Selbstbewusst gegen Schalkes neue Euro-Fighter

Philipp Bargfrede behauptet sich im Zweikampf gegen Schalkes Top-Stürmer Raúl.
Profis
Donnerstag, 14.04.2011 // 16:57 Uhr

Nur drei Tage nach dem sensationellen Champions-League-Halbfinaleinzug geht es für den FC Schalke 04 in der Bundesliga am Samstag, 16.04.2011 um 18.30 Uhr in Bremen weiter. Während sich die Königsblauen mit 39 Punkten endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben, geht es für die Grün-Weißen (34 Zähler) am 30. Spieltag im restlos ausverkauften Weser-Stadion weiterhin um den Klassenerhalt. Trotz der sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bleibt das Thema in Bremen aktuell. „Wir werden nicht müde immer wieder zu betonen, dass wir zwar auf dem richtigen Weg sind, aber noch nichts geschafft haben", erklärt Geschäftsführer Klaus Allofs.

Nur drei Tage nach dem sensationellen Champions-League-Halbfinaleinzug geht es für den FC Schalke 04 in der Bundesliga am Samstag, 16.04.2011 um 18.30 Uhr in Bremen weiter. Während sich die Königsblauen mit 39 Punkten endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben, geht es für die Grün-Weißen (34 Zähler) am 30. Spieltag im restlos ausverkauften Weser-Stadion weiterhin um den Klassenerhalt. Trotz der sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bleibt das Thema in Bremen aktuell. „Wir werden nicht müde immer wieder zu betonen, dass wir zwar auf dem richtigen Weg sind, aber noch nichts geschafft haben", erklärt Geschäftsführer Klaus Allofs.

Raúl glänzte nicht nur gegen Inter. Im Hinspiel erzielte der Spanier drei seiner bislang zwölf Saisontore.

Die Schalker indes haben sich durch ihre beeindruckenden Auftritte gegen Inter Mailand bundesweit Sympathie und Respekt erarbeitet. Auch Werder-Cheftrainer Thomas Schaaf, der mit seiner Elf genau wie der FC Bayern gegen den Titelverteidiger den Kürzeren zog, zeigte sich auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel voll des Lobes: „Das ist ein Riesenerfolg. Es war schon eindrucksvoll wie selbstbewusst diese Mannschaft selbst in Mailand gespielt hat, immer wieder ihre Chance gesucht hat und wirklich sehr, sehr gut harmoniert hat. Das hat sich gestern Abend fortgesetzt, so dass sie zurecht in das Halbfinale eingezogen ist. Ein großes Kompliment, es war schön mit anzusehen."

Seit der Entlassung von Felix Magath und der Rückkehr von Ralf Rangnick (trainierte die Königsblauen bereits von September 2004 bis Dezember 2005) haben die Gäste einen wahren Höhenflug hingelegt. Der Klassenerhalt wurde de facto gesichert, jede der bislang vier Partien wurde gewonnen und aus dem Schalker Umfeld ist von einer regelrechten Befreiung in den Köpfen aller Beteiligten zu hören. Schaaf möchte das jedoch nicht überbewerten und betont, dass „auch schon vorher Erfolge da waren. Man ist dort ins Pokalfinale eingezogen und hat sich in der Champions League behauptet". Die Grün-Weißen hatten in der Hinrunde zudem selbst schmerzlich erfahren müssen, zu welchen Leistungen die ,Knappen' in der Lage sind. Besonders hervor tat sich bei der 0:4-Pleite im November Weltstar Raúl, der gegen Werder seinen ersten Bundesliga-Hattrick erzielte. Kein Wunder also, dass sein Pendant auf Bremer Seite dem Rekord-Torjäger der Champions League höchsten Respekt zollt: „Raúl ist ein Topstürmer und ein echter Leader. Auch bei Schalke zeigt er seine ganzen Qualitäten und bringt seine Erfahrung ein", so Claudio Pizarro.

"Es wird eine tolle Partie"

Thomas Schaaf freut sich auf das Abendspiel gegen Schalke 04.

Dass den Peruaner und seine Mannschaftskollegen angesichts der Schalker Situation im Liga-Mittelfeld ein Team erwartet, das mit Blick auf die Aufgaben in den Pokal-Wettbewerben mit angezogener Handbremse auftritt, glaubt Schaaf indes nicht: „Wenn man in solchen Halbfinals bzw. im Finale steht, dann kann man nicht sagen, bis zum Finale machen wir jetzt acht Wochen Holiday und legen die Füße hoch. Man muss Spiel für Spiel immer wieder seine Leistung abrufen, je besser das gelingt, umso besser ist man für die K.O.-Spiele vorbereitet." Auch aus eigener Erfahrung erwartet der Bremer Cheftrainer daher, dass Kollege Rangnick und sein Team konzentriert weiterarbeiten werden, um die aktuell beflügelte Stimmung nicht zu gefährden.

Durch den Schalker Erfolg ändert sich für Schaaf gleichwohl nichts an der Spiel-Vorbereitung. „Ich gehe immer davon aus, dass der Gegner seine Top-Leistung abliefern kann. Das nehme ich als Maßstab und deshalb gibt es für mich keine Veränderung." Die bislang magere Heimspiel-Ausbeute (nur ein Sieg aus sechs Rückrunde-Partien) soll dennoch am Samstag ausgebaut werden. „Wir waren oft genug nah dran, haben es aber nicht geschafft, mehr draus zu machen. Deswegen muss es am Wochenende unser Ziel sein, für eine bessere Quote zu sorgen." Angesichts der aktuellen Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Folge ein hoffnungsvolles Unterfangen. Und Schaaf verspricht: „Wir sind von unseren Qualitäten überzeugt und bereit den Kampf aufzunehmen und jeden Gegner anzugehen. Wir sind am Samstagabend in der schönen Situation, uns mit einem Gegner messen und hervortun zu können, der so positiv im Blickpunkt ist. Ich glaube, es wird eine tolle Partie, es sind gegen Schalke immer gute Spiele gewesen."

Christoph Muxfeldt