„Wenn man das macht, was alle machen, ist es vorbei!“

David Kadel referiert über Mentalität im Profifußball

Gab den Werder-Talenten wertvolle Tipps in Sachen Mentalität: Motivationscoach David Kadel (Foto: WERDER.DE).
Junioren
Dienstag, 07.03.2017 // 13:18 Uhr

Von David Steinkuhl

In der Spielerloge des Weser-Stadions fand am Montagabend eine nicht alltägliche Veranstaltung für die Talente des SV Werder statt. Die Junioren aus dem WERDER Leistungszentrum lauschten einem Vortrag von Motivationscoach David Kadel zum Thema Mentalität. Unter den Zuhörern waren neben den LZ-Talenten und deren Trainern auch Profi-Cheftrainer Alexander Nouri sowie mit Defensivspieler Robert Bauer auch ein Akteur aus der Lizenzmannschaft der Grün-Weißen.

„Was ist eigentlich Mentalität?“ oder „Was tue ich, um selbstbewusst zu sein?“. Das waren nur einige der Fragen, die David Kadel vor den circa 30 Jugendspielern des SVW zu erläutern versuchte. Fragen, die Kadel Tag für Tag auch mit Spielern bespricht, die bereits den Sprung in den professionellen Fußball geschafft haben. Der 49-Jährige hat unter anderem Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, Wolfsburg-Profi Daniel Didavi oder Ex-Bremer Davie Selke in seinem Filmprojekt "Und vorne hilft der liebe Gott" gefragt, welche Mentalität sie gebraucht haben, um es ganz nach oben zu schaffen.

Mit dem Appell, in naher Zukunft mal damit zu beginnen, „für den Kopf zu arbeiten“ und dem Tipp, sich mit Biografien „mentalitätsstarker“ Spieler wie zum Beispiel Oliver Kahn oder Zlatan Ibrahimovic zu beschäftigen, schickte Kadel die Nachwuchskicker nach knapp zwei Stunden ins Bett. „Es ist eine wichtige Sache, dass die Jungs gerade in ihrem Alter Dinge mit auf den Weg gegeben bekommen, die neben dem reinen Talent im Profitum noch wichtig sind. Da spielen Mentalität und Einstellung eine ganz entscheidende Rolle“, so Björn Schierenbeck, Direktor des Leitungszentrums, im Anschluss an die Veranstaltung.

Die passende Inspiration zu diesem Schritt gab es an diesem Abend ohne Zweifel. Jetzt liegt es an den jungen Fußballern, sich auch wirklich damit zu befassen. Oder um es abschließend noch einmal mit Kadels Worten zu sagen: „Sei dein eigener Coach!“.