"Ich habe es geliebt, im Weser-Stadion zu spielen"

Diego blickt auf wunderbare drei Jahre an der Weser zurück und kommt gern wieder ins Weser-Stadion.
Profis
Donnerstag, 28.04.2011 // 15:26 Uhr

Drei Jahre lang trug Diego das grün-weiße Trikot mit der Raute. Am Freitagabend kehrt der Dribbelkünstler zurück ins Weser-Stadion. Er trägt noch immer Grün-Weiß. Aber nun die Vereinsfarben ...

Drei Jahre lang trug Diego das grün-weiße Trikot mit der Raute. Am Freitagabend kehrt der Dribbelkünstler zurück ins Weser-Stadion. Er trägt noch immer Grün-Weiß. Aber nun die Vereinsfarben des VfL Wolfsburg. Es ist der erste Auftritt in seinem ehemaligen Wohnzimmer und das mit besonderen Gefühlen, wie der Brasilianer betont. WERDER.DE sprach im Vorfeld des Nordderbys mit dem 26-Jährigen über seine Rückkehr, Kontakt zu ehemaligen Teamkollegen und seiner besonderen Beziehung zu den Werder-Fans.

Hallo Diego, mit welchen Gefühlen siehst du deinem ersten Auftritt im Weser-Stadion als Gegner der Werderaner entgegen? Es wird für mich schon etwas komisch sein, aber auch etwas Besonderes. Ich habe es immer geliebt, im Weser-Stadion zu spielen. Ich habe mich immer sehr mit der Atmosphäre und den Werder-Fans identifiziert. Es wird eine großartige Sache am Freitag und ich freue mich sehr auf die Begegnung.

Ist die Vorfreude, nach Bremen zurückzukehren, durch die sportlich angespannte Situation beider Clubs bei dir etwas gedämpft? Es geht schließlich für beide Mannschaften darum, in der ersten Liga zu bleiben. Ja, es ist schon eine enorm wichtige Partie, die uns in dieser Phase da bevorsteht. Speziell für uns Wolfsburger, was mir am meisten Angst bereitet. Werder hat sich durch die Erfolge in den letzten Spielen ein wenig von den Relegationsplätzen befreien können. Aber abgesehen davon, glaube ich, dass sie gegen uns trotzdem unbedingt gewinnen wollen, um sämtliche Zweifel und Risiken zu beenden. Auf der anderen Seite werden wir auch alles dafür geben, um erfolgreich zu sein. Es wird ein Spiel, in dem alles möglich ist.

Seit deinem Wechsel hat auch das Weser-Stadion ein neues Gesicht bekommen. Was glaubst du, wie werden dich die Zuschauer am Freitagabend empfangen? Ich bin immer und überall sehr freundlich von den Werder-Fans empfangen worden, weshalb ich davon ausgehe, dass es auch am Freitagabend nicht anders sein wird. Trotz der sportlichen Rivalität, gibt es da nach wie vor ein beiderseitig gutes Verhältnis.

Wie hast du Werders sportlichen Werdegang in den vergangenen Monaten und Jahren verfolgt? Hattest du auch in Turin die Möglichkeit Spiele deiner ehemaligen Mannschaftskameraden anzuschauen?
Selbstverständlich habe ich die Spiele des Teams verfolgt. Immer wenn ich die Möglichkeit dazu habe, schaue ich mir Werder an. Natürlich kommt es häufiger vor, dass die Termine mit unseren kollidieren, dann geht es leider nicht.

Hast du vor dem Aufeinandertreffen Kontakt zu deinen Ex-Kollegen aufgenommen? Gibt es Spieler, mit denen du noch regelmäßig telefonierst?
Ja, klar. Ich telefoniere eigentlich regelmäßig mit Naldo und bei Gelegenheit spreche ich auch noch mit Clemens Fritz und den beiden Ex-Bremern Mesut Özil und Hugo Almeida.

Viele Werder-Fans wünschen sich insgeheim deine Rückkehr an die Weser! Hast du Gedankenspiele in diese Richtung oder könntest du dir ein weiteres Engagement in Bremen vorstellen?
Momentan will ich wirklich nicht über Zukunftspläne sprechen, weil die derzeitige Situation absolute Priorität hat und es einem Verein gegenüber nicht fair wäre. Aber abgesehen davon, will ich die Türe für einen Verein, der mir jahrelang großen Spaß bereitet hat, natürlich auch nicht komplett schließen. Man weiß nie, was die Zukunft bringt. Ich will eine Rückkehr nach Bremen nicht ausschließen, aber nicht zur jetzigen Zeit. Ich habe aber viele Ziele, die ich mit dem VfL Wolfsburg erreichen will, wo ich auch sehr glücklich bin.

 

Das Interview führte Marco Niesner