Müller: "Spiele gegen Werder immer etwas Besonderes"

Verbissen, mit dem Willen dem Gegner keinen Raum zu gewähren: Von Mikael Silvestre und Co. ist am Wochenende viel Einsatz gefragt.
Profis
Mittwoch, 26.01.2011 // 12:02 Uhr

Er ist 21 und gehört schon jetzt zu den Top-Spielern in der Bundesliga und Europa. Seinen ersten Profi-Vertrag überhaupt unterschrieb der gebürtige Weilheimer vor der Saison 2009/2010. Seitdem, so sagt es auch seine eigene ...

Er ist 21 und gehört schon jetzt zu den Top-Spielern in der Bundesliga und Europa. Seinen ersten Profi-Vertrag überhaupt unterschrieb der gebürtige Weilheimer vor der Saison 2009/2010. Seitdem, so sagt es auch seine eigene Internetpräsenz "müllert es wieder" in Deutschlands höchster Spielklasse. Thomas Müller erlebte innerhalb kürzester Zeit einen rasanten Karrieresprung. In der Nationalmannschaft ist er mittlerweile eine nicht mehr wegzudenkende Größe. Vor dem Nord-Süd-Duell zwischen Werder und den Bayern stellte sich Bayerns Nummer 25 nun den Fragen von WERDER.DE.

Stammspieler beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft. Doublegewinn, Champions-League-Finale und Weltmeisterschaft. Thomas, du hast in der vergangenen Saison einen rasanten Aufstieg erlebt. Konntest du diese Ereignisse mittlerweile schon realisieren oder musst du dich manchmal noch zwicken?
Müller: Natürlich ist es ein Traum, wie sich das alles entwickelt hat. Ich bin stolz, ein Teil des FC Bayern und der Nationalmannschaft geworden zu sein. Aber genau das ist auch mein Ansporn. Der Konkurrenzkampf beim FC Bayern ist einfach so enorm, dass man sich da nie sicher sein oder sogar mal zurücklehnen und das Geschehene genießen könnte.

Du wirkst trotz deiner erst jungen Karriere sowohl auf dem Platz, als auch außerhalb sehr authentisch, unverkrampft und professionell. Wurde dir das in die Wiege gelegt, oder hast du dir diese Lockerheit durch harte Arbeit und die Erfolge angeeignet?
Müller: Ich war noch nie der Typ, der zum Abheben neigt. Ich bin nach wie vor mit meinen alten Kumpels in Kontakt. Natürlich sehen wir uns nicht mehr so oft, aber wir telefonieren häufig. Außerdem verbringe ich viel Zeit bei meiner Familie außerhalb von München auf dem Land, wo mich jeder von klein auf kennt. Ich könnte mich da also gar nicht verstellen. Außerdem stehe ich erst am Anfang meiner Karriere und möchte noch viel erreichen - dafür muss ich hart arbeiten.

Du bist bereits in fünf Pflichtspielen auf Werder getroffen - so oft wie auf kein anderes Team. Was zeichnet die Spiele gegen die Bremer in deinen Augen aus?
Müller: Bremen gehört seit vielen Jahren zu einer der besten Mannschaften Deutschlands. Und Spiele gegen Werder waren für mich schon als kleiner Junge immer etwas Besonderes. Da gab es in der Bundesliga und im DFB-Pokal ja einige heiße Duelle. Auch wenn die Bremer in dieser Saison unter ihren Möglichkeiten bleiben, die Rivalität ist immer da.

Ihr habt die vergangenen sechs Pflichtspiele gegen Werder allesamt nicht verloren, die letzte Auswärtsniederlage im Weser-Stadion datiert vom 21.10.2006 und Werder steht derzeit nur auf Rang 14. Da kann doch am Samstag eigentlich nichts schief gehen ...
Müller: Man sollte nicht den Fehler machen und sich von der Tabelle blenden lassen. Werder hat nach wie vor eine hervorragende Mannschaft mit vielen guten Spielern, allerdings blieben sie bislang unter ihren Möglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass sich die Mannschaft am Samstag vor eigenem Publikum zerreißen wird - davor müssen wir gewarnt sein.

Dass Teams wie Mainz und Hannover oben und Mannschaften wie Schalke und Werder im Tabellenmittelfeld stehen, war so vor der Spielzeit nicht zu erwarten. Welche Überraschungen hat die Saison in den letzten 14 Spieltagen noch parat?
Müller: Für Werder hoffe ich, dass sie sich schnell da unten raus kämpfen - allerdings erst nach dem Spiel gegen uns. Wir selbst müssen so viele Punkte wie möglich sammeln, um noch unser Mindestziel Platz zwei zu erreichen. Alles Weitere werden wir sehen.