Verletzungspech: Prödl fällt mit Sehnenriss aus

Werden zunächst auseinandergerissen: Das Innenverteidiger-Duo Sebastian Prödl und Per Mertesacker
Profis
Freitag, 18.03.2011 // 11:51 Uhr

Der 23-Jährige stand in dieser Saison in 35 Pflichtspielen für Werder auf dem Platz, fehlte lediglich beim Spiel in Köln aufgrund einer Gelb-Sperre. Wie lange er den Grün-Weißen jetzt fehlen wird, ist nicht abzusehen. „Das ist eine sehr seltene Verletzung. Wir müssen deshalb zunächst den Heilungsprozess abwarten", erklärt der Österreicher, der nicht nur Werder nicht zur Verfügung steht, sondern auch die Länderspiele der ÖFB-Auswahl gegen Belgien (25. März in Wien) und die Türkei (29. März in Istanbul) verpasst.

Das Verletzungspech bleibt Werder treu. In den kommenden Wochen wird der SVW auf Sebastian Prödl verzichten müssen. Der Innenverteidiger zog sich bei der Trainingseinheit am Donnerstagnachmittag einen Sehnenriss im Oberschenkel zu. Dies ergab eine Untersuchung am Freitagmorgen. „Das ist ein richtiger Schock für mich. Ich habe mich gut gefühlt, war topfit und es hat keinerlei Anzeichen gegeben. Ich habe deshalb mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Verletzung", so Prödl.

"Hätte mich gerne der Herausforderung im Abstiegskampf gestellt"

„Die Kombination ist doppelt bitter. Ich hätte mich gerne der Herausforderung im Abstiegskampf gestellt. Das ist zwar keine schöne, aber eine lehrreiche Erfahrung und dass ich die Länderspiele verpasse, ist auch schade. Ich bin Stammspieler in der Nationalmannschaft und hätte auch international gerne ein Zeichen gesetzt", so der 23-Jährige, der sich aber trotz der schlechten Nachricht kämpferisch zeigt: „Das ist eine Tatsache, mit der ich jetzt umgehen muss. Es bringt nichts nachzutrauern, sondern ich werde die Sachen so anpacken, wie sie sind und hoffe, dass ich schnell wieder fit bin. Daran werde ich alles setzen."

Thomas Schaaf bedauert den Ausfall des 1,95 Meter-Hünen ebenfalls. „Dass Sebastian ausfällt, ist sehr, sehr ärgerlich und reiht sich ein in die Serie von Verletzungen, die wir in dieser Saison schon zu beklagen hatten", so der Cheftrainer, der hofft, „dass der Heilungsprozess gut verläuft und er uns schnell wieder zur Verfügung steht."