Stevanovic' Bundesliga-Debüt: „Kein Signal, dass ich was erreicht habe“

Stevanovic kam beim Heimspiel gegen Wolfsburg in der 77. Minute für Torsten Frings ins Spiel, der gegen die 'Wölfe' sein 400. Bundesligaspiel bestritt.
Profis
Dienstag, 03.05.2011 // 11:43 Uhr

Beim Auswärtsspiel in Frankfurt stand er das erste Mal im Aufgebot der Werder-Profis, beim Spiel auf St. Pauli zur Einwechselung bereit und am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg durfte Predrag Stevanovic dann im dritten Anlauf endlich sein Bundesliga-Debüt feiern. In der 77. Minute kam der gebürtige Essener, der in der Winterpause vom FC Schalke 04 an die Weser gewechselt war, für Torsten Frings ins Spiel. „Ich freue mich natürlich sehr über mein Debüt, es war schön eingewechselt worden zu sein, aber ich hätte natürlich lieber gewonnen", sagte der 20-Jährige nach der Partie.

Dass er dabei für Kapitän Torsten Frings in die Partie gekommen ist, der gegen die ,Wölfe‘ sein 400. Bundesliga-Spiel absolvierte, war für ihn nicht wichtig. „Torsten ist ein Spieler, von dem man viel lernen kann. Dass er für mich das Feld verlassen hat, ist aber nicht entscheidend. Es sollten offensive Akzente gesetzt werden, deshalb habe ich auch nicht die Position von Torsten übernommen. Allerdings sind 400 Einsätze schon eine gewaltige Zahl und das ist eine Sache auf die man hinarbeitet."

Für den gebürtigen Essener waren es zwar die ersten 13 Minuten in der Bundesliga, aber dennoch ein sehr wichtiger Schritt in der noch jungen Karriere. In den letzten Wochen machte er vermehrt auf sich aufmerksam, schoss die U 23 beim Auswärtsspiel in Braunschweig mit zwei Toren zum 2:1-Erfolg und krönte seine guten Leistungen in der dritten Liga und im Training der Profis nun mit dem Debüt. „Mit meiner Entwicklung bin ich ganz zufrieden, aber ich muss weiter Gas geben und hart arbeiten, um auch zu weiteren Einsätzen zu kommen", weiß ‚Preddy‘, dass er bisher noch nichts erreicht hat. „Ich würde nicht davon sprechen, dass es ein Startschuss war, aber zumindest ein Anfang ist jetzt gemacht. Es ist jedenfalls kein Signal, dass ich schon etwas erreicht habe."

Dass er die Bundesliga-Bühne ausgerechnet im knallharten Abstiegskampf betreten hat, belastet den Serben nicht. „Ich mache mir keinen Druck, weil wir um den Klassenerhalt spielen. Fußball soll Spaß machen und ich bin ein ehrgeiziger, aber auch lockerer Typ. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen." Dennoch war er bei seiner Einwechselung „etwas nervös. Aber ich denke, dass geht allen Spielern so und als ich dann auf dem Platz stand, war es einfach ein schönes Gefühl."