3:2-Erfolg und Gänsehautmoment bei Frings-Abschied

Torsten Frings führte die Werderaner zum allerletzten Mal auf den Platz. Kurz vor der Pause nahm ihn Thomas Schaaf vom Feld.
Testspiel
Donnerstag, 26.05.2011 // 21:17 Uhr

Wilhelmshaven geschlagen, jetzt winkt der Urlaub. Im letzten Testspiel nach der Bundesliga-Saison besiegte der SVW den Regionalligisten SV Wilhelmshaven mit 3:2 (3:2). Die Tore ...

Wilhelmshaven geschlagen, jetzt winkt der Urlaub. Im letzten Testspiel nach der Bundesliga-Saison besiegte der SVW den Regionalligisten SV Wilhelmshaven mit 3:2 (3:2). Die Tore fielen allesamt im ersten Durchgang. Für Werder trafen Sandro Wagner in der zweiten Minute zur 1:0-Führung, Niklas Andersen (11.) und Predrag Stevanovic (15.). Für den SV Wilhelmshaven trugen sich Musa Karli (10.) und Storey (25.) in die Torschützenliste ein.

Das frühe 1:0 durch Sandro Wagner nach nur zwei Minuten.

Für einen Auftakt nach Maß sorgte Sandro Wagner, der die ersten drei Testpartien verletzungsbedingt aussetzen musste, der nach Zuspiel von Stevanovic eiskalt zum 1:0 traf. Als Niklas Andersen nur sieben Minuten später auf 2:0 erhöhte, sah es wieder nach einem Torfestival aus, doch auf den Treffer des Außenverteidigers antwortete der Regionalliga-Zwölfte prompt mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Musa Karli, der Sebastian Mielitz mit einem trockenen Linksschuss überwand (11.). Den alten zwei-Tore-Abstand stellte Predrag Stevanovic nach einer Viertelstunde aber wieder her. Der SV Wilhelmshaven spielte aber auch in der Folge gut mit und kam durch Storey zum erneuten Anschlusstreffen - 2:3 (25.).

Den absoluten Höhepunkt der ersten Halbzeit erlebten die knapp 7.000 Zuschauer kurz vor dem Pausenpfiff: Cheftrainer Thomas Schaaf wechselte Torsten Frings aus, der sein letztes Spiel für die Grün-Weißen bestritt. Der Werder-Kapitän verließ unter dem tosenden Applaus der anwesenden Zuschauer sowie der Mitspieler und des Betreuerstabs das Feld und klatschte anschließend jeden einzelnen aus dem Funktionsteam des SVW ab. Vor dem Publikum zog er sich symbolträchtig sein letztes Trikot aus und überreichte es Cheftrainer Thomas Schaaf. „Das war ein toller Moment, den mir der Trainer da ermöglicht hat. Viel besser, als einfach in der Halbzeit draußen zu bleiben und keiner weiß, was los ist. Das letzte Trikot gehört ihm, er ist der Trainer, der mich am meisten gefördert hat. Ihm werde ich immer dankbar sein", so Frings kurz nach seiner Auswechslung.

Der Werder-Kapitän zum letzten Mal in Action für die Grün-Weißen.

Zum zweiten Durchgang wechselte Thomas Schaaf nach der Auswechslung von Torsten Frings noch sechs weitere Akteure ein. So standen nun Wiedwald, Schiller, Schmude, Nagel, Thy und Husejinovic für Mielitz, Schindler, Stevanovic, Trinks, Wagner und Arnautovic auf dem Platz. Bedingt auch durch die zahlreichen Wechsel ging der Spielfluss der ersten Hälfte auf beiden Seiten etwas verloren und Chancen blieben zunächst Mangelware. Einzig ein Freistoß von Aaron Hunt in der 52. Minute sorgte für Gefahr. Auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Max Wegner knapp das Werder-Gehäuse und Phil Schlüter kam einen Schritt zu spät gegen Felix Wiedwald (65.).
Rund zehn Minuten vor dem Ende hatte Nachwuchs-Talent Malte Grashoff noch eine Kopfball-Gelegenheit, sein Versuch verfehlte das Ziel jedoch knapp. Und weil auf Seiten der Gastgeber Stefan Rupprecht an Felix Wiedwald scheiterte, blieb es am Ende beim knappen 3:2-Erfolg der Werderaner. Nach dem abschließenden Autogrammeschreiben geht es für die Werder-Profis nun in die wohlverdiente Sommerpause.