Trinks Startelfdebüt: „Ich danke Thomas Schaaf für das Vertrauen"

Florian Trinks hatte es häufig mit dem starken Arturo Vidal zu tun: Werders Youngster machte seine Aufgabe gut.
Profis
Sonntag, 27.02.2011 // 21:14 Uhr

Erschöpft, aber mehr als glücklich stellte sich Florian Trinks nach Spielschluss den Fragen der Journalisten. Der erst 18-jährige Youngster hatte so eben seine ersten vollen 90 Minuten in der Bundesliga hinter sich gebracht. „Ich bin ziemlich kaputt, aber freue mich natürlich, dass wir das Unentschieden noch geschafft haben. Es war ein gefühlter Sieg, dass wir nach dem 0:2 noch so wieder zurückgekommen sind." Sein Bundesliga-Debüt hatte Werders Nachwuchsmann erst vor knapp einem Monat gegen die Bayern gegeben, bisher insgesamt erst 41 Minuten in Deutschlands höchster Spielklasse absolviert, nun brachte ihn der Werder-Coach gegen Leverkusen erstmals von Beginn an. „Ich danke Thomas Schaaf für das Vertrauen, das er mir geschenkt hat. Ich hoffe, dass ich dem Team heute ein wenig helfen konnte."

Mit der Leistung, die Trinks gegen den Tabellenzweiten abrief, waren die Verantwortlichen von Werder jedenfalls schon sehr zufrieden. „Mit seiner Frische, die er reinbringt, seinem jugendlichen Element und der Unbekümmertheit, hat er das heute hervorragend gemacht", zeigte sich Schaaf nach der Partie angetan von Trinks erstem Einsatz über die volle Distanz. „Florian ist schon lange im Verein, ist längere Zeit ausgefallen, hat aber mit seiner Leistung heute dokumentiert, dass er zu Recht bei uns reingehört." Schaaf stellte aber auch klar, dass bei dem 18-Jährigen zukünftig noch Luft nach oben ist: „Das war heute ein guter Anfang, aber das muss natürlich noch weiter gesteigert werden. Auch Klaus Allofs sieht in Trinks ein „Riesen-Talent, der für uns momentan eine zusätzliche Option im Mittelfeld bietet".

Dass es momentan jedoch nicht auf die Leistung eines Einzelnen ankommt, machte Trinks unmissverständlich deutlich: „Wir wissen alle, dass wir derzeit unsere persönlichen Ziele hinten anstellen müssen. Es ist egal, ob man von der Bank kommt, oder von Beginn an spielt, nur gemeinsam geht es." Das hob auch Geschäftsführer Klaus Allofs noch einmal hervor: „Dass Florian, ‚Boro' und Sandro heute gespielt haben, war keine Entscheidung gegen die anderen, sondern spricht für die drei. Florian hat bereits im Training einige gute Dinge gezeigt und auch ‚Boro' ist nach langer Verletzungspause wieder fit. Ich hoffe, dass seine Blessur im Spiel jetzt nicht so schlimm ist. Er hat das in den ersten 30 Minuten gut gemacht, hätte er eine von seinen beiden Chancen reingemacht, hätte ihm das sicherlich noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Auch Sandro hat die Situation angenommen und weiß, dass es nicht hilft, mit sich zu hadern, sondern nur, dass harte Arbeit weiterhilft", so Klaus Allofs. Diese Devise gilt in den nächsten Wochen nicht nur für Wagner, sondern für alle Grün-Weißen, die noch zehn wichtige Spiele im Kampf um den Klassenerhalt vor der Brust haben.

Von Marco Niesner und Dominik Kupilas