Werder empfängt Diegos ,Wölfe’ mit breiter Brust

Im Hinspiel lieferten sich die Teams von Marko Arnautovic und Diego ein enges Duell. Tore fielen in Wolfsburg aber nicht.
Profis
Donnerstag, 28.04.2011 // 17:02 Uhr

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Wie in der Vorwoche trifft Werder Bremen am Freitag, 29.04.2011, ab 20.30 Uhr mit dem VfL Wolfsburg auf einen Nordrivalen. Und wie gegen den FC St. Pauli geht es dabei nicht nur für den Gegner einmal mehr um den Klassenerhalt.

Auch wenn Wolfsburg-Coach Felix Magath die Gastgeber nicht mehr als gefährdet einstuft („Werder ist nicht mehr im Abstiegsrennen"), sieht man das auf Bremer Seite anders. „Alle, die rechnen können, haben erkannt, dass wir noch nicht gerettet sind und noch Punkte brauchen. Das ist kein Tiefstapeln. Ganz nüchtern betrachtet: Sollte Wolfsburg hier gewinnen, haben wir wieder eine ganz andere Situation. Das müssen wir wissen und dementsprechend geht die Mannschaft das Spiel an", erklärt Klaus Allofs trotz des Sechs-Punkte-Polsters auf den Relegationsplatz, den jedoch die ,Wölfe' belegen. Allerdings räumt der Werder-Geschäftsführer auch ein, dass „die Sorgen von Wolfsburg erst einmal größer sind" und baut darauf, dass die seit nunmehr acht Spielen ungeschlagene Schaaf-Elf „mit breiter Brust" ins Derby gehen kann.

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Wie in der Vorwoche trifft Werder Bremen am Freitag, 29.04.2011, ab 20.30 Uhr mit dem VfL Wolfsburg auf einen Nordrivalen. Und wie gegen den FC St. Pauli geht es dabei nicht nur für den Gegner einmal mehr um den Klassenerhalt.

Auch wenn Wolfsburg-Coach Felix Magath die Gastgeber nicht mehr als gefährdet einstuft („Werder ist nicht mehr im Abstiegsrennen"), sieht man das auf Bremer Seite anders. „Alle, die rechnen können, haben erkannt, dass wir noch nicht gerettet sind und noch Punkte brauchen. Das ist kein Tiefstapeln. Ganz nüchtern betrachtet: Sollte Wolfsburg hier gewinnen, haben wir wieder eine ganz andere Situation. Das müssen wir wissen und dementsprechend geht die Mannschaft das Spiel an", erklärt Klaus Allofs trotz des Sechs-Punkte-Polsters auf den Relegationsplatz, den jedoch die ,Wölfe' belegen. Allerdings räumt der Werder-Geschäftsführer auch ein, dass „die Sorgen von Wolfsburg erst einmal größer sind" und baut darauf, dass die seit nunmehr acht Spielen ungeschlagene Schaaf-Elf „mit breiter Brust" ins Derby gehen kann.

Schaaf warnt vor verbesserten Wolfsburgern

Eine Niederlage gegen den VfL wäre eine Rolle rückwärts im Abstiegskampf.

Doch auch die Niedersachsen haben sich in den letzten Wochen stabilisiert. „Wenn man die letzten Spiele sieht, war dort eine Steigerung zu erkennen. Man hat sich gewehrt, beispielsweise zu Hause gegen St. Pauli, wo man kurz vor Schluss noch den Ausgleichstreffer erzielt hat. Gegen Köln sind sie zudem sehr engagiert aufgetreten und waren sehr aggressiv in den Zweikämpfen", warnt Cheftrainer Thomas Schaaf. Seit der spektakulären Rückkehr von 2009er Meister-Coach Magath zum 27. Spieltag hat der VfL erst einmal verloren, allerdings mit dem 4:1 gegen Köln gleichfalls erst einen Sieg eingefahren. Auch daher sind die ,Wölfe' gemeinsam mit Werder Bremen die ,Unentschieden-Könige' der Liga (je elf Remis, darunter ein 0:0 im Hinspiel).

In jener Hinrundenpartie kam es zum ersten Duell mit Werders Ex-Spielmacher Diego, den bei seiner Rückkehr ein restlos ausverkauftes Weser-Stadion (40.000 Zuschauer) erwartet. In Bremen schätzt man den einstigen Publikumsliebling nach wie vor nicht nur als hervorragenden Spieler, sondern auch als Menschen. „Für alle Beteiligten ist es eine schöne Sache, dass er wieder im Weser-Stadion auflaufen wird. Für die Zuschauer, aber sicherlich auch für ihn", freut sich Allofs auf das Wiedersehen. Wenngleich der Geschäftsführer betont, dass es Angenehmeres gibt, als den Brasilianer als Gegenspieler zu haben. „Aber es liegt ja auch an uns, nicht zuzulassen, dass er so gut spielt, wie er das kann".

"Ich komme gern zurück"

Zu Gast bei Freunden: Pfiffe dürften Diego in Bremen nicht erwarten.

Unabhängig von der Brisanz der Partie gibt sich der 26-Jährige selbst voller Vorfreude. „Ich komme gern zurück, habe noch guten Kontakt zu vielen Spielern. Und ganz ehrlich: Pfiffe würden mich überraschen", so Diego gegenüber der Kreiszeitung Syke. Der Brasilianer setzt bei aller Liebe selbstredend dennoch auf einen Erfolg seines Teams und sein aktueller Trainer ist überzeugt, dass der Mittelfeldspieler seine Aufgabe meistern wird. „Er ist professionell und wird sich nicht von seinen Gefühlen zu irgendetwas verleiten lassen", wurde Magath unter der Woche in der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung zitiert.

Schaaf glaubt ebenfalls an eine konzentrierte Vorstellung des Gegners. „Ich denke, dass man alles versuchen wird, hier eine gute Partie zu liefern. Die Wolfsburger werden gewillt sein, ihre Situation zu verbessern. Es wird an uns liegen - was wir zulassen, wie wir den Gegner ins Spiel kommen lassen." Gelingt es seiner Mannschaft, Diego und Co. im Zaum zu halten, könnte sie ihrem Trainer damit ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk bereiten.

Der Ur-Werderaner feiert am Samstag seinen 50. Ehrentag. Die Frage, ob das Spiel in der Geburtstagswoche ein gutes Omen sei, beantwortete Schaaf bei der offiziellen Pressekonferenz mit gewohnt trockenem Humor. „Es passiert nun mal, dass man Jahr für Jahr auch Geburtstag hat. Das ist schön, man freut sich und das wird auch gefeiert. Ich habe keine Statistik geführt, ob man in dieser Woche erfolgreicher ist. Ich glaube aber nicht, dass das Ergebnis unbedingt von meinem Geburtstag abhängig ist". Sollte das wider Erwarten dennoch der Fall sein, stehen die Chancen für Werder gut. Im letzten Jahr gewannen die Grün-Weißen in besagter Woche mit 2:0. Gegen Felix Magaths Schalker.

Christoph Muxfeldt