alles zutraut. „Er passt gut in die Premier League. Natürlich muss er sein Spiel an die anpassen und die Besonderheiten der Liga für sich erkennen. Das ist aber ein völlig normaler Prozess und Per ist intelligent und gut genug, sich schnell zurechtzufinden." Dabei wünscht Clemens Fritz, der nun das Kapitänsamt von Mertesacker übernimmt, dem Abwehrhünen stellvertretend viel Erfolg. „Wir wünschen ihm alles Gute und drücken ihm die Daumen, dass er verletzungsfrei bleibt. Für Arsenal ist er ein Glücksgriff."

von Dominik Kupilas

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