U19 gewinnt 4:0 gegen den HFC

Torschützen unter sich: Tobias Schwede (M.) und Davie Selke (r.) trafen beide jeweils einmal und wurden von Marcel Hilßner beglückwünscht.
Junioren
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Gegen den Halleschen FC mussten drei Punkte her. Das Ligaschlusslicht stand vor der Partie bereits mit dem Rücken zur Wand - und das sollte sich auch nach dem Duell mit den Grün-Weißen nicht ändern. Mit 4:0 (0:0) bezwang Werders U19 den HFC. Die Tore erzielten Tobias Schwede, Davie Selke, Leon Lingerski und Obed Scholl-Amoah.

Dem Halleschen FC war die brenzlige Tabellensituation von der ersten Minute anzumerken. Die Gäste agierten über weite Strecken unsicher und konnten nur wenig Akzente in der Offensive setzen. Ganz anders die Bremer: mit der breiten Brust und dem großen Selbstvertrauen eines Tabellenzweiten dominierten sie das Spielgeschehen und kamen zu ersten Chancen. In der 14. Minute drang Tobias Schwede nach Hilßner-Vorlage in den Strafraum ein und kam zu Fall. Ein Pfiff, gleichbedeutend mit einem Strafstoß für die Grün-Weißen, blieb jedoch aus. Nur fünf Minuten später die nächste gute Gelegenheit für die Votava-Elf: Davie Selke hatte aus aussichtsreicher Position, halblinks wenige Meter vor dem HFC-Gehäuse, die Schusschance, doch sein Versuch konnte vom Gäste-Keeper gut pariert werden (20.).

Auch in der Folgezeit blieb Werders U19 spielbestimmend und hatte deutlich mehr Ballbesitz als die rot-weiß gekleideten Gäste. In der 35. Spielminute war es dann eine dicke Dreifach-Chance für Werder, die für Aufsehen sorgte. Freistehend vor dem HFC-Tor vergaben erst Selke und Leon Neldner, ehe auch Schwede im dritten Nachschuss das Ziel verfehlte und lediglich das Außennetz traf. Schwede war es auch, der in der 37. Minute am HFC-Schlussmann scheiterte. Unzählige gute Möglichkeiten also für die U19, die lediglich im Abschluss Schwächen zeigte.

Und dieser Trend hielt weiter an. In der 41. Minute war es Luca Zander, der mit einer Doppelchance das längst hochverdiente 1:0 hätte erzielen müssen. Doch während sein erster Schuss noch mit den Fäusten des HFC-Torhüters abgewehrt wurde, landete Zanders Nachschuss am Lattenkreuz - was für ein Kracher.

Zweiter Durchgang, altes Spiel. Wieder war es Schwede, der völlig freistehend das Tor verpasste (54.). Doch wenige Minuten später machte er es endlich besser: Auf der linken Seite hatte er sich durchgetankt und aus spitzem Winkel abgezogen. Der Ball landete im langen Eck zum 1:0 (57.). War das schon das Happy-End des langatmigen Geduldsspiels? Ja! Denn Davie Selke legte nur wenige Minuten später mit einem strammen Distanzschuss nach (61.). Und in der 77. änderte sich der Spielstand dann ein weiteres Mal: Leon Lingerski musste nach herausragender Vorarbeit von Schwede nur noch ins leere Tor einschieben - 3:0. Damit war der Deckel endgültig drauf und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Kurz vor Schluss erhöhte dann der eingewechselte Obed Scholl-Amoah noch auf 4:0. Für Coach Mirko Votava war es ein verdienter Erfolg: „Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass sie ihre Tore schon noch machen werden, wenn sie so weiter spielen, wie im ersten Durchgang. Das war heute eine konzentrierte, kompakte Leistung."

Von Cord Sauer

Werder Bremen: Wetzel - Zander, Zwerschke, Krumland, Lingerski (85. Plaendiskis) - Fröde (85. Hyde), Eggersglüß, Hilßner (81. Bockhorn), Schwede - Neldner (71. Scholl-Amoah), Selke

Hallescher FC: Hanf - Klinowsky (78. Tim Hoffmann), Kallensee, Oliver Schmidt, Koplin - Alexander Schmitt (23. Rothenstein), Koch, Reher, Amari, Römling - Weiske (83. Fuhrmann)

Tore: 1:0 Schwede (57.), 2:0 Selke (61.), 3:0 Lingerski (76.), 4:0 Scholl-Amoah (89.)
Verwarnungen: Neldner (Bremen) / Klinowsky, Reher, Römling, Amari (alle HFC)
Schiedsrichter: Timo Daniel (Emden)