Erst Wilhelmshaven, dann Urlaub - Viertes Testspiel am Donnerstag

Das Team von Trainer Wolfgang Steinbach kickt in der vierten Liga. Es wird ein härteres Stück Arbeit für Werder beim vierten Testspiel-Auftritt.
Profis
Donnerstag, 26.05.2011 // 11:33 Uhr

Es ist das letzte Spiel einer kräftezehrenden Saison. Noch einmal wollen die Werderaner ihren Fans ein wenig Unterhaltung bieten und sich für tolle Unterstützung in den vergangenen Monaten bedanken. Der Urlaub steht vor der Tür, doch ...

Es ist das letzte Spiel einer kräftezehrenden Saison. Noch einmal wollen die Werderaner ihren Fans ein wenig Unterhaltung bieten und sich für tolle Unterstützung in den vergangenen Monaten bedanken. Der Urlaub steht vor der Tür, doch bevor es mit dem Flieger für viele in die wohlverdienten Ferien geht, gastieren die Grün-Weißen am Donnerstagabend, 26.05.2011, um 19.30 im Jadestadion in Wilhelmshaven. Regionalliga gegen Bundesliga heißt es zum Abschluss der Testspiel-Reihe.

Wilhelmshavens Coach: Wolfgang Steinbach.

Der Verein:

Die Wurzeln des Sport-Vereins Wilhelmshaven gehen auf das Jahr 1905 zurück, der in diesem Jahr als FC Comet 1905 gegründet wurde. Der Gründung folgte aus organisatorischen Zwängen noch im gleichen Jahr die Umbenennung zum FC Deutschland Wilhelmshaven, dem sich im Jahre 1912 der Heppenser BSV anschloss. Im Jahre 1924 gesellte sich der ebenfalls zwischenzeitlich gegründete Verein VfB Wilhelmshaven an die Seite des FC Deutschland. Der durch die Fusion entstandene Verein gab sich den Namen Wilhelmshavener SV 1906. Dieser wiederum fusionierte 1939 mit dem VfL 1905 Rüstringen zur SpVgg. 1905 Wilhelmshaven. Letztlich kam es 1972 zum Zusammenschluss mit dem TSV Germania. Der Verein mit seinerzeit über 3.000 Mitgliedern gab sich den Namen SV Wilhelmshaven. Die Vereinsfarben sind rot und gelb. Mit Beginn der Saison 2008/2009 spielt der SVW nun in der neu gegründeten Regionalliga-Nord und befindet sich somit im Kreis der 100 besten Fußballclubs in Deutschland.

Die Gegenwart und der Kader:

Nach dem 37. und damit vorletzten Spieltag der Saison, belegen die Wilhelmshavener den 12. Tabellenplatz in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Als Aufsteiger in Liga 3 steht bereits der Chemnitzer FC fest, abgestiegen in die fünfte Spielklasse ist unter anderem der FC Oberneuland. Der SVW konnte vorzeitig die Klasse halten und beschließt nur knapp 40 Stunden nach Abpfiff des Testspiels die Saison mit dem Heimspiel gegen die Zweitvertretung aus Braunschweig. Cheftrainer Wolfgang Steinbach, ehemaliger Auswahlspieler der DDR, stehen am Donnerstagabend sämtliche Akteure aus dem Kader zur Verfügung. "Vor so einer großen Kulisse gegen Werder Bremen zu spielen, ist für jeden ein echtes Erlebnis", sagt er. "Und wir werden versuchen, so viele Spieler wie möglich daran teilhaben zu lassen." Am Mittwoch gab er seinen Jungs trainingsfrei, um noch einmal Kraft zu tanken für die bevorstehenden Partien.

Die Vergangenheit:

Blickt man in der Historie des Vereins etwas zurück, findet man einige bekannte Namen, die bereits für den SVW auf und neben dem Platz aktiv waren. Ex-Bundesliga-Profi und Nationalspieler Dirk Schuster (Karlsruher SC und 1. FC Köln) sowie Manfred Bender, der für den FC Bayern, 1860 München und den Karlsruher SC in der ersten Liga auf Torejagd ging. Aber auch Litauens Fußballikone Valdas Ivanauskas, Ex-Bochumer Heiko Bonan und Werders Mike Barten schnürten bereits für den SVW ihre Fußballschuhe. Wolf Werner, Hans-Werner Moors, Gerd Roggensack und seit einiger Zeit nun Wolfgang Steinbach nahmen auf der Trainerbank der Wilhelmshavener Platz.

In Verden berichtete Marko Marin per Liveticker für WERDER.DE.

Das Stadion:

Schauplatz der Begegnung ist das Jadestadion. Spatenstich für das 7.500 Zuschauer fassende Rund war im November 1998. In rekordverdächtiger Zeit entstanden 2.200 Sitz- und 5.300 Stehplätze. 5.500 davon sind überdacht. Nach 34 Wochen Bauzeit wurde die Heimspielstätte des SVW letztlich am 1. August 1999 eingeweiht. Die guten Bedingungen nutzte auch der Nachwuchs des DFB, als es im Jahr 2004 zum Länderspiel der U21 Nationalmannschaft gegen Serbien-Montenegro kam. Für die Partie am Donnerstagabend gegen die Grün-Weißen konnten im Vorfeld bereits knapp 6.000 Tickets abgesetzt werden. Für Kurzentschlossene gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, ab 17 Uhr an der Stadion-Tageskasse noch Karten zu erwerben.

Übertragung:

Beim vergangenen Testspiel der Werderaner in Verden hat Marko Marin zeitweise den Liveticker auf werder.de übernommen. Auch Sandro Wagner fand großen Spaß daran, die User über die Geschehnisse auf dem Platz zu informieren. Sollten die beiden Akteure am Donnerstagabend in Wilhelmshaven aufgrund ihrer Verletzungen wieder nur die Zuschauerrolle einnehmen können, besteht die Chance, dass sie erneut in die Tasten hauen. Wer ihr verfolgen möchte, hat unter www.werder.de/liveticker/ ebenso die Möglichkeit dazu den Ticker abzurufen, wie diejenigen, die unterwegs sind unter mobil.werder.de. Ab 19.15 Uhr meldet sich die Redaktion aus dem Jadestadion. Bewegtbildcontent gibt's für alle Abonnenten am Freitagmorgen bei WERDER.TV in einer Zusammenfassung.

Vorbericht Marco Niesner