Konkurrenz belebt das Geschäft: "Wieder mehr Möglichkeiten"

Arnautovic raus, Roseberg rein oder umgekehrt. Werder kann sich derzeit großer Effektivität der Einwechselspieler erfreuen!
Profis
Dienstag, 30.08.2011 // 09:41 Uhr

Davon profitierten die Grün-Weißen zuletzt gleich doppelt. Zunächst bescherten die Treffer der eingewechselten Arnautovic und Wesley einen Heimsieg gegen den SC Freiburg. Am Samstag in Hoffenheim zeichnete sich in Person von Markus Rosenberg erneut ein Joker für den Sieg verantwortlich. Mit drei Toren und zwei Vorlagen weist Werder in dieser Spielzeit bisher die erfolgreichste Bilanz aller Einwechselspieler auf. „Wir haben wieder mehr Möglichkeiten und die braucht man, um oben mitzumischen. Wenn wir diesen Konkurrenzkampf für uns nutzen und die Spieler diese Situation positiv annehmen, dann kann uns das helfen", weiß Geschäftsführer Klaus Allofs.

Vier Spiele, neun Punkte. Zwei Siege in Serie und zweimal einen Rückstand in einen Sieg verwandelt. Dazu eine Konkurrenzsituation, die es Thomas Schaaf ermöglicht, auch während des Spiels durch einen Wechsel nochmal reagieren zu können.

Geholfen hat es in Hoffenheim allemal. Als Marko Arnautovic, der in der Rhein-Neckar-Arena erstmals in dieser Saison von Beginn an ran durfte, als Torschütze vom Platz ging, machte er den Weg frei für Markus Rosenberg und dessen späteren Siegtreffer. „Ich habe gegen Freiburg ein Tor gemacht und danach im Training viel Gas gegeben. Deshalb habe ich heute vom Trainer die Belohnung bekommen, von Anfang an spielen zu dürfen und ich denke, ich habe die Belohnung genutzt", freute sich Arnautovic über seinen Einsatz und das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1. „Das war ein guter Pass von Lukas über die Abwehr. Der Torwart hat gedacht ich überlupfe ihn und ist hoch gesprungen. Ich bin aber unten durchgegangen. Es war ein gutes und ein wichtiges Tor, aber wichtiger war der Treffer von Rosi."

Diese Aussage zeigt, dass derzeit alle im Team von der Konkurrenzsituation profitieren, die in der vergangenen Spielzeit durch die zahlreichen Ausfälle so sehr herbeigesehnt wurde. „Es herrscht ein großer Konkurrenzkampf zwischen uns, aber wie man gesehen hat, ist der gut für uns: Ich habe heute getroffen, Rosi hat getroffen und Claudio hat ein Tor vorbereitet", so Arnautovic. Dass „Rosi" am Samstag trotz seines Treffers nicht gänzlich zufrieden war, ist nur allzu verständlich. „Natürlich möchte man immer spielen. Ich muss versuchen gut zu spielen und Tore zu schießen, mehr kann ich nicht machen", weiß der Schwede. Auftrag ausgeführt.

Cheftrainer Thomas Schaaf durfte am Samstag abermals zufrieden sein mit seinen Einwechselspielern. „Das reicht aber noch nicht. Ich möchte mit allen Spielern zufrieden sein. Das ist dann der Fall, wenn jeder Spieler in jedem Spiel bis ans Limit der Leistungsfähigkeit geht und es mir dadurch noch schwerer gemacht wird zu entscheiden, wer aufläuft", so der 50-Jährige, der Werder auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke sieht: „Wir haben einige Dinge wiedergefunden und glauben wieder mehr an uns. Dennoch bewegen wir uns in einer Phase, in der wir Klarheit und Lockerheit finden müssen. Wie gesagt: Wir haben schon einiges gefunden, aber die Suche ist noch nicht zu Ende." Die Suche ist noch nicht beendet, hoffentlich dauert auch die positiven Serien noch weiter an.

Von Dominik Kupilas